Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Peinlich - Deutsche Protestanten glauben mehrheitlich nicht an den dreieinigen Gott
  2. Botschaft von Papst Leo zum 10. Jahrestag des nachsynodalen Apostolischen Schreibens Amoris Laetitia
  3. Der entschärfte Gott
  4. Pater Dietrich von Stockhausen überreicht Papst Leo XIV. Hesemanns aktuelle Studie über Heroldsbach
  5. Neue Fantasien über das Weiheamt für Frauen?
  6. "Die Zahl der Seminaristen ist im Bistum Chur leider sehr klein geworden"
  7. 'Erzieherischer Unterton': Harald Schmidt rechnet mit Tagesthemen und Heute Journal ab
  8. Panik in Magdeburg
  9. Katholische US-Historikerin Bronwen McShea schreibt über „die Frauen, die der Vatikan vergaß“
  10. Maria – Marta – Lazarus: Christus, der Freund des Lebens
  11. "Ein Vorbild für Väter und Ehemänner" - US-Präsident veröffentlicht Würdigung des Heiligen Josef
  12. Kardinal Woelki und Bischof Oster ermutigen Münchner Lebensschützer mit kraftvollen Grußworten
  13. Zwischen Gebetswort und politischem Urteil. Der Friede und die Ordnung
  14. "Vaccine Amen"
  15. Vatikan fordert umfassenden Zugang zu Recht für Frauen

Warum halten wir das zurück?

13. Juni 2024 in Österreich, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Wenn eine Kirche in Gmunden in der Diözese Linz für ein Clubfestival der "Heiligen Hydra" "verliehen" wird, sorgt das für Kontroversen. Dabei könnte es eine Chance für Mission sein. Ein Kommentar von Petra Knapp.


Linz (kath.net / pk) Ein Format an der Schnittstelle zwischen Clubkultur, Religion und Gesellschaft, das ist der Verein „Heilige Hydra“. Seit 2018 veranstaltet sie einmal jährlich ein zweitägiges Event in einem Kirchenraum. Aus dem Gotteshaus werden Bänke herausgeräumt, es wird komplett neugestaltet, Installationen, zeitgenössischer Tanz und Rave sind wesentliche Elemente des Events.

Interessanterweise spüren Menschen die Sakralität eines Gebäudes, und sie wertschätzen es. Wer sich die Dokumentation des „Holy Hydra“-Event 2020 in Linz anschaut, der wird überrascht sein. Es bedeutet den Initiatoren viel, dass ihr Event nicht in einer „entweihten“ Kirche stattfindet, sondern in einer echten, lebendigen Kirche, in der auch sonntags Gottesdienst gefeiert wird.


Das Spannende sei, dass der Kirchenraum „nicht entweiht ist, sondern eine Kirche ist, die regulär in Betrieb ist“, sagt eine der Initiatorinnen in der Doku. Das habe einen „viel, viel größeren Spannungswert“, „das ist eine ganz andere Metaebene, als wenn es eine Kirche wäre, die leer steht“. Übersetzt heißt das: Die Gegenwart des lebendigen Gottes ist in einer Kirche spürbar – für alle, egal ob sie Gott kennen oder nicht.

Die Veranstalter gehen sogar noch einen Schritt weiter. Sie vermuten, dass durch ein solches Event auch Leute, „die gedanklich mit der Kirche abgeschlossen haben“, die Kirche neu entdecken können, „dass wir die Menschen sanfter stimmen, die schon mit der Kirche abgeschlossen haben“.

Das klingt fast schon nach Mission, einer Einladung, die Kirche neu zu entdecken. Und hier ist das Manko an der Geschichte. Hier missionieren nicht jene, die an Jesus glauben, nicht sie erzählen vom Grund ihrer Hoffnung, von der Kraft, die sie aus dem Glauben bekommen. Warum nicht? Warum halten sie das zurück?

Jeder Christ ist täglich herausgefordert, seinen Glauben zu leben und zu bekennen. Ein solches Event wäre eine geniale Möglichkeit, Menschen von Jesus zu erzählen. Denn diese wunderbare Atmosphäre – hinter der steht der auferstandene Jesus! Er ist hier zu spüren. Er ist der Herr eines jeden Gotteshauses. Wer spricht von ihm?

Menschen lechzen danach, dass ihr unruhiges Herz Frieden findet. Wenn ich schon ein Gotteshaus öffne für ein solches Event, dann muss ich den Menschen auch Jesus bringen, die Tore offenhalten, sie einladen wieder zu kommen, Flyer mit niederschwelligen Glaubenskursen wie ALPHA bereithalten und verteilen, einladen zu coolen Events wie KEY2LIFE oder zur MEHR. Das wäre ein echter Gewinn. Das ist die Kirche jedem Menschen schuldig, der ein Gotteshaus betritt. Das ist keine aufdringliche Mission sondern ein Geschenk.

 

Kontakt Bischof Scheuer: https://www.dioezese-linz.at/bischof-scheuer

 

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDE-DEADLINE DIESE WOCHE - 25. MÄRZ!!!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  4. Botschaft von Papst Leo zum 10. Jahrestag des nachsynodalen Apostolischen Schreibens Amoris Laetitia
  5. Pater Dietrich von Stockhausen überreicht Papst Leo XIV. Hesemanns aktuelle Studie über Heroldsbach
  6. Peinlich - Deutsche Protestanten glauben mehrheitlich nicht an den dreieinigen Gott
  7. Der entschärfte Gott
  8. "Die Zahl der Seminaristen ist im Bistum Chur leider sehr klein geworden"
  9. Panik in Magdeburg
  10. 'Erzieherischer Unterton': Harald Schmidt rechnet mit Tagesthemen und Heute Journal ab
  11. Brasilien: 26-jähriger Seminarist stirbt – hinterlässt beeindruckendes geistliches Testament
  12. Ein Champion am Galgen – und die Welt sieht weg
  13. Katholische US-Historikerin Bronwen McShea schreibt über „die Frauen, die der Vatikan vergaß“
  14. Eine wundertätige Medaille für Priscilla Presley
  15. DBK kritisiert ZDF-Kinderformat „Logo“ wegen Christentum-Beitrag

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz