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Not der ukrainischen Kriegsopfer und Flüchtlinge wieder in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit rücken

22. August 2024 in Deutschland, 2 Lesermeinungen
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Kardinal Woelki nach Ukraine-Reise: „Ich bin weder Politiker noch Militär. Ich möchte die Not der Kriegsopfer und Flüchtlinge wieder in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit rücken. Sie wird angesichts der vielen Militärfragen leider oft vergessen.“


Köln (kath.net/pek) Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki ist am Montag, 19. August, von seinem sechstägigen Solidaritätsbesuch in der Ukraine zurückgekehrt. Zum Abschluss appellierte er an die Öffentlichkeit, die humanitäre Notlage in der Ukraine wieder in den Mittelpunkt zu rücken: „Ich bin weder Politiker noch Militär. Ich möchte die Not der Kriegsopfer und Flüchtlinge wieder in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit rücken. Sie wird angesichts der vielen Militärfragen leider oft vergessen“, so Kardinal Woelki.

Bewegende Begegnungen

Die Eindrücke, die Kardinal Woelki auf der Reise in den Begegnungen mit den Menschen gewonnen hat, sind zahlreich und nachhaltig. Er ist mit Kriegsopfern und Trauernden zusammengetroffen, mit Überlebenden von Angriffen, mit Menschen, die in der Not helfen, und Menschen, die weiter kämpfen wollen. Er hat die angespannte Atmosphäre wahrgenommen, die der Kriegszustand hervorruft, aber auch Momente der Hoffnung erlebt – wie die Segnung eines frisch vermählten Brautpaares oder das Singen mit Kindern in einem Schutzraum bei Raketenalarm. An mehreren Stellen konnte Kardinal Woelki erleben, dass finanzielle Hilfen des Erzbistums Köln konkrete Unterstützung für das Leben der Menschen vor Ort bieten. Eng sind die Kontakte zu Gläubigen, Priestern und Ordensleuten der römisch-katholischen sowie der griechisch-katholischen Kirche.


Sehnsucht nach Frieden und Freiheit

„Die meisten wollen einfach nur, dass dieser Krieg aufhört“, berichtete Woelki bei Domradio.de nach zahlreichen Gesprächen in der Ukraine. Frieden und Freiheit seien die großen Sehnsüchte der Menschen, die er in den Städten Lwiw (Lemberg) und Kiew getroffen hat. Der Frieden stehe dabei ganz oben, aber die Freiheit, verstanden als Unabhängigkeit und Souveränität des Landes, sei ebenso bedeutsam. In Lwiw sagte der Kölner Erzbischof in einer Predigt vor den Studentinnen und Studenten der Ukrainisch-Katholischen Universität (UCU): „Ich möchte mit Ihnen von anderen Zeiten träumen. Von Zeiten des Friedens. Von Frieden, aber einem gerechten Frieden. Von Frieden, aber einem Frieden in Freiheit.“

Traumatisierte Menschen

Ein besonders bewegendes Erlebnis für Kardinal Woelki war die Teilnahme an einer Trauerfeier für drei gefallene Soldaten in der Garnisonskirche St. Peter und Paul in Lemberg, bei der er spontan auch die Predigt hielt. „Die Trauerfeier werde ich nicht mehr vergessen. Die Bilder haben sich tief in meine Seele eingeprägt. Die Menschen haben sich festgehalten und versucht, sich gegenseitig Halt zu geben. Die Tränen der Mütter und Witwen – das bewegt mich zutiefst“, berichtete Woelki im Gespräch mit einer Nachrichtenagentur.

„Waffen schaffen letztlich keinen Frieden“

Kardinal Woelki will in der Öffentlichkeit das Leiden und die Bedürfnisse der Menschen in der Ukraine weiterhin thematisieren. Denn „wenn sich der Krieg in der Ukraine weiter ausweiten sollte, müssen wir mit über zehn Millionen zusätzlichen Flüchtlingen in Europa rechnen“, so Woelki. Und weiter: „Ich persönlich bin davon überzeugt, dass Waffen letztlich keinen Frieden schaffen. Und ich bin als Glaubender und als Bischof davon überzeugt, dass die stärkste Waffe in diesem Kampf das Gebet ist“.

Seit 1996 hat das Erzbistum Köln über die Diözesanstelle Weltkirche-Weltmission in der Ukraine über 500 Projekte mit knapp 23 Millionen Euro gefördert. Seit dem Beginn des Krieges im Jahr 2022 hat das Erzbistum Köln drei Sonderfonds mit je 500.000 Euro aufgelegt, um auf die akute Notlage schnell reagieren zu können. Daraus wurden bislang (Stand Ende Juli 2024) rund 50 Projekte mit über 1,2 Millionen Euro unterstützt.

Kardinal Woelki ist es wichtig, sich gerade auch in Deutschland für geflüchtete Menschen einzusetzen. So hat er 2014 die „Aktion Neue Nachbarn“ im Erzbistum Köln ins Leben gerufen, die im November dieses Jahres ihr zehnjähriges Jubiläum feiert. Ziele der Initiative sind, die Willkommenskultur für Flüchtlinge zu stärken, deren Integration zu fördern und die Bedarfe von Flüchtlingen stärker in das Bewusstsein zu rücken. Sie nimmt alle Geflüchteten in den Blick, die ins Erzbistum Köln kommen. Weitere Informationen zur Aktion Neue Nachbarn finden Sie unter: www.aktion-neue-nachbarn.de.

Foto: Beim Durchschreiten eines ganzen zerstörten Straßenzugs in Irpin denkt Kardinal Woelki an die Leiden der dort ehemals lebenden Menschen (15.08.2024) (c) Erzbistum Köln/Eberhardt


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Lesermeinungen

 Hope F. 22. August 2024 
 

Vorbildlich

ist die Haltung und das Wirken von Kardinal Woelki. Leider erlebe ich im Bistum Limburg das Gegenteil. Alte und Kranke werden von der kath. Kirche im eigenen Land vergessen. Noch nicht einmal eine Karte zum 95. Geb. Nun schließt die Caritas aus finanziellen Gründen die Kurzzeitpflege/ Verhinderungspflege. Aber auch pflegende Angehörige müssen z. B. Arzttermine wahrnehmen. So werden nicht nur Alte und Kranke von der Gemeinschaft ausgeschlossen sondern auch die, die Nächstenliebe praktizieren und 24 Std. für ihre Angehörigen da sind. Bei Neueindeckung des Kirchendaches werden die Gläubigen zur Kasse gebeten und es wird verschwiegen, daß das Landesamt für Denkmalpflege den überwiegenden Anteil der Kosten trägt. Da muß man sich über die hohen Austrittszahlen nicht wundern.


1
 
 Adamo 22. August 2024 
 

Ukraine-Flüchtlinge und das Gebet ist die stärkste Kraft in dem Verteidigungskampf gegen Putin.

Erinnern wir uns noch:

Auch Deutschland hat ab 1945 deutsche Flüchtlinge aufgenommen die aus dem russisch/polnisch besetzten Schlesien geflüchtet sind.

Und denken wir noch daran wie die deutschen Städte 1945 in Trümmern lagen, genauso wie heute die Ukraine?

Denken wir daran, dass Gott mit dem Gebet für den Frieden uns Christen die stärkste Waffe in die Hand gegeben hat?

Beispiel Österreich für die Wirkung des Gebetes:

Durch ihren Rosenkranzgebetsfeldzug ist Österreich von der russischen Besetzung befreit worden.

Die Aufgabe von uns Christen lautet jetzt:

Beten wir jeden Tag mind. ein Gesätz des Rosenkranzes für den Frieden und für die Abwendung
eines dritten Weltkrieges!


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