Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Deutsche Bischofskonferenz beschließt: Man will in Rom um Erlaubnis für Laienpredigt bitten
  2. Brasilianischer Erzbischof droht Teilnehmern an der Alten Messe Exkommunikation an
  3. Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
  4. Ist die Zeit der Barmherzigkeit bald vorbei? Stehen wir kurz vor der Zeit des Gerichts?
  5. "Alle Iraner feiern. Die schlimmsten Menschen der Welt weinen"
  6. Möge die Versöhnung der Kirche in Deutschland gelingen
  7. Ein Gott, der nichts mehr verlangt
  8. Toni Faber und der Zölibat - Beschwerdewelle gegen Wiener Dompfarrer
  9. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  10. „Gemeinnutz vor Eigennutz“: Bischof erntet Kritik für NS-Vergleich in Richtung AfD
  11. "Deutsche Kirchen" ersetzen spirituelle Dimension der Fastenzeit durch weltanschauliche Agitation
  12. Papst antwortet auf Leserbrief eines Atheisten
  13. Der Apostolische Stuhl und die FSSPX: Wenn Extreme sich berühren
  14. Ab Juli müssen Besucher Eintritt für den Kölner Dom bezahlen
  15. 'Ein Katholizismus ohne Beichte ist wie ein Krankenhaus ohne Medikamente'

Deutsche Verfassungsexperten warnen vor Ende der Meinungsfreiheit in Deutschland

19. März 2024 in Aktuelles, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Wenn die deutsche Regierung nicht kritisiert werden dürfe, sind wir „auf dem Weg zurück in die SED-Diktatur der DDR“, warnt Staatsrechtsexperte Rupert Scholz.


Berlin (kath.net / pk) Eine „Gesinnungsprüfung“ einer Schülerin beschäftigt derzeit das deutsche Parlament und die Landesregierung. Was ist passiert? Ende Februar teilt eine 16-jährige Schülerin auf Tik Tok ein Schlumpf-Video mit AfD-Bezeug und kommentiert dazu, Deutschland sei für sie nicht nur „ein Ort, sondern Heimat“.

Der Schuldirektor informierte den Staatsschutz, das Mädchen wurde von drei Polizisten aus dem Unterricht geholt, um eine „Gefährderansprache“ zu erhalten. „Zu ihrem eigenen Schutz“ möge sie solche Posts künftig unterlassen, lautet der Rat.

Verfassungsexperten schlagen jetzt Alarm. Hinter dem Vorfall mit der Schülerin steckt ein ganzes System, mit dem Bundesinnenministerin Nancy Faeser „Rechtsextremismus frühzeitig bekämpfen“ möchte. Tatsächlich stehe unsere Meinungsfreiheit auf dem Spiel, warnt etwa Staatsrechtsexperte Rupert Scholz (CDU) gegenüber der „Bild am Sonntag“.


Faeser verfolge „pure Ideologie“ und was sie in diesem Punkt mache, sei verfassungswidrig. „Sie delegitimiert die Meinungsfreiheit, das Kernrecht unseres demokratischen Rechtsstaates“, sagt Scholz.

Jeder Bürger dürfe die Politik der Ampelregierung kritisieren. „Wer diese Haltung diffamiert, der ist im Grunde auf dem Weg zurück in die SED-Diktatur der DDR.“ Dort seien Menschen mit dem Vorwurf der „staatsfeindlichen Hetze“ verfolgt und diffamiert worden.

Ebenso argumentiert der frühere Kultus- und Finanzminister von Mecklenburg-Vorpommern, Mathias Brodkorb (SPD). „Jedem gelernten DDR-Bürger kommt das Vorgehen bekannt vor. Wir sollten davon Abstand nehmen, den Staat mit solchen repressiven Maßnahmen auszustatten“, erklärte er gegenüber dem ZDF.

Ebenso in der Kritik steht Faesers „Demokratie-Fördergesetz“. Hier sollen politisch „einwandfreie“ Projekte staatlich gefördert werden; konservative Gruppen gingen dabei leer aus, kritisiert Wolfgang Kubicki (FDP), Bundestagsvize.

Es bestehe die Gefahr, „dass schon zugespitzte Kritik an Regierung, Politik und Staat ein Fall für den Verfassungsschutz wird“, warnt Staatsrechtsexperte Josef Franz Lindner von der Universität Augsburg. „Der Regierung kommt eine solche Deutungshoheit nicht zu.“

Ex-Innenminister Gerhart Baum (FDP) kennt diese Wortwahl. Er hatte in seiner Amtszeit den Radikalen-Erlass abgeschafft, erzählt er der „Bild am Sonntag“. Seiner Ansicht nach darf es keine „allgemeine Gesinnungsschnüffelei“ geben.

Natürlich dürfe der Verfassungsschutz als Frühwarnsystem aktiv werden, unterstreicht er. Jedoch müssten Behörden „höchst sensibel vorgehen, damit das Grundrecht auf Meinungsfreiheit unverletzt bleibt“.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDUNG nur mehr bis 25. MÄRZ möglich!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Deutsche Bischofskonferenz beschließt: Man will in Rom um Erlaubnis für Laienpredigt bitten
  4. Toni Faber und der Zölibat - Beschwerdewelle gegen Wiener Dompfarrer
  5. "Alle Iraner feiern. Die schlimmsten Menschen der Welt weinen"
  6. "Europa hat die Gefahr der islamischen Republik Iran noch immer nicht begriffen"
  7. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"
  8. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  9. "Deutsche Kirchen" ersetzen spirituelle Dimension der Fastenzeit durch weltanschauliche Agitation
  10. Ist die Zeit der Barmherzigkeit bald vorbei? Stehen wir kurz vor der Zeit des Gerichts?
  11. Möge die Versöhnung der Kirche in Deutschland gelingen
  12. Brasilianischer Erzbischof droht Teilnehmern an der Alten Messe Exkommunikation an
  13. 'Ein Katholizismus ohne Beichte ist wie ein Krankenhaus ohne Medikamente'
  14. Ein Gott, der nichts mehr verlangt
  15. „Gemeinnutz vor Eigennutz“: Bischof erntet Kritik für NS-Vergleich in Richtung AfD

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz