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Papst Franziskus ist in Indonesien gelandet, beginnt die größte Reise seine Pontifikats

3. September 2024 in Aktuelles, 3 Lesermeinungen
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87-Jähriger besucht bei seiner 45. Auslandsreise bis 13. September vier Länder im Asien-Pazifik-Raum - Erste Station ist die indonesische Metropole Jakarta - Vatikan-Chefdiplomat Kardinal Parolin: Papstreise wird Dialog fördern - VIDEO Ankunft


Jakarta (kath.net/KAP) Papst Franziskus ist am Dienstag um 11.16 Uhr (Ortszeit; 6.16 Uhr mitteleuropäischer Zeit) in Jakarta gelandet. Indonesiens Hauptstadt ist die erste Station seiner Asien-Pazifik-Reise. Der Papst-Flieger der italienischen Fluggesellschaft ITA war am Vorabend vom römischen Flughafen Fiumicino aus gestartet. Nach dem rund 13-stündigen Flug wurde das katholische Kirchenoberhaupt am Airport Soekarno-Hatta mit militärischen Ehren begrüßt. Neben dem indonesischen Minister für religiöse Angelegenheiten, Yaqut Cholil Qoumas, und Jakartas Erzbischof Kardinal Ignatius Suharyo hießen auch zwei Kinder in Tracht und weitere Würdenträger den Gast aus Rom willkommen.

Bei der längsten Reise seiner Amtszeit besucht der Papst in den nächsten elf Tagen neben Indonesien auch die Länder Papua-Neuguinea, Osttimor und Singapur. Im Fokus der 45. Auslandsreise des 87-Jährigen stehen Ermutigungen für die örtlichen Katholiken, der Dialog mit dem Islam und die Folgen des Klimawandels.


Die offiziellen Termine in Jakarta beginnen nach einem Ruhetag erst am Mittwoch. Dann trifft Franziskus Vertreter aus Politik, Gesellschaft und Religion. Ein Höhepunkt seines Aufenthalts in Indonesien wird das interreligiöse Treffen in der Istiqlal-Moschee Jakartas am Donnerstag.

Am Freitag wird der Papst in Papua-Neuguineas Hauptstadt Port Moresby erwartet. Insgesamt legt er bis 13. September 32.784 Flugkilometer zurück.

Parolin: Beziehungen mit Region fördern

Nach den Worten des vatikanischen Chefdiplomaten Kardinal Pietro Parolin wird der Besuch in den vier Ländern die Beziehungen mit der Region fördern. So sei die Bevölkerung von Singapur, letztes Ziel der Reise, mehrheitlich chinesisch. Deshalb sei der Stadtstaat ein herausragender Ort für den Dialog mit der Kultur und Bevölkerung Chinas, sagte der Kardinalstaatssekretär dem Portal "Vatican News" in einem Interview kurz vor Beginn der Papstreise.

Indonesien, das Franziskus als erstes besucht, könne als Land mit der weltweit größten Anzahl an Muslimen eine günstige Gelegenheit für eine weitere Begegnung mit dem Islam und seiner asiatischen Komponente bieten, so Parolin weiter. Ebenso bereist Franziskus Papua-Neuguinea und Osttimor. Damit seien bis auf Papua-Neuguinea alle Länder der Papstreise Mitglieder des südostiatischen ASEAN-Staatenbunds, betonte Parolin.

"Nähe und Begegnung mit den Menschen"

In erster Linie gehe es Franziskus bei seiner Reise um Nähe und Begegnung, "die so sehr den Stil seines Pontifikats prägt", unterstrich sein Chefdiplomat: "Es liegt ihm am Herzen, die Bevölkerung der Länder, die er besucht, persönlich zu treffen." Es gehe dem Papst um Zuhören, Nähe und das Mittragen von Schwierigkeiten, Leid und Hoffnungen, so Parolin.

"Die Nähe und die Friedensbotschaft, die Papst Franziskus während dieser Reise bringt, gelten gleichermaßen für all diese Realitäten", erklärte der Kardinal. "Je weiter geografisch entfernt die Länder sind, die der Papst aufsucht, desto mehr spürt der Heilige Vater diese Dringlichkeit im Herzen."

Parolin, als Kardinalstaatssekretär die Nummer zwei im Vatikan, hätte eigentlich auch im Papstflieger sitzen sollen, der am Dienstagvormittag (Ortszeit) in Jakarta gelandet ist. Wegen der Beerdigung seiner am Wochenende gestorbenen Mutter konnte der Kardinal jedoch zunächst nicht mitreisen.

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