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Gesetz gegen ‚Hassrede’ in Irland könnte weltweite Internetzensur zur Folge haben

1. Juli 2024 in Chronik, 2 Lesermeinungen
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Etliche große Plattformen wie X und Facebook haben ihre internationalen Zentralen in Irland und könnten von dem Gesetz betroffen sein, warnt Michael Shellenberger.


Dublin (kath.net/ADF/jg)
Das in Irland geplante Gesetz gegen „Hassrede“ könnte „das gesamte Internet zensurieren“, warnt Autor und Journalist Michael Shellenberger. Bereits jetzt ist einer von vier Iren wegen der Einschränkung der Redefreiheit besorgt, wie eine aktuelle Umfrage ergeben hat.

In einer Rede vor dem irischen Parlament sagte Shellenberger im Juni, es gebe „keine Hass-Krise in Irland“. Er sieht die Beweggründe für die „Zensur“ in einer „Panik der Eliten“, deren Anliegen es sei, offene Diskussionen in der Bevölkerung Irlands zu unterbinden.

Laut dem Gesetzesentwurf wäre der Besitz (zur Verbreitung) von Material, das in Irland zu „Hass“ führen könnte, ein Vergehen. Die Strafe soll bis zu fünf Jahre Haft betragen.


Der Gesetzesentwurf würde auch Auswirkungen auf das Recht bestimmte Ansichten in den sozialen Medien zu teilen haben. Diese Folgen wären weltweit zu spüren, weil der internationale Hauptsitz großer Plattformen wie X und Facebook in Irland liegt. Die Geschäftsführer könnten von den irischen Behörden zur Verantwortung gezogen werden, wenn auf ihren Plattformen nicht näher definierte „Hassrede“ zu finden ist.

Wörtlich sagte Shellenberger: „Die Welt sieht auf Irland. Das Zensurgesetz gegen ‚Hassrede’ würde, wenn es beschlossen wird, Diskussionen nicht nur national unterbinden – als Sitz der Zentralen verschiedener internationaler sozialer Medien hätte es globale Auswirkungen darauf, was wir alle online diskutieren können.“

„Ein umfassendes Verbot nicht definierten ‚Hasses’ gibt den Behörden die Macht zu bestimmen welche Ansichten ausgesprochen werden dürfen. Die Weltgeschichte warnt uns, dass solche Macht leicht missbraucht werden kann“, warnte Shellenberger.

Am gleichen Tag hielt er eine Rede beim „Ireland Free Speech Summit“, einer Veranstaltung zur Verteidigung der Redefreiheit in Irland. Das Ziel des Gesetzesentwurfs könnte es sein, das gesamte Internet zu zensurieren, sagte er. Der Gesetzesentwurf enthalte keine klare Definition, was unter „Hass“ zu verstehen sei. Dies könnte der Strafverfolgung einer ganzen Reihe unerwünschter Meinungen zur Folge haben, die den Behörden nicht passen.

Die Redefreiheit macht der irischen Bevölkerung bereits jetzt Sorgen. Laut einer Umfrage, die von Alliance Defending Freedom (ADF) in Auftrag gegeben wurde, sagt einer von vier Iren, dass er sich bei der Äußerung seiner Ansichten und Meinung in sozialen Umfeldern wie Pubs oder dem Arbeitsplatz eingeschränkt fühlt. 90 Prozent gaben an, dass die Redefreiheit für sie „sehr wichtig“ sei.


© Foto Michael Shellenberger: ADF

 


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Lesermeinungen

 Karlmaria 1. Juli 2024 

Es gibt nur zwei Geschlechter

Das könnte man als eine Tatsachenbehauptung ansehen wo es nicht gegen eine bestimmte Person geht. Das ist ja das Problem dass nicht genau definiert ist was eigentlich eine Hassrede ist. Ich schreibe zum Beispiel gerne: Gott macht das Klima. Das wird normalerweise auch in weltlichen Medien freigeschaltet. Das geht natürlich wenn man das etwas weiter denkt schon gegen bestimmte Personen. Aber zunächst ist es ja einmal eine Tatsache die man so sehnen kann. Bei der Hassrede ist eben das Problem das ich irgendwie als das Fußball Trainer Syndrom bezeichnen würde: Dass es Millionen selbsternannter Fußballtrainer gibt die alles besser wissen als der eigentliche Trainer. Weil Gott die menschliche Natur kennt und weiß wie das so läuft hat Gott schon tausend Jahre vor Christus geboten dass man an seiner Regierung nicht so viel herumkritisieren soll. Wobei ich eben denke wenn Gott das zu den Gläubigen sagt ist das etwas anderes als wenn der Staat das - eventuell mit Tendenz - kontrollieren will!


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 Uwe Lay 1. Juli 2024 
 

Was ist eine Haßbotschaft?

Es ist wohl keine Übertreibung, wenn ich vermute, daß unter "Haßreden" scharf formulierte Kritiken der Regierungspolitik und Verstöße gegen die Politische Korrekteit verstanden werden. In Deutschland wurde schon ein Fußballverein zu einer Geldstrafe verurteilt, weil er ein Fantransparent: "Es gibt nur 2 Geschlechter" nicht entfernte. Das war eine Haßbotschaft!
Uwe Lay Pro Theol Blogspot


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