Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Die Piusbruderschaft und ihre Einheit mit der Kirche
  2. Piusbrüder lehnen Dialog mit Rom ab und beharren auf Bischofsweihe
  3. Der Tod der Theologie in Deutschland
  4. Erzbistum Paderborn: Hunderte Protest-E-Mails gegen ‚Harry Potter Gottesdienst‘
  5. Kirche im Verfall
  6. Kritik an Kanzler Merz nach Ramadan-Grüßen
  7. Offener Brief an Kardinal Marc Ouellet
  8. Donald Trump und Keir Starmer grüßen Christen am Aschermittwoch, Merz und Van der Bellen die Muslime
  9. Zwei (renommierte und namentlich bekannte) Missbrauchsopfer „blitzen mit ihren Protesten ab“
  10. Früherer Bundestagsvizepräsident Kubicki: „Der ZDF-Skandal muss politische Konsequenzen haben“
  11. Mein Held des Monats: Marco Rubio – Ein Weckruf für das Abendland
  12. THESE: Warum die UNO weg muss!
  13. 'Man kann mit der Begründung, man verteidige die Demokratie, die Demokratie nämlich auch abschaffen'
  14. „Warum bin ich noch in der Kirche?“, fragte der Theologe Joseph Ratzinger bereits 1970
  15. Römische Orientierung statt deutsch-synodale Desorientierung

Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens

25. August 2024 in Aktuelles, 9 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus: Nur durch Jesus erfahren die Jünger die Fülle des Lebens, die sie suchen, jenseits der Grenzen der Sünde und sogar des Todes. 'Die Kirchen dürfen nicht angetastet werden': gegen Kirchenverbot in der Ukraine. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Angelus mit Papst Franziskus am einzwanzigsten Sonntag im Jahreskreis: „Da fragte Jesus die Zwölf: Wollt auch ihr weggehen? Simon Petrus antwortete ihm: Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens. Wir sind zum Glauben gekommen und haben erkannt: Du bist der Heilige Gottes“.

Das Evangelium des Sonntags (Joh 6,60-69) berichte von der berühmten Antwort des heiligen Petrus, der zu Jesus sage: „Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens“ (Joh 6,68). Es sei dies ein schöner Satz, der von der Freundschaft und dem Vertrauen zeuge, die ihn und die anderen Jünger mit Christus verbänden.

Petrus spreche ihn in einem kritischen Augenblick aus. Jesus „hat gerade eine schwierige Rede beendet, in der er sagte, er sei das ‚Brot, das vom Himmel herabgekommen ist‘: eine Sprache, die für die Menschen schwer zu verstehen ist, und viele, auch Jünger, haben ihn verlassen“.


Die Zwölf dagegen nicht. Sie seien geblieben, weil sie in ihm „Worte des ewigen Lebens“ gefunden hätten. Sie hätten ihn predigen gehört, „sie haben die Wunder gesehen, die er getan hat, und sie teilen weiterhin öffentliche Momente und die Intimität des täglichen Lebens mit ihm“.

Sie verstünden nicht immer, was der Meister sage und tue. Manchmal falle es ihnen schwer, die Paradoxe seiner Liebe zu akzeptieren, die extremen Forderungen seiner Barmherzigkeit, die Radikalität seiner Art, sich allen zu schenken. Die Entscheidungen Jesu gingen oft über die übliche Mentalität, über den Kanon der institutionellen Religion und der Traditionen hinaus, dies bis hin zu provokanten und peinlichen Situationen: „Es ist nicht leicht, ihm zu folgen“.

Doch unter den vielen Lehrern jener Zeit fänden Petrus und die anderen Apostel nur in ihm die Antwort auf den Durst nach Leben, nach Freude, nach Liebe, der sie beseele. Nur durch ihn „erfuhren sie die Fülle des Lebens, die sie suchten, jenseits der Grenzen der Sünde und sogar des Todes“. Deshalb gingen sie nicht weg: „alle bis auf einen werden trotz vieler Abstürze und Reue bis zum Ende bei ihm bleiben“.

Das gehe auch uns an. Es sei auch für uns nicht leicht, dem Herrn nachzufolgen, seine Handlungsweise zu verstehen, seine Kriterien und seine Beispiele zu unseren eigenen zu machen. Doch je näher wir ihm seien - „je mehr wir uns an sein Evangelium halten, seine Gnade in den Sakramenten empfangen, in seiner Gesellschaft im Gebet verweilen, ihn in Demut und Nächstenliebe nachahmen“ -, desto mehr erführen wir die Schönheit, ihn als Freund zu haben, zu erkennen, dass er allein die „Worte des ewigen Lebens“ habe.

So sollten wir uns fragen: „Wie sehr ist Jesus in meinem Leben präsent? Wie sehr lasse ich mich von seinen Worten berühren und provozieren? Kann ich sagen, dass sie auch für mich ‚Worte des Lebens‘ sind?“.

Nach dem Angelus wandte sich der Papst auch gegen das gesetzliche Verbot der russisch-orthodoxen Kirche, das jüngst in der Ukraine beschlossen worden war:

"Wer wirklich betet, betet immer für alle. Man begeht nichts Böses, weil man betet. Wenn jemand Böses gegen sein Volk begeht, wird er dafür schuldig sein, aber er kann nicht Böses getan haben, weil er gebetet hat. So lasse man diejenigen, die beten wollen, in der Kirche beten, die sie für ihre Kirche halten. Bitte: es soll keine christliche Kirche direkt oder indirekt abgeschafft werden. Die Kirchen dürfen nicht angetastet werden!", so Franziskus. 

Foto (c) Vatican Media

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Einmal im Leben nach ISLAND - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Piusbrüder lehnen Dialog mit Rom ab und beharren auf Bischofsweihe
  4. Die Piusbruderschaft und ihre Einheit mit der Kirche
  5. Der Tod der Theologie in Deutschland
  6. Zwei (renommierte und namentlich bekannte) Missbrauchsopfer „blitzen mit ihren Protesten ab“
  7. Offener Brief an Kardinal Marc Ouellet
  8. Kirche im Verfall
  9. Erzbistum Paderborn: Hunderte Protest-E-Mails gegen ‚Harry Potter Gottesdienst‘
  10. Mein Held des Monats: Marco Rubio – Ein Weckruf für das Abendland
  11. „In unendlicher Liebe durch das Leben geführt“
  12. Donald Trump und Keir Starmer grüßen Christen am Aschermittwoch, Merz und Van der Bellen die Muslime
  13. 'Man kann mit der Begründung, man verteidige die Demokratie, die Demokratie nämlich auch abschaffen'
  14. 'Reiner Bullshit': Macron sorgt mit Attacke auf Meinungsfreiheit für Entsetzen
  15. „Warum bin ich noch in der Kirche?“, fragte der Theologe Joseph Ratzinger bereits 1970

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz