Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Piusbruderschaft kritisiert ‚Doppelmoral‘ nach Verweigerung des Zutritts zur Basilika in Assisi
  2. 'Denn es wird nicht zu dem kommen, was diese Lügner versprechen.'
  3. Jesuitenpater Thomas Reese mit irrer Aussage: ‚Warum ich die alte lateinische Messe hasse‘
  4. Dann sollen sie doch in die Hölle gehen
  5. ‚Synodalität – ein Wort ohne Begriff? Ein erfundenes Narrativ macht Karriere
  6. Kardinal Müller: „Muslime respektieren kein schwaches Christentum, das sich des Kreuzes schämt“
  7. Kardinal Burke: Sexuelle Unmoral heute erinnert an Sodom und Gomorrha
  8. Eine vergiftete Unterstützungserklärung
  9. Während Messfeier mit Erstklässlern: Bengalisches Feuer in katholische Kirche geworfen
  10. 'Gott, hilf mir. Jesus, hilf mir. Seid ihr Jungs bereit? Let’s Roll'
  11. ‚Das Exil von Pater Edmund‘
  12. Wundersame Heilung, eine Marienerscheinung und Berufung mit 4 Jahren
  13. Tantum ergo Sacramentum
  14. Nigeria: Bischöfe schlagen nach erneuten Massakern Alarm
  15. 'Ich würde mir gerne Sorgen machen, aber ich mache mir keine'

Britische Polizei zahlt Katholikin 13.000 Pfund für unrechtmäßige Festnahme wegen stillem Gebet!

20. August 2024 in Prolife, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Polizei räumte ein, dass Isabel Vaughan-Spruce zweimal zu Unrecht festgenommen wurde – Polizei räumt außerdem ein: Freiheitsberaubung, Körperverletzung und Tätlichkeiten im Zusammenhang mit einer aufdringlichen Durchsuchung usw.


London (kath.net/pl) Das ist ein Paukenschlag: Die britische Polizei hat der Katholikin Isabel Vaughan-Spruce, die zu Unrecht festgenommen worden war, weil sie vor einer Abtreibungsklinik still gebetet hatte, 13.000 Pfund Entschädigung (ca. 14.000 Euro) gezahlt. Das berichten der „Catholic Herald“ und weitere Medien.

Die Polizei der West Midlands räumte ein, dass Vaughan-Spruce zweimal zu Unrecht festgenommen worden war. Die Polizei räumt dabei ein: Freiheitsberaubung, Körperverletzung und Tätlichkeiten im Zusammenhang mit einer aufdringlichen Durchsuchung, einer Verletzung ihrer Menschenrechte und der belastenden Kautionsauflagen, die man ihr auferlegte.

Die Auszeichnung wird von Alliance Defending Freedom (ADF) UK, der Rechtsgruppe, die Frau Vaughan-Spruce unterstützte, als großer Sieg für die Meinungsfreiheit in dem ersten Fall eines „Gedankenverbrechens“ seit Jahrhunderten im Vereinigten Königreich gefeiert.

Vaughan-Spruce stellt fest: „Stilles Gebet ist kein Verbrechen. Niemand sollte allein für die Gedanken verhaftet werden, die er im Kopf hat – und doch ist mir das zweimal durch die West Midlands Police passiert, die mir ausdrücklich sagte, dass Beten eine Straftat sei. „Für Orwells ‚Gedankenpolizei‘ ist im Großbritannien des 21. Jahrhunderts kein Platz, und dank der rechtlichen Unterstützung, die ich von ADF UK erhalten habe, freue ich mich, dass die Einigung, die ich heute erhalten habe, dies anerkennt.“ Allerdings sei sie „trotz dieses Sieges zutiefst besorgt, dass sich dieser Verstoß durch andere Polizeikräfte wiederholen könnte“, zitiert der „Catholic Herald“.


Die Lebensschützerin fügt hinzu: „Unsere Kultur bewegt sich in Richtung einer Einschränkung der Meinungsvielfalt, wobei christliches Denken und Beten zunehmend von Zensur bedroht ist. Die Regierung wird in Kürze eine ‚Pufferzonen‘-Politik einführen – deren Formulierung von Natur aus unklar ist und wahrscheinlich zu weiteren Verstößen gegen die Freiheit des Betens oder friedlichen Redens oder des Anbietens von Hilfe in der Nähe von Abtreibungseinrichtungen führen wird.“

Vaughan-Spruce wurde erstmals im November 2022 verhaftet, weil sie in einer „Pufferzone“ rund um eine Abtreibungsklinik in der Station Road in Birmingham gebetet hatte, doch ihr Fall wurde im Februar 2023 von einem Richter abgewiesen. Wochen später wurde sie erneut verhaftet, als sie in der durch eine Schutzanordnung für öffentliche Räume geschaffenen Zone still betete. In einem Video, das viral ging, hört man einen Beamten, der Frau Vaughan-Spruce sagt: „Sie haben gesagt, Sie hätten gebetet, und das ist die Straftat.“

Auch andere Personen waren bereits wegen stillem Gebet vor Abtreibungseinrichtungen verhaftet worden, darunter auch der katholische Priester Fr. Sean Gough-

Sogar eine Kommission der US-Regierung (!) kritisierte später Großbritannien wegen der Festnahmen von Frau Vaughan Spruce, wobei die US-Kommission für internationale Religionsfreiheit der Polizei vorwarf, „Personen wegen ihres friedlichen religiösen Ausdrucks ins Visier zu nehmen“.

Foto: Fr. Sean Gough und Isabel Vaughan-Spruce mit Unterstützern (c) Isabel Vaughan-Spruce/Twitter


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Robert Bellarmin SJ – De gemitu columbae
  3. Eine Million Menschen zu Papstbesuch in Frankreich erwartet
  4. „Maria ist eine historische Gestalt, eine für Gott unendlich offene Person, eine Tochter Israels“
  5. Wollte gestohlenes Bild von Jesus zurückholen: Lebensschützer bei Marsch für das Leben verhaftet
  6. 'Denn es wird nicht zu dem kommen, was diese Lügner versprechen.'
  7. Buenos Aires macht Papstbesuch zum Feiertag
  8. Vatikan prüft Seligsprechungsprozess für spanisches Ehepaar
  9. Wundersame Heilung, eine Marienerscheinung und Berufung mit 4 Jahren
  10. Britisches Parlament stoppt Gesetz zur assistierten Sterbehilfe
  11. Zu jedem Zeitpunkt werden auf der Welt ungefähr 8.000 bis 9.000 Messen gefeiert
  12. Scharfe Kritik von Birgit Kelle an Leihmutterschaftsentschuldigung von Jens Spahn
  13. Kardinal Aveline: Motto von Leos Frankreichreise hat auch mit dem Lebensschutz zu tun
  14. Tantum ergo Sacramentum
  15. Jesuitenpater Thomas Reese mit irrer Aussage: ‚Warum ich die alte lateinische Messe hasse‘

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz