Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vatikan untersagt jährlicher Wallfahrt im Rahmen der überlieferten lateinischen Liturgie den Zutritt
  2. Wenn die Falschbehauptung einer evangelischen Sängerin zum Eklat bei einer Musiksendung führt
  3. Warum bei dem hohen Aufkommen an Bischöfen in Deutschland eine solch vehemente Entchristlichung?
  4. „Drohende Worte von Kardinal Roche: Besucht nicht die überlieferte lateinische Messe!“
  5. Steigende Zahl erwachsener Taufbewerber in ostdeutschen Städten, aber...
  6. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  7. Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn
  8. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  9. Chick-fil-A-Chef stellt klar: Keine Öffnung an Sonntagen – das wird sich nicht ändern
  10. Priester spendete bei Zugunglück in Spanien die Generalabsolution, tröstete Opfer und Angehörige
  11. Am Grab des Petrus – Die diesjährige Romwallfahrt Ad Petri Sedem
  12. Nordische Bischöfe: Europa sucht bei der Migration „nach einem neuen Gleichgewicht“
  13. Wir machen da was mit Medien
  14. Zisterzienserpater Isaak Maria Käfferlein aus Neuzelle: „Getauft sein reicht nicht!“
  15. Neuerlich umstrittene Ehrung durch Kardinal Cupich

Wahre Reinheit - der Gott wohlgefällige Gottesdienst

1. September 2024 in Aktuelles, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus: die wahre Reinheit, die Gott uns schenkt. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Angelus mit Papst Franziskus am zweizwanzigsten Sonntag im Jahreskreis, letzter Angelus vor der längsten Auslandsreise des Pontifikats nach Indonesien, Papua-Neuguinea, Osttimor und Singapur (2.-13. September 2024). Am Vormittag hatte der Papst wie üblich die Basilika Santa Maria Maggiore aufgesucht, wo er im Gebet vor der Ikonen „Salus Populi Romani“ verweilte.

„Der Prophet Jesaja hatte Recht mit dem, was er über euch Heuchler sagte, wie geschrieben steht: Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, sein Herz aber ist weit weg von mir. Vergeblich verehren sie mich; was sie lehren, sind Satzungen von Menschen. Ihr gebt Gottes Gebot preis und haltet euch an die Überlieferung der Menschen“.

Im Evangelium (vgl. Mk 7,1-8.14-15.21-23), spreche Jesus über das Reine und das Unreine: ein Thema, das seinen Zeitgenossen sehr am Herzen gelegen habe und das vor allem mit der Einhaltung von Riten und Verhaltensregeln verbunden gewesen sei, „um jeden Kontakt mit Dingen oder Personen, die als unrein galten, zu vermeiden und, falls dies doch geschah, den ‚Fleck’ zu beseitigen“.


Einige Schriftgelehrte und Pharisäer, die sich streng an diese Regeln hielten, werfen Jesus vor, er habe seinen Jüngern erlaubt, „mit unreinen, d. h. ungewaschenen Händen“ zu essen (vgl. Mk 7,2). Er nutze die Gelegenheit, sie aufzufordern, über die Bedeutung der „Reinheit“ nachzudenken.

Diese sei nicht an äußere Rituale gebunden, sondern in erster Linie an die innere Gesinnung. Um rein zu sein, sei es also nicht nötig, sich mehrmals die Hände zu waschen, wenn man dann böse Gefühle wie Habgier, Neid und Stolz oder böse Absichten wie Betrug, Diebstahl, Verrat und Verleumdung hege. Dies sei ein Ritualismus, der nicht dazu führe, dass man im Guten wachse: „Im Gegenteil, er kann manchmal dazu führen, dass man Entscheidungen und Haltungen, die der Nächstenliebe zuwiderlaufen, die die Seele verletzen und das Herz verschließen, bei sich selbst und bei anderen vernachlässigt oder sogar rechtfertigt“.

Das sei auch für uns wichtig: „Man kann zum Beispiel nicht die heilige Messe verlassen und schon auf dem Kirchhof anhalten, um böse und gnadenlos über alles und jeden zu tratschen. Oder sich im Gebet fromm zeigen, aber dann zu Hause die Familienmitglieder kalt und unnahbar behandeln oder die alten Eltern vernachlässigen, die Hilfe und Gesellschaft brauchen“. Oder man sei scheinbar sehr gerecht zu allen, leiste vielleicht sogar einige freiwillige Arbeiten und philanthropische Gesten, hege dann aber innerlich den Hass gegen andere, verachte die Armen und Geringsten oder verhalte sich unehrlich bei der Arbeit.

Dadurch werde unsere Beziehung zu Gott auf äußere Gesten reduziert. Wir blieben innerlich undurchlässig für die reinigende Wirkung seiner Gnade und verharrten in Gedanken, Botschaften und Verhaltensweisen ohne Liebe. Dafür seien wir nicht geschaffen, sondern für die wahre Reinheit, die Gott uns schenkt.

„Fragen wir uns also“, so Franziskus abschließend: „Lebe ich meinen Glauben konsequent? Verwirkliche ich in meinen Gefühlen, Worten und Taten das, was ich im Gebet sage, in der Nähe und im Respekt gegenüber meinen Brüdern und Schwestern?“.

Foto (c) Vatican Media

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. „Wir werden erwartet“
  2. Glaubensweitergabe im Wandel der Zeit
  3. Nach Anschlag in Paris: Kritik an Macrons Aussage über religiös motivierte Gewalt
  4. Vatikan untersagt jährlicher Wallfahrt im Rahmen der überlieferten lateinischen Liturgie den Zutritt
  5. Fatima-Tag in Berlin
  6. Lucky Luke wird in Jubiläums-Comic zum Heiligen
  7. Die Liebe als Mitte des Glaubens: Das Gebot, das den ganzen Menschen umfasst
  8. Auf den Spuren des Hl. Paulus - Mit Michael Hesemann nach Griechenland
  9. Wenn die Falschbehauptung einer evangelischen Sängerin zum Eklat bei einer Musiksendung führt
  10. Chick-fil-A-Chef stellt klar: Keine Öffnung an Sonntagen – das wird sich nicht ändern
  11. Impuls für Körper und Geist: Kirchensportler empfehlen das Jesus-Gebet
  12. Nordische Bischöfe: Europa sucht bei der Migration „nach einem neuen Gleichgewicht“
  13. Im Licht der Liebe
  14. Gott inmitten von Töpfen und Geschirr
  15. Künstlerin Akiane Kramarik erzählt von Vision des Himmels in ihrer Kindheit

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz