Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  2. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  3. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
  4. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  5. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  6. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  7. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  8. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  9. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  10. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  11. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  12. Abtreibungsbefürworter begehen Farbanschlag auf Malteserklinikum in Flensburg
  13. Anerkanntes Wunder von Fulton Sheen: Baby nach 61 Minuten Atemstillstand lebt, heute kerngesund
  14. Priester bei Messer-Attacke in polnischem Kloster getötet
  15. Der evangelischen Theologischen Hochschule Basel soll die Akkreditierung entzogen werden

14 Jahre nach Geständnis: Belgischer Skandalbischof Vangheluwe jetzt endlich laisiert

22. März 2024 in Chronik, 7 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Da in Belgien ein Papstbesuch geplant ist, sollte die Angelegenheit offenbar vor dem Besuch noch bereinigt werden, da sonst Misstöne zu befüchten gewesen wären - Vangheluwe hatte sexuelle Beziehungen zu zweien seiner Neffen öffentlich zugegeben


Brügge (kath.net/pl) "Papst Franziskus hat Bischof Roger Vangheluwe aus dem Klerikerstand entlassen, nachdem er dessen Akte erneut geprüft hatte." Das schreibt die Belgische Bischofskonferenz auf ihrer Website. "In einer am 21. März veröffentlichten Pressemitteilung der Nuntiatur wird erwähnt, dass dem Dikasterium für die Glaubenslehre in den letzten Monaten neue schwerwiegende Elemente im Fall des ehemaligen Bischofs von Brügge gemeldet wurden. Darunter war auch die jüngste Aussage eines Opfers. Diese Elemente führten zu einer erneuten Prüfung des Falles. Am 8. März übermittelte das Dikasterium die Akte an Papst Franziskus und schlug vor, Roger Vanghelhuwe zu laisieren. Diese Laisierung war in den letzten Jahren mehrfach von den belgischen Bischöfen gefordert worden, da sie die Beibehaltung dieser Eigenschaft als Bischof und Priester als Schande empfanden. Die letzte entsprechende Anfrage datiert vom Oktober 2023."


Da in Belgien ein Papstbesuch geplant ist, sollte die Angelegenheit offenbar vor dem Besuch noch bereinigt werden, da sonst Misstöne zu befüchten gewesen wären, mutmaßten internationale Medien. Auch seitens des belgischen Staates hatte es schon Druck gegeben, kath.net hatte berichtet. Beim geplanten Papstbesuch wird es offenbar auch zu einer Begegnung zwischen dem Papst und Opfern sexuellen Missbrauchs durch Kleriker geben.

Vangheluwe war 2010 als Bischof von Brügge zurückgetreten, sein Rücktrittsgesuch hatte Papst Benedikt XVI. seinerzeit ungewöhnlich schnell angenommen. Vangheluwe hatte zugegeben, seinen minderjährigen Neffen jahrelang misshandelt zu haben. Später gestand er in einem Interview ein, dass er noch einen weiteren seiner Neffen sexuell missbraucht hatte, diesem hatte er offenbar schon Jahre zuvor Schweigegeld bezahlt. Er betrachtete sich aber nicht selbst als einen Pädophilen. Nach belgischem Strafrecht waren die Taten bereits verjährt.

Der Vangheluwe-Skandal hatte auch den Ruf von Kardinal Godfried Danneels getrübt, dem damaligen Erzbischof von Mechelen-Brüssel, nachdem eine Audioaufnahme durchgesickert war, in der der Kardinal einen der Neffen aufforderte, seinen Onkel nicht öffentlich zu beschuldigen, wie die katholische US-Website „The Pillar“ berichtete.

Laut Anordnung der Glaubenskongregation aus dem Jahr 2011 darf sich Vangheluwe nicht mehr in seinem Heimatland aufhalten, muss sich psychologischer Behandlung unterziehen und darf sein Priesteramt nicht öffentlich ausüben. Offenbar lebt der mittlerweile 87-Jährige weiterhin in Abgeschiedenheit in einem Kloster im Loiretal, offenbar gedenkt er, dort auch weiterhin zu bleiben.

Archivfoto (bearbeitet) (c) Wikipedia/Carolus/This file is licensed under the Creative Commons Attribution 3.0 Unported license.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. „Die katholische Kirche ruht auf zwei Säulen ihrer sichtbaren Einheit: Petrusamt und Eucharistie“
  2. Wissen Sie, wer die Idee zum fünffarbigen Missionsrosenkranz hatte?
  3. 'Ich habe mich geirrt'
  4. Der Mensch als Mitarbeiter Gottes - Fortschritt ist kein Gottesersatz
  5. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  6. Der Katholik Tolkien wird in der anglikanischen Westminster Abbey ein Denkmal erhalten
  7. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  8. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  9. Was ich als Priester von Fulton Sheen gelernt habe
  10. Papst an Klausurschwestern: „Der Herr ruft euch, seine Zeuginnen in Stille, Kontemplation zu sein“
  11. Abtreibungsbefürworter begehen Farbanschlag auf Malteserklinikum in Flensburg
  12. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
  13. „Die hl. Märtyrer von Międzyrzecz waren Menschen aus Fleisch und Blut, die bereit waren…“
  14. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  15. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz