Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Streit kocht hoch: Braucht die barocke Basilika Weingarten wirklich einen neuen „modernen“ Altar?
  2. Bischof Paprocki: FSSPX ist "im Grunde eine weitere protestantische Sekte"
  3. Ein Signal des Himmels?
  4. Das Schweigen der Bischöfe zur Causa Spahn
  5. "Die Hölle ist der Ort der größtmöglichen Gottesferne"
  6. Die katholischsten Länder der Welt sind...
  7. ‚Dialogpredigt‘ und ‚meditativer Tanz’ während der Messe zum Magdalenenfest in München
  8. Bistum Huelva führt verbindliches zweijähriges Katechumenat für erwachsene Taufbewerber ein
  9. Junge brasilianische Katholiken hoffen auf mehr Glaubenslehre und ehrfürchtige Liturgie
  10. Die Familie ist das Hauptziel des Bösen: Die prophetische Warnung des hl. Scharbel
  11. Erdbebengefahr bei Neapel: Italiens Kirche ruft zum Gebet auf
  12. Leihmutter soll gezwungen werden, das Leben des herzkranken Babys zu beenden!
  13. Norwegischer Bischof Hansen: „Die Evangelisierung ist der grundlegende Auftrag der Kirche“
  14. Medjugorje: Gebetsstätten nach Schändung wieder gesäubert und benutzbar
  15. Generalbundesanwalt: 94 Prozent der neuen Terror-Ermittlungen mit Bezug zu Islamismus

Trendwende: Natürliche Empfängnisregelung wird nun als "sicher" empfohlen

7. März 2024 in Familie, 7 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


IMABE-Institut verweist auf Leitlinien der deutschsprachigen Gynäkologie-Fachgesellschaften - Hintergrund sind die Nebenwirkungen der hormonellen Verhütung


Wien (kath.net/KAP) Auf eine Trendwende in der Medizin bei der Einschätzung der Natürlichen Empfängnisregelung macht das Bioethikinstitut IMABE in seinem aktuellen Newsletter aufmerksam: Nachdem die sogenannte Natürliche Familienplanung (NFP) jahrzehntelang im Verruf stand, hätten nun erstmals deutsche Fachgesellschaften Leitlinien für Ärzte zur nicht-hormonellen Verhütung vorgelegt. Grundlage dieser Empfehlungen seien Studien, denen zufolge NFP "bei korrekter Anwendung genauso sicher wie die Pille" sei.

Das Fachinstitut verweist auf die "S2k"-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe, die mit Fachgesellschaften aus Österreich und der Schweiz erstellt wurde. Diese widmet ein eigenes Kapitel der Natürlichen Familienplanung, welche Methoden der Zyklusbeobachtung mit weiteren Faktoren kombiniert. Bemerkenswert gute Sicherheit wird dabei der Methode "Sensiplan" zugeschrieben: Der Pearl-Index, der den Anteil von 100 Frauen angibt, die mit einer bestimmten Verhütungsmethode nach einem Jahr Geschlechtsverkehr ein Kind bekommen, sei "bemerkenswert gut".
Sensiplan, das von der Malteser-Arbeitsgruppe NFP und dem Forschungsprojekt NFP der Universitäten Heidelberg und Düsseldorf entwickelt wurde, liege auf dem Pearl-Index mit einer Methodensicherheit von 0,4 und einer Anwendungssicherheit von 1,8 gleichauf mit der Pille, deren Methodensicherheit bei 0,3, die Anwendungssicherheit bei 9 rangiere. Als weitaus weniger sicher landet hingegen das Kondom mit Pearl-Werten von 2 bzw. 8 auf hinteren Rängen. Der Pearl-Index zeigt an, wie viele Frauen bei Nutzung der jeweiligen Methode nach einem Jahr schwanger werden, wobei ein niedrigerer Wert auf höhere Sicherheit deutet.


Als Hintergrund der nunmehrigen Zuwendung der Medizin zu NFP nennt IMABE-Institut das Phänomen, dass immer weniger Frauen hormonell verhüten wollten. Der Pille als die über Jahrzehnte am häufigsten genutzte Verhütungsform stoße zunehmend auf Kritik, zumal man inzwischen mehr über die gesundheitlichen Risiken und unerwünschte Nebenwirkungen wisse - wie etwa erhöhtes Risiko für Krebs, Thrombose und in jüngster Zeit auch Schwangerschaftskomplikationen. Bei Einnahme oraler Kontrazeptiva rund um die Geburt seien zudem Präeklampsie, Frühgeburt, zu niedriges Geburtsgewicht oder zu geringe Körpergröße häufig, sowie auch depressive Episoden, wie eine jüngst publizierte schwedische Studie ergeben hat.

Copyright 2024 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
(www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. Streit kocht hoch: Braucht die barocke Basilika Weingarten wirklich einen neuen „modernen“ Altar?
  3. Die Familie ist das Hauptziel des Bösen: Die prophetische Warnung des hl. Scharbel
  4. Ein Signal des Himmels?
  5. Bischof Paprocki: FSSPX ist "im Grunde eine weitere protestantische Sekte"
  6. Das Schweigen der Bischöfe zur Causa Spahn
  7. Historiker Raymond Ibrahim: Kreuzzüge waren Antwort auf islamische Aggression
  8. "Die Hölle ist der Ort der größtmöglichen Gottesferne"
  9. Medjugorje: Gebetsstätten nach Schändung wieder gesäubert und benutzbar
  10. Die katholischsten Länder der Welt sind...
  11. USA: 98-jähriger Weltkriegsveteran empfängt die Taufe und wird katholisch
  12. Junge brasilianische Katholiken hoffen auf mehr Glaubenslehre und ehrfürchtige Liturgie
  13. Der "rote Priester", der die Musikwelt revolutionierte
  14. Der Karmel in Christchurch/Neuseeland: Die Blüte im Verborgenen
  15. „Nur zur Klarstellung: Ich sehe mich eher als den Papst, der zufällig Amerikaner ist“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz