Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Bischof Würtz ist offen für Frauenordination
  2. Nach Schisma der FSSPX: Frankreichs altrituelle Katholiken stehen zu Papst Leo XIV.
  3. Beichten und Eheschließungen ungültig!
  4. Piusbruderschaft legt Einspruch gegen Exkommunikatons-Dekret ein
  5. "Wir wollen den Glauben verteidigen gegenüber häretischen Interpretationen und Verfälschungen!"
  6. „Beten wir, dass den Gläubigen leichterer Zugang zur überlieferten Form der Messe ermöglicht wird"
  7. Erzbistum Hamburg: Eltern wehren sich gegen LGBT-Sexualkonzept in katholischen Schulen
  8. Mehr Kirchensteuer bei weniger Mitgliedern
  9. Heute ist es eine finnische Abgeordnete und Großmutter; morgen könnten es leicht Sie sein!
  10. Glaubte Papst Benedikt XVI. an die nahende Endzeit?
  11. Amnesty International stuft englische kath. Bischofskonferenz als „gegen [Menschen]-Rechte“ ein!
  12. Ann Widdecombe, britische konservative Ex-Ministerin (78), wurde zu Hause ermordet
  13. König Charles III. nicht mehr ‚Verteidiger des Glaubens‘?
  14. Bereits vierte Kirchenübergabe an Kopten in Wien
  15. Ein Sämann ging hinaus, um zu säen – Eine Hoffnungsgeschichte für uns

Niger: Christen fliehen nach Einführung der Scharia

23. Mai 2024 in Weltkirche, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Evangelischer Pastor: „Als die Dschihadisten kamen, sagten sie, dass alle Christen 50.000 Francs zahlen müssen; wer sich das nicht leisten könne, müsse den Islam annehmen.“


Kelkheim (kath.net/Open Doors) „Als die Dschihadisten kamen, sagten sie, dass alle Christen 50.000 Francs zahlen müssen; wer sich das nicht leisten könne, müsse den Islam annehmen.“ Das berichtet Pastor Yandi aus der Region Tillabéri im Südwesten des Niger. Ähnliche Ankündigungen ergingen in mindestens sieben Dörfern der Gegend und haben seit dem 2. Mai 357 christliche Familien in die Flucht getrieben.

Schutz vor der sengenden Sonne: Viele Flüchtlinge in Makalondi leben derzeit unter Bäumen

Wer die Kopfsteuer zahlt, darf bleiben – als Sklave

Pastor Yandi ist in der Ortschaft La Tapoa zu Hause, wo die Dschihadisten am 16. April 2024 alle Einwohner auf dem Marktplatz zusammenriefen. Sie teilten den Versammelten mit, dass ab diesem Tag alle männlichen Personen ab 15 Jahren die islamische Kopfsteuer („Dschizya“) an sie entrichten müssten, sofern sie nicht bereit seien, zum Islam zu konvertieren. Die Dschizya wird gemäß islamischem Recht von nicht-muslimischen Einwohnern innerhalb muslimischer Staaten erhoben. Damit wird die Scharia in den betroffenen Gebieten zumindest teilweise eingeführt. In ihrer Ankündigung erklärten die Islamisten weiter, diese Regelung gelte für alle Dörfer unter ihrer Kontrolle. Die geforderten 50.000 westafrikanischen Francs entsprechen ca. 76 Euro.


Laut lokalen Kontakten von Open Doors wurde gleichzeitig allen Dorfbewohnern dringend geraten, zum Islam zu konvertieren. Wer die geforderte Steuer entrichtet, darf zwar weiterhin in seinem Dorf bleiben, allerdings zu den folgenden Bedingungen: Alle Betroffenen werden mit ihren Familien als Sklaven gehalten. Ihr gesamtes Eigentum geht automatisch in den Besitz der Dschihadisten über. Diejenigen, die nicht zum Islam konvertieren oder die Dschizya zahlen wollen (oder können), dürfen das Dorf verlassen, dabei aber nichts mitnehmen außer der Kleidung an ihrem Leib.

Ungewisse Zukunft erfordert dringende Hilfe

Nach Angaben unserer lokalen Partner haben die Dschihadisten neben La Tapoa noch sechs weitere Dörfer in der Region Tillabéri aufgesucht, um ihr neues Gesetz anzukündigen. 357 Familien von Christen haben daraufhin Zuflucht in der Stadt Makalondi gesucht. Jeden Tag kommen neue hinzu.

„[Wegen dieser Ankündigung] sind wir geflohen und mit nichts hierhergekommen. Wir konnten nicht einmal unsere Lebensmittelvorräte mitnehmen. Für uns ist es sehr schwierig, hier einen Platz zu finden, es gibt für uns keine Unterkunft“, erklärte Pastor Yalitchoi.

Im Moment drängen sich die Christen unter Bäumen zusammen und suchen dort Schutz vor der heißen Sonne. Es dauert jedoch nicht mehr lange bis zum Einsetzen der Regenzeit, was das Leben für die vertriebenen Christen in Makalondi noch schwieriger machen wird.

Die Sicherheitslage im Niger hat sich in den letzten Jahren verschlechtert, insbesondere in den Grenzgebieten zu Nigeria, Burkina Faso und Mali. Dort haben bewaffnete Gruppen Stützpunkte errichtet und verüben immer wieder Angriffe auf die Sicherheitskräfte und die Zivilbevölkerung. Im Jahr 2017 verhängte die Regierung den Ausnahmezustand über die Regionen Diffa, Tahoua und Tillabéri. Die Dschihadisten haben es besonders auf Christen und Animisten in den Dörfern abgesehen, weshalb seit Beginn der Unruhen Zehntausende von Menschen aus ihren Dörfern geflohen sind.

Unsere Partner prüfen derzeit, wie sie den Vertriebenen am besten helfen können. Da das Gebiet jedoch sehr ländlich und schwer erreichbar ist, sind Hilfsbemühungen mit großen Herausforderungen verbunden.

Bitte beten Sie für die Christen im Niger:

- Beten Sie um Gottes Schutz für alle Nichtmuslime in der Region.
- Beten Sie, dass die Christen in ihrem Glauben standhaft bleiben und Jesus ihnen einen Ausweg aus dieser prekären Situation zeigt.
- Beten Sie um Gottes Eingreifen und dass die Flüchtlinge jede Hilfe erhalten, die sie benötigen.
- Beten Sie, dass Gottes Geist an den Herzen der Dschihadisten wirkt und ihnen Gottes Liebe in Jesus Christus offenbart.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Mehr Kirchensteuer bei weniger Mitgliedern
  2. Beichten und Eheschließungen ungültig!
  3. Bischof Würtz ist offen für Frauenordination
  4. Nach Schisma der FSSPX: Frankreichs altrituelle Katholiken stehen zu Papst Leo XIV.
  5. König Charles III. nicht mehr ‚Verteidiger des Glaubens‘?
  6. Universität Aberdeen prüft intern Hasskommentar eines Angestellten gegen Ann Widdecombe
  7. Heute ist es eine finnische Abgeordnete und Großmutter; morgen könnten es leicht Sie sein!
  8. "Wir wollen den Glauben verteidigen gegenüber häretischen Interpretationen und Verfälschungen!"
  9. Glaubte Papst Benedikt XVI. an die nahende Endzeit?
  10. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  11. Ann Widdecombe, britische konservative Ex-Ministerin (78), wurde zu Hause ermordet
  12. „Priesterberufungen in Europa: Wachstum in Frankreich, Krise in Deutschland“
  13. „Abgeordnete, die das Gesetz zur Sterbehilfe unterstützen, können nicht mehr zur Kommunion gehen“
  14. Piusbruderschaft legt Einspruch gegen Exkommunikatons-Dekret ein
  15. „Was, wenn sich herausstellt, dass Ann Widdecombe eine Märtyrerin war?“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz