Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  3. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  4. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  5. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  6. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  7. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  8. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  9. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  10. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  11. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  12. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
  13. „Das Ende von Maria 2.0“
  14. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  15. Politisch aber auch innerkirchlich „gibt es derzeit wieder viel Konfliktpotenzial“

Pater Wallner: "Unsere Freiheitskultur gibt es im Islam nicht"

6. September 2024 in Österreich, 7 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


"Missio"-Nationaldirektor mahnt im "Kurier"-Interview mehr christlichen Missionsgeist in Österreich und intensivere Auseinandersetzung mit dem Islam ein


Wien (kath.net/KAP) Die Zahl der Christen geht in Österreich zurück, während die Zahl der Muslime zunimmt. "Missio"-Nationaldirektor P. Karl Wallner hat angesichts dessen im Interview mit dem "Kurier" zum einen mehr christlichen Missionsgeist und zum anderen einen intensiveren Dialog mit dem Islam eingemahnt. Wallner: "Der Islam beinhaltet schon ein Potenzial, wo es um eine Überlegenheit gegenüber anderen Religionen geht. Das darf man nicht einfach wegthematisieren." Man könne das Christentum und den Islam nicht als vergleichbare Weltreligionen sehen, so Wallner: "Unsere Freiheitskultur, die wir hier haben, dass hier jeder jede Kritik äußern kann, dass man Religion wechseln kann, das gibt es im Islam nicht."

Der "Missio"-Nationaldirektor verwies darauf, dass "in Staaten, wo der Islam eine Dominanz hat, Christen benachteiligt werden". Und: "Den Islam zu bewerten, ist eigentlich nicht meine Aufgabe. Den Islamismus schon - und der nimmt weltweit dramatisch zu."
Wallner: "Wir haben jetzt zu Beginn des 21. Jahrhunderts eine Christenverfolgung, wie wir sie in unserer 2.000-jährigen Geschichte nicht hatten. Und es ist nicht die Verfolgung von irgendjemandem, sondern es ist sehr bewusst eine Verfolgung von Christen, weil sie Christen sind. Wir haben mittlerweile eine Ökumene des Blutes, wovon man hier nichts hört."


Dass in Österreich der Dialog mit der Islamischen Glaubensgemeinschaft IGGÖ gepflegt wird, hielt der "Missio"-Nationaldirektor für einen ganz wichtigen Schritt. "Man muss dankbar sein, dass es im Islam auch Richtungen gibt, mit denen ein Dialog geführt werden kann. Und ich wünsche mir schon von Papst und Bischöfen, dass sie diesen Dialog nun bis zum Geht-nicht-mehr führen, weil dieser Dialog die einzige Chance ist." Aber: "Faktisch haben wir auch hier einen Islam bei uns, der sich ablehnend gegenüber unseren Freiheitsrechten verhält, weil er sich überlegen gegenüber anderen hält. Das ist mittlerweile auch in den Schulen angekommen."

Für den Zisterziensermönch ist das Schrumpfen der christlichen Kirchen zu lange ignoriert worden. Dabei sei Europa auf christlichen Werten als Fundament aufgebaut worden. "Ja, aber wer will das noch? Die Führungseliten offensichtlich nicht. Das haben wir bei Olympia gesehen. Da haben die Franzosen, die mit dem Islamismus in Paris die größten Probleme haben, bei der Olympia-Eröffnung über uns gespottet, über das, was uns Christen am heiligsten ist: das letzte Abendmahl."

Zur Situation der Kirche in Österreich sagte Wallner: "Wir schrumpfen wirklich sehr schnell. Ich versuche da, ein bisschen Mut zu machen. Ich versuche, die Depression herauszubringen, indem ich auf die Weltkirche zeige, vor allem Afrika, und sage, es geht, die Kirche lebt." Aber: "Die Kirche, die wir in unserer Kindheit erlebt haben, wird es nie wieder geben. Man sollte sich von den Sentimentalitäten verabschieden." Und: "Wir Christen müssen uns auf eine völlig neue Situation einstellen. Und das ist es, was Papst Franziskus schon seit seinem Amtsantritt tut. Wir müssen missionarisch werden." Entscheidend sei, dass man sich wieder mehr auf die Glaubensvermittlung konzentriere.

Copyright 2024 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
(www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten

Archivfoto Pater Wallner (c) Missio


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Papst: Sexueller Missbrauch in erster Linie ein menschliches Problem
  3. Europas Zukunft im Licht des Evangeliums
  4. Europa kann nur aus seinem Gedächtnis Zukunft gewinnen
  5. Grenzen überwinden, ohne die Wahrheit zu verlieren
  6. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  7. Lichterprozession in Lourdes: Papst betet in Lourdes den Rosenkranz auf Latein
  8. Meloni kündigt Burka- und Niqab-Verbot, Ausländerquoten an Italiens Schulen an
  9. Eucharistische Evangelisationsbewegung ‚Adore Him‘ in den USA
  10. Papst Leo XIV. trifft Missbrauchsbetroffene in Lourdes
  11. Die Würde des Menschen kennt keine Grenze: In den Augen Gottes ist niemand unsichtbar
  12. Den Willen Gottes für den Menschen bedenken und tun
  13. Buße, Hoffnung, ewiges Leben: Lourdes ruft zur Umkehr
  14. Papst Leo zu den Bischöfen: „Die Kirche in Frankreich liegt dem Papst sehr am Herzen!“
  15. Papst versetzt umstrittenen Kurienkardinal Gambetti vom Petersdom in die Provinz

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz