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„Crux“: Biden-Regierung in Nigeria wegen Bericht zur Religionsfreiheit „unter Feuer“

vor 4 Tagen in Weltkirche, keine Lesermeinung
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Katholische US-Nachrichtenwebsite: „laut einem Bericht von Open Doors 2023 kommen neun von zehn getöteten Christen weltweit aus Nigeria“, aber der US-Bericht zur Religionsfreiheit erwähnt das nicht.


Yaoundé/Kamerun (kath.net) US-Präsident Joe Biden und seine Regierung sind in Nigeria wegen des jüngsten Berichts des Außenministeriums zur Religionsfreiheit in der Welt unter Feuer - also unter schwere Kritik - geraten. Christliche Führungspersönlichkeiten sind verärgert, dass Nigeria in dem Bericht nicht in die Beobachtungsliste der „Länder von besonderem Interesse“ (CPC) aufgenommen wird, in der jene Länder aufgeführt sind, die „besonders schwere Verstöße gegen die Religionsfreiheit“ begangen oder toleriert haben. Das berichtet das katholische US-Nachrichtenportal „Crux“.

Crux schildert weiter: Nigeria hat eine Bevölkerung von 230 Millionen Menschen, die fast gleichmäßig auf Christen, hauptsächlich im Süden, und Muslime, hauptsächlich im Norden, verteilt sind. Nigeria hat mittlerweile den berüchtigten Ruf, den schlimmsten Christenverfolger der Welt zu haben. Laut „Global Christian Relief“ werden in dem Land jedes Jahr mindestens 4.000 Christen getötet.

„Es ist niederschmetternd zu hören, dass die Biden-Regierung die verfolgte Kirche in Nigeria erneut enttäuscht hat“, sagte Pfr. Moses Lorapuu, Kommunikationsdirektor und Generalvikar der katholischen Diözese Makurdi im nigerianischen Bundesstaat Benue. Loparuu stellt, so die Darstellung von „Crux“, weiter fest: Der US-Bericht erkenne zwar den Anstieg von Angriffen, Morden und Entführungen an, die alle zu einem „Klima der Angst und Vertreibung“ unter der christlichen Bevölkerung führen. Allerdings scheut sich der bericht davon, Nigeria als ein Land von besonderem Interesse für die Frage der Religionsfreiheit zu bezeichnen. Das Argument dafür sei, dass „es schwierig war, viele Vorfälle als ausschließlich oder sogar hauptsächlich auf religiöser Identität beruhend zu kategorisieren, da Fragen der Religion, Ethnizität, Land- und Ressourcenkonkurrenz und Kriminalität oft eng miteinander verbunden“ seien.


Doch laut einem Bericht der christlichen Wohltätigkeitsorganisation „Open Doors“ aus dem Jahr 2023 kommen neun von zehn getöteten Christen weltweit aus Nigeria.

Ein Bericht der „International Society for Civil Liberties and the Rule of Law“ (Intersociety) aus dem Jahr 2023 besagt, dass seit 2009 mindestens 52.250 nigerianische Christen ermordet wurden. Seit 2009 wurden außerdem 18.000 christliche Kirchen und 2.200 christliche Schulen in Brand gesteckt. Ungefähr 34.000 gemäßigte Muslime starben ebenfalls bei islamistischen Angriffen.

Emeka Umeagbalasi, Vorstandsvorsitzender von Intersociety, kann nicht verstehen, warum der Bericht des US-Außenministeriums diese Statistiken übersieht. Er wisse nicht, woher das Außenministerium seine Statistiken beziehe, sagte Emeka gegenüber Crux.

„Wir sind weiterhin ernsthaft besorgt über das Versäumnis der US-Regierung, die Morde an Christen in Nigeria anzuprangern. Dies ist dieselbe Regierung der Vereinigten Staaten, die den International Freedom of Religion Act von 1998 erlassen hat, und dennoch hat die Regierung es versäumt, sich zu äußern, sie hat die wahre Lage in Nigeria kontinuierlich verdreht“, erklärte er.

Emeka warf der Biden-Regierung vor, mit einem „abtrünnigen“ nigerianischen Regime Politik zu machen, das „heimlich die Morde und Brandstiftungen unterstützt und begünstigt“. „Die Morde wurden in Nigeria zur Staatspolitik erhoben. Die Biden-Regierung hat es in Nigeria mit einer abtrünnigen Regierung zu tun.“

Er fügte hinzu, dass die derzeitige US-Regierung nur dann dazu gebracht werden könne, etwas gegen die Christenverfolgung in Nigeria zu unternehmen, wenn sie die Christenverfolgung in Nigeria zu einem Wahlkampfthema mache, wenn das Land im November auf die Wahlen zusteuert.

Pfr. Moses Lorapuu sagte, das Christentum werde in Nigeria trotz der Verfolgung und trotz der „Heuchelei“ der Vereinigten Staaten, die stolz darauf seien, ein Leuchtfeuer der Freiheit in der Welt zu sein, weiter wachsen. „Das Blut der Märtyrer bleibt der Samen des Christentums!“, erinnerte er. „Die Hoffnung, dass die Qualen, die diese sinnlosen Massaker und die Zerstörung des Eigentums einer bereits verarmten ländlichen Bevölkerung mit sich brachten, ein Ende finden würden, wird für einen Moment zunichte gemacht, aber wir werden unseren Blick zum Himmel richten.“

„Solange die Führung dieses Landes in den Händen derer bleibt, die an der Verfolgung beteiligt sind, wird es für die Christen keine Gerechtigkeit geben. Relativistische Euphemismen wie ‚kommunale Zusammenstöße‘ sind politische und wirtschaftliche Rettungsleinen für einen christlichen Westen, dem das Leid des christlichen Südens egal ist“, erläuterte der Generavikar der Diözese.

Archivfoto: Präsident Biden legt seinen Amtseid auf die Bibel ab


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