Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Warum kein einfach gläubiger Katholik „Laienpredigten“ in der heiligen Messe braucht
  2. Papst Leo auf Versöhnungskurs
  3. „Die meisten Seelen dort sind die, welche nicht an die Existenz der Hölle geglaubt haben“
  4. Der stumme Gott unserer Zeit
  5. Niedersachsen plant Religionsunterricht ohne Gott!
  6. Theologe Thomas Söding: „Es braucht eine katholische Internationale!“
  7. Wenn der Wiener Erzbischof den Heiligen Geist gegen das Kirchenrecht ausspielen möchte
  8. Realitätsverlust im Bistum Chur
  9. BDKJ Nordrhein-Westfalen will Verbot der AfD
  10. Ramadan sorgte für Unfrieden an Wiener Schulen!
  11. "Er hat meine Pläne durchkreuzt": Warum der Teufel Angst vor Johannes Paul II. hatte
  12. Michelle Obama ermutigt Mütter arbeiten zu gehen
  13. Bischof Overbeck ist mit Weidel und Chrupalla in Sachen Iran einer Meinung
  14. Hatte J.D. Vance doch Recht? Wenn Hitler-Vergleiche in Deutschland die Polizei auf den Plan rufen
  15. 'Ich verstehe Gott nicht': Ältester Deutscher feiert 110. Geburtstag

Armin Laschet (CDU) zur Coronapolitik: „Wir hätten unterschiedliche Meinungen anders anhören müssen“

26. März 2024 in Deutschland, 20 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Früherer CDU-Kanzlerkandidat: „Also: wir Politiker müssen uns kritisch hinterfragen, die Medien müssen es“ – „Entweder du bist für die eine Maßnahme, oder du bist ein Coronaleugner, es gab aber eine Menge dazwischen“


Berlin (kath.net/pl) „Wir müssen selbstkritisch sagen: Wir hätten facettenreicher die wissenschaftliche Expertise nutzen müssen, wir hätten unterschiedliche Meinungen anders anhören müssen.“ Das vertrat Armin Laschet, der frühere Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, früherer CDU-Kanzlerkandidat und früherer CDU-Bundesvorsitzender. Laschet ist weiterhin Bundestagsabgeordneter, außerdem ist er Vizepräsident der der Parlamentarischen Versammlung des Europarates. Die Corona-Debatte sei „sehr moralisiert gewesen, erläuterte er im Interview mit Christian Sievers im ZDF: „Entweder du bist für die eine Maßnahme, oder du bist ein Coronaleugner – es gab aber eine Menge dazwischen, und dieses ‚Dazwischen‘, das müssen wir wieder lernen.“

Auch wünsche er sich im Deutschen Bundestag eine Enquete-Kommission zum Thema, wie man mit einer künftigen Pandemie umgehen werde, sagte der Ministerpräsident a.D. Der Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) vertrete zwar, dass dies alle nur Rechtspopulisten helfe, aber Laschet sieht das „komplett anders: wenn wir es NICHT machen, hilft das Verschwörungstheoretikern“. „Wir müssen alles offenlegen“, fordert Laschet mit Blick auch auf die Offenlegung der Protokolle des Robert-Koch-Instituts (RKI). Man könne den Protokollen entnehmen, „wie differenziert damals beim RKI damals diskutiert wurde, und wie wenig von dieser Meinungsvielfalt dann am Ende in die konkrete Politik eingemündet ist“, dies müsse man „aufarbeiten“. Er erinnere sich beispielsweise, „wie mit Virologen wie [Jonas] Schmidt-Chanasit oder Hendrik Streek umgegangen worden ist. Es gab nur eine einzige Meinung, die wurde damals als die einzig richtige Meinung angesehen“. Für das RKI fordert er für die Zukunft „eine größere Unabhängigkeit“, „weniger politischer Einfluss und mehr wissenschaftliche Vielfalt“.


Erst zum Ende des Interviews macht Laschet noch eine weitere wichtige Bemerkung: „Es muss auch eine kritische Bilanz in den Medien geben: dass diese RKI-Protokolle nun von einer Plattform erklagt werden, von der man sagt, sie sei verschwörungstheoretisch“, sage ja auch, „dass Qualitätsmedien NICHT die Offenlegung der Protokolle eingeklagt haben. Und damals gab es auch medial eine überwiegende Position“ der Nichthinterfragung der Politik. „Also: wir Politiker müssen uns kritisch hinterfragen, die Medien müssen es“. Er hoffe, dass „die Spaltung der Gesellschaft“, die er auch sonst in einigen Themenbereichen (zb. Klima, Krieg) beobachte, „durch solch eine neue Dialogkultur, die auch Fehler zugesteht, sich in unserem Land wieder beruhig“.

Auf die während der Pandemie teilweise von Politikern geforderte Impfpflicht - die ja in einigen Berufsgruppen faktisch bereits umgesetzt worden war -, ging das Interview nicht ein.

CDU-Politiker Armin Laschet im ZDF-Interview:
<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="de" dir="ltr">Während der Coronapandemie &quot;nur eine einzige Meinung&quot; zuzulassen, hätte „die Spaltung der Gesellschaft“ bis heute mitverursacht, sagt der ehemalige Ministerpräsident von NRW <a href="https://twitter.com/ArminLaschet?ref_src=twsrc%5Etfw">@ArminLaschet</a> im Gespräch mit <a href="https://twitter.com/CHSievers?ref_src=twsrc%5Etfw">@CHSievers</a> . <a href="https://t.co/QeSs5UsZYI">pic.twitter.com/QeSs5UsZYI</a></p>&mdash; ZDF heute journal (@heutejournal) <a href="https://twitter.com/heutejournal/status/1772010084660388016?ref_src=twsrc%5Etfw">March 24, 2024</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDUNG nur mehr bis 25. MÄRZ möglich!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. "Er hat meine Pläne durchkreuzt": Warum der Teufel Angst vor Johannes Paul II. hatte
  4. Realitätsverlust im Bistum Chur
  5. Wenn der Wiener Erzbischof den Heiligen Geist gegen das Kirchenrecht ausspielen möchte
  6. Warum kein einfach gläubiger Katholik „Laienpredigten“ in der heiligen Messe braucht
  7. „Die meisten Seelen dort sind die, welche nicht an die Existenz der Hölle geglaubt haben“
  8. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  9. Bischof Overbeck ist mit Weidel und Chrupalla in Sachen Iran einer Meinung
  10. Hatte J.D. Vance doch Recht? Wenn Hitler-Vergleiche in Deutschland die Polizei auf den Plan rufen
  11. Papst Leo auf Versöhnungskurs
  12. 'Ich verstehe Gott nicht': Ältester Deutscher feiert 110. Geburtstag
  13. Einladung zur Novene zum Hl. Josef
  14. Junge Katholiken suchen in der Kirche lehramtliche Klarheit und nicht Anpassungsfähigkeit
  15. Der stumme Gott unserer Zeit

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz