Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. So nicht, Mr. Präsident!
  2. Vorstoß im Bundestag: AfD fordert Ende der Staatsleistungen für Kirchen
  3. Wenn der Funktionär den Bischof ersetzt
  4. Wer dir beim letzten Atemzug beisteht
  5. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  6. "Man hätte also Hitler gewähren lassen sollen?" - Trump-Leo-Streit eskaliert
  7. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  8. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  9. Phil Lawler: Die Kontroverse zwischen Trump und Papst Leo ging von Washington aus
  10. Burke: Ein anhaltender Clash zwischen Papst Leo und Trump? „Das ist übertrieben“
  11. Italien: Seligsprechungsverfahren für Teenager eröffnet
  12. Schwedischer Kirchenhistoriker: Viele junge Menschen wollen katholisch werden, besonders Männer
  13. Setzt euer Vertrauen nicht in Prinzen!
  14. Trump gegen Papst Leo: Wenn Weltpolitik auf das „Heilige“ trifft
  15. Marsch für das Leben München – Unterstützung von Bischof Barron, Schweigen von Marx und Wilmer

Albanische Märtyrer-Priester vor Seligsprechung

22. Juni 2024 in Chronik, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Anerkennung des Martyriums von Luigi Paliq und Gjon Gazulli durch den Papst


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Die katholische Kirche in Albanien bekommt schon bald zwei neue Selige. Papst Franziskus hat den Tod der beiden Priester Luigi Paliq und Gjon Gazulli als Martyrium anerkannt, geht aus einem Bericht des Portals "Vatican News" vom Freitag hervor. Beide wurden zu Beginn des 20. Jahrhunderts ermordet. Offiziell wurde die Anerkennung bei der am Vortag gewährten Audienz für den Präfekten des Dikasteriums für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse, Kardinal Marcello Semerano.
Paliq wurde 1877 im Kosovo geboren und wuchs in einer katholischen Familie auf. 19-jährig trat er in Italien in den Franziskanerorden ein, wo er 1901 zum Priester geweiht und später in seine Heimat zurückgeschickt wurde. Ab 1912 war er in einem nach dem ersten Balkankrieg von Montenegro besetzten Gebiet tätig, dessen Bewohner - albanische Katholiken und Muslime - zur Konversion zur Orthodoxie gezwungen wurden. Paliq hielt die Menschen an, trotz der Risiken ihren Überzeugungen treu zu bleiben, wofür er im März 1913 verhaftet und im Gefängnis geschlagen, gefoltert und am 7. März von montenegrinischen Soldaten getötet wurde.

Gazulli wurde 1893 im albanischen Dajc geboren und 1919 zum Priester geweiht, woraufhin er als Pfarrer in verschiedenen Gemeinden tätig war. Eine seiner vielen Initiativen war die Gründung einer pfarrlichen Schule für den katholischen Religionsunterricht, welche das autoritäre Regime von Staatspräsidenten Ahmet Zogu beunruhigte. Bedrohungen zum Trotz entschied er sich - anders als viele Priester - zum Verbleib in Albanien. Ende 1926 wurde er verhaftet, da man ihm die Behinderung der gemeinsamen Erziehung von Muslimen und Christen vorwarf.

Im Gefängnis widerstand Gazulli Folter und Schikanen und blieb seinem Glauben treu. Schließlich machte man ihm einen Scheinprozess, befand ihn aufgrund falscher Anschuldigungen für schuldig und hängte ihn am 5. März 1927 auf dem Platz von Scutari. Sein Ruf als Märtyrer verbreitete sich schnell, auch unter Nicht-Katholiken. Wie es aus dem Vatikan hieß, sei er "aus Hass auf den Glauben" getötet worden.

Auch mehrere päpstliche Anerkennungen für "heldenhafte Tugenden" gab es bei der Audienz für Kardinal Semerano: Etwa die des Franziskaners P. Isaia Columbro (1908-2004), der Ordensgründerin Maria Costanza Zauli (1886-1954), die beide aus Italien stammen, sowie von zwei Spanierinnen: Der einem Säkularinstitut angehörenden Ascensión Sacramento Sánchez Sánchez (1911-1946) und der Ordensfrau Vicenta Guilarte Alonso (1879-1960).


Copyright 2024 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
(www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Wer dir beim letzten Atemzug beisteht
  2. So nicht, Mr. Präsident!
  3. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  4. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  5. "Man hätte also Hitler gewähren lassen sollen?" - Trump-Leo-Streit eskaliert
  6. Wenn der Funktionär den Bischof ersetzt
  7. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  8. Bischof: „Bin durch diese Äußerungen von Staatsanwälten und Richtern verletzt. Das ist Hassrede“
  9. Sängerin Nina Hagen bereut ihre Abtreibungen
  10. "Derselbe Polarstern"
  11. Hamburger Staatsanwaltschaft ermittelt gegen christlichen YouTuber
  12. Der unerklärte Formatwechsel beim Konsistorium der Kardinäle im Januar
  13. Phil Lawler: Die Kontroverse zwischen Trump und Papst Leo ging von Washington aus
  14. Vorstoß im Bundestag: AfD fordert Ende der Staatsleistungen für Kirchen
  15. Papst Leo gegen Präsident Trump – Was steckt dahinter?

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz