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Papst entsendet Kardinal Parolin in die Ukraine

14. Juli 2024 in Chronik, 1 Lesermeinung
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Parolin wird am 21. Juli Gottesdienst im Karmeliterkloster in Berdytschiw feiern.


Vatikanstadt (kath.net/ KAP)
Das Karmeliterkloster in Berdytschiw ist für die Katholiken in der Ukraine seit 2011 nationaler Wallfahrtsort. Nun wird dort um Frieden gebetet, und der Papst sendet einen seiner wichtigsten Kardinäle dorthin: Papst Franziskus hat seinen Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin als Sonderdelegaten zur diesjährigen Marienwallfahrt ins Karmeliterkloster geschickt. In einem am Samstag veröffentlichten Brief in lateinischer Sprache schreibt der Papst, das Kloster mit seinem von vielen Menschenverehrten Marienbild sei seit rund 400 Jahren das Ziel großer Pilgerscharen aus der ganzen Ukraine.
Nun wüte der Krieg, und besonders in dieser Zeit pilgerten viele Menschen dorthin und beteten um Frieden. Die Wallfahrt, an der Tausende Pilger teilnehmen, endet am 21. Juli mit einem feierlichen Gottesdienst, den Parolin leiten soll.
Um die Gläubigen zu stärken, entsende er auf Bitten der Bischöfe sowie des Nuntius in der Ukraine als "herausragenden Kardinal" seinen Staatssekretär Parolin, so der Papst. Wörtlich heißt es in dem Schreiben: "Wir entsenden Dich, unseren verehrungswürdigen Bruder, der du das Amt des Staatssekretärs weise ausübst und uns auf einzigartige Weise bei der Ausübung des Petrusamtes hilfst."


Das festungsartige Kloster von Berdytschiw wurde von 1634 bis 1642 errichtet. Es liegt wesentlich weiter östlich als die katholischen Hochburgen in der Westukraine. Die dort verehrte Marienikone zog zunächst vor allem polnischsprachige Katholiken im Westen der heutigen Ukraine an.
Nach der Teilung Polens kam das Kloster zu Russland und wurde mehrere Male zerstört und wieder aufgebaut. In Sowjetzeiten starb der letzte dort lebende Mönch 1926. Mit der Unabhängigkeit der Ukraine 1991 wurde es der katholischen Kirche zurückgegeben und zu neuem Leben erweckt. Papst Johannes Paul II. besuchte das Kloster bei seiner historischen Ukraine-Reise im Jahr 1998.

Copyright 2024 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten

 


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