Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie wird das „pro multis“ im neuen Messbuch übersetzt werden?
  2. Bischof Wilmer: "Wir wollen keinen deutschen Sonderweg"
  3. „Brot für die Vögel?“ – Können Protestanten zur Hl. Kommunion zugelassen werden?
  4. Bätzing gegen Papst Leo
  5. ‚Ein Doktor der Theologie hat keine Ahnung von der Auswirkung von Gruppeneffekten‘
  6. Der anderskatholische Papstkritiker
  7. Kardinal Fernández räumt geringes Interesse an seinem Dokument über Mission ein
  8. Scott Hahn: Die frühe Kirche war nicht protestantisch
  9. Revision des Messbuchs geht in nächste Phase - Erprobung 2027 geplant
  10. Musikerlegende Bob Dylan bei Papst Leo XIV. im Vatikan
  11. ‚Entschuldigung, aber … was?‘
  12. Drei Stunden im Fegefeuer
  13. Organspende? - Schweigen ist keine Zustimmung, Hirntod ist kein Tod im landläufigen Sinne
  14. Warum ausgerechnet ein Augustiner-Pater Patron der armen Seelen ist
  15. Manuel Ostermann: „Ich möchte hier widersprechen, liebes WDR“

Bischof Schwarz warnt vor Gottvergessenheit in der Gesellschaft

5. Oktober 2024 in Österreich, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


St. Pöltner Bischof im "Kirche bunt"-Interview: In der Diözese die Erinnerung an Gott lebendig halten - Bischof und weitere Mitglieder der Diözesanleitung suchen bei Begegnungstagen im Dekanat Maria Taferl Kontakt zur Bevölkerung.


St. Pölten (kath.net/ KAP)
Der St. Pöltner Bischof Alois Schwarz hat vor einer überhand nehmenden "Gottvergessenheit" in der Gesellschaft gewarnt. Wenn den Menschen nichts mehr fehlt, wenn Gott fehlt, bestehe die Gefahr, "dass sich dann der Mensch zum Maß aller Dinge macht", so Schwarz im Interview in der Kirchenzeitung "Kirche bunt" (aktuelle Ausgabe). "Das ist unerträglich, denn dann stellt sich die Frage, welche Ideologie und welche Machtverhältnisse sich stattdessen durchsetzen?", so die Erklärung des Diözesanbischofs.
Wenn der Mensch aber wisse, "dass er von Gott geschaffen und ihm gegenüber verantwortlich ist, dann gibt es ein positives Miteinander". Sein Wunsch für die Diözese St. Pölten sei es deshalb, "dass die Erinnerung an Gott lebendig bleibt. (...) Wenn den Leuten bewusst wird, dass wir einen Gott haben, der der Schöpfer unseres Lebens ist, dass wir zu ihm beten können, dass Gott bei uns nicht vergessen wird, das ist mein Anliegen."


Anlass des Interviews, das Schwarz gemeinsam mit dem St. Pöltner Generalvikar Christoph Weiss führte, waren die anstehenden Begegnungstage im Dekanat Maria Taferl von 5. bis 27. Oktober. Die Diözesanleitung trifft sich in Pfarren, aber auch in Gasthöfen oder Schulen mit der Bevölkerung. Bischof Schwarz: "Wir gehen dorthin, wo die Menschen leben, wo sie ihren Alltag gestalten, wo sie den Glauben miteinander teilen und feiern. Das Programm wird nicht von uns vorgegeben. "
Ein Ziel sei, "dass die Menschen im Dekanat uns erzählen, wie bei ihnen der Glaube gelebt, gefeiert und geteilt wird. Indem sie es uns erzählen, entdecken sie selbst die Schönheiten ihrer Orte, ihrer Pfarrkirchen und ihrer christlichen Initiativen." Das könne auch ein Impuls für den Glauben sein. Wie der Bischof sagte, werde es in diesem Monat auch einige Gebetsinitiativen geben.
Generalvikar Weiss ergänzte die Anliegen der Begegnungstage um die Hoffnung der Diözesanleitung, "dass da auch Menschen dabei sind, die vielleicht nicht mehr so am Pfarrleben teilnehmen, aber bei diesen Begegnungstagen mitmachen und dabei wieder entdecken, was es alles gibt, wofür man dankbar und worauf man stolz sein kann." Weiss: "Uns ist wichtig, dass wir über unseren Glauben ins Gespräch kommen."
Ein weiteres Ziel sei die Vernetzung. "Wir sehen bei der Entstehung von Pfarrverbänden, wie wichtig diese Vernetzung untereinander ist", so der Generalvikar.

"Das Ehrenamt lebt"
Auf Anfrage meinte Bischof Schwarz, er mache sich keine Sorgen, dass das ehrenamtliche Engagement zurückgeht. "Ich entdecke, dass es für verschiedene Projekte sehr viele engagierte Frauen, Männer, Kinder und Jugendliche gibt", so Schwarz: "Das Ehrenamt lebt in unseren Dörfern und kleinen Pfarrgemeinden in großer Selbstverständlichkeit."
Auf seine Aktivitäten in den Sozialen Medien angesprochen, sagte der Bischof: "Die Menschen wollen ein klares Wort haben, wie ihr Leben gelingen kann, wie sie Versöhnung finden können, wie sie mit den Unheilssituationen zurechtkommen. Sie schreiben, dass ihre Ehe zerbrochen ist, dass es mit den Kindern Probleme gibt oder dass sie verzweifeln, weil sie schwer krank sind." Die Menschen könnten sich aus diesen Unheilssituationen selbst nicht erlösen und befreien. Wenn man ihnen aber sagen könne: "Schau, es gibt einen, der an deiner Seite ist, der mit dir in deiner Not aushält", dann würden sie aufatmen.

Copyright 2024 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Schwindler feierte im Bistum Turin monatelang Messe und hörte Beichten
  3. Regensburger Bischof Voderholzer: „Jungen Menschen zuhören und Perspektiven aufzeigen“
  4. Die ersten US-Märtyrer für die Heiligkeit der Ehe: Seligsprechung der Märtyrer von Georgia
  5. Revision des Messbuchs geht in nächste Phase - Erprobung 2027 geplant
  6. Neuer Visitator für Medjugorje: Cavina folgt auf Cavalli
  7. Der Tod unter dem Horizont der Auferstehung und die Hoffnung auf das ewige Leben
  8. Der katholische Osten in der Analyse
  9. „Die Kirche gewinnt an Kraft dank eines Anstiegs bei den Konversionen zum Katholizismus“
  10. Manuel Ostermann: „Ich möchte hier widersprechen, liebes WDR“
  11. ‚Entschuldigung, aber … was?‘
  12. Sozialbeauftragter des Papstes bringt Spenden in die Ukraine
  13. IMABE: Sterbehilfe-Entwicklung in Belgien wirft Fragen auf
  14. ‚Lieber ein ‚Fanatiker‘ als ein Verräter für Kataris und Dschihadisten‘
  15. Kirchenhistoriker Wolf: Erwarte von Leo XIV. in Sachen Kirchenreform nichts

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz