Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Für alle, die bis jetzt zweifelten: Nun gehen sie wieder ins Schisma!
  2. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten
  3. Voll in die Falle getappt
  4. Die synodale Sackgasse der Anderskatholischen
  5. Der deutsch-synodale Weg als reines Herrschaftsinstrument!
  6. Die große Täuschung
  7. George Orwell wohnt in Brüssel, aber nicht nur dort!
  8. „Treue oder Einheit? Wie wird Leo XIV. mit den Lehr- und Disziplinarproblemen der Kirche umgehen?“
  9. Deutsches Formular für Geburtenanzeige: Welches Geschlecht hat die Mutter?
  10. Kinderschutz oder Staatskontrolle? Das Dilemma der Social-Media-Verbote
  11. Fatales Gerichtsurteil in Deutschland: Chefarzt siegt gegen katholisches Klinik-Verbot
  12. Meine Söhne, „seid heilig, Anbeter, Menschen des tiefen Gebets und lehrt das Volk, dasselbe zu tun!“
  13. Vatikan: Neue Statuten für die Marienforschung
  14. Studie zur US-Spaltung: Nicht die Rechten, sondern die Linken rückten ab
  15. Wann sind wir zu Gottes Chefs geworden?

Besser die Höllenfahrt bei Don Giovanni meditieren!

13. Oktober 2024 in Kommentar, 20 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


In Stuttgart sorgt ein perverses "Theaterstück" für medialen Wirbel. Soll man über diesen Schwachsinn berichten? UND ein peinlicher Einschleimversuch eines Dekans bei der Regisseurin - Ein Kommentar von Roland Noé


Linz-Wien (kath.net/rn)
Einige Leser haben in den letzten Tagen kath.net ersucht, über eine perverse "Oper" zu berichten, die derzeit in Stuttgart aufgeführt wurde und bei der es vor allem um eines geht: Sex und Verunglimpfung des Christentums. Als Opernliebhaber, der seit vielen Jahren wunderschöne Opern an großartigen Opernhäusern sehen durfte, frage ich mich: Warum sollten wir über so einen Unsinn berichten? Wir berichten ja auch nicht über irgendwelche Pornos. Dass die "Oper", die dort aufgeführt wird, ein Dreck ist, dazu genügen mir Überschriften von deutschen Tageszeitungen. Man muss sich gar nicht damit näher beschäftigen. Solche Machwerke vergiften die Gedanken. Dass dort Frauen die halbe oder ganze (?) Zeit nackt herumlaufen müssen, zeigt nur, dass gewisse "Kunst-Kreise" eben keinen Respekt vor den Frauen haben. Was viele nicht wissen und ich von Schaupspielern, die ich kenne, weiß: Viele müssen dies machen, weil sie sonst kein Einkommen haben. Die Schauspielwelt ist unglaublich hart und familienfeindlich. Nur die wenigsten erreichen so einen Level, dass sie sich die Rollen überhaupt aussuchen können. Und ein paar No-Name-Regisseure, die von Kunst nicht viel Ahnung haben, wissen ganz genau, wie sie noch Menschen auf populistische Weise provozieren können: Möglichst viel Sex. So billig!


Peinlich ist (wieder einmal) die Reaktion der lokalen katholischen Kirche. Stadtdekan Christian Hermes meint zwar gegenüber der KNA, dass er "beunruhigenden Rückmeldungen" bekommen habe und dass hier religiöse Gefühle obszön verletzt wurden. So sollen 18 Besucher nach der letzten Aufführung behandelt worden sein. Wow, bei welcher richtigen Oper kam so etwas jemals vor? Ihnen ist übel geworden, eine völlig normale Reaktion eines gesunden Menschenverstands auf so ein Machwerk. Doch dann kommt bei Hermes ein plumper Einschleimversuch bei der Regisseurin, die seiner Meinung schonungslos den Finger in die Wunde "patriarchaler und klerikal-religiöser Herrschaft." lege. Dies sei für den Stadtdekan "richtig und wichtig". Aja, peinlich, peinlich, Herr Stadtdekan! Mit Ihrer Logik könnte man dann auch Pornos rechtfertigen, in denen verkleidete Frauen als "Nonnen" auftreten.

Ein Freund schrieb mir gestern, nachdem er sich den Inhalt etwas zur Gemüte geführt hat: "Also wenn der Teufel eine Oper schreiben würde, dann glaube ich genau diese." Nein, der Teufel kann kein Opern schreiben, weil es hier immer um Kunst und Schönheit geht. Ein Mozart, ein Verdi, ein Puccini, ein Beethoven, ein Wagner und viele andere hätten niemals so etwas komponiert. Der Teufel kann nur nachäffen und pervertieren, aber der Teufel kann mit Schönheit und wirklicher Kunst nichts anfangen.

Diese "Oper" wurde übrigens vor einigen Monaten in Wien schon aufgeführt, im linken Wien wird für so etwas gerne Steuergeld veschleudert. Damals meinte der Wiener Dogmatiker Jan-Heiner Tück zur Fixierung auf Nonnen und Sexualität in dem Stück: "Das, was anderen heilig ist, zu persiflieren, war schon immer eine allzu durchsichtige Strategie der Aufmerksamkeitssteigerung - aber nicht unbedingt ein Gütesiegel von Kunst."

Eine Frage an den Stuttgarter Dekan hätte ich aber noch: Werden Sie bei der nächsten Aufführung in Stuttgart in Reihe 1 sitzen und dann die nackten Frauen bejubeln?

Dem Dekan und der Regisseurin empfehle ich übrigens einen gemeinsamen Besuch der Oper "Don Giovanni" und einer intensiven Meditation der "Höllenfahrt" in der Schlussszene.

P.S. By the way:  La Commedia è finita (Die Komödie ist zu Ende!). Mit diesen Worten beschließt Canio, der Bajazzo, das Operndrama Pagliacci. Mehr fällt mir zu der "Oper" in Stuttgart auch nicht ein.

MUST SEE - Die Höllenfahrt bei Don Giovanni


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Einmal im Leben nach ISLAND - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Voll in die Falle getappt
  4. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  5. Für alle, die bis jetzt zweifelten: Nun gehen sie wieder ins Schisma!
  6. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten
  7. Meine Söhne, „seid heilig, Anbeter, Menschen des tiefen Gebets und lehrt das Volk, dasselbe zu tun!“
  8. Die synodale Sackgasse der Anderskatholischen
  9. Die große Täuschung
  10. Der deutsch-synodale Weg als reines Herrschaftsinstrument!
  11. Die Kirche – nicht nur – im deutschsprachigen Raum: «the big picture»
  12. Islamismusforscherin Schröter: „Tja, liebe Freunde, was glaubt ihr eigentlich, was die Scharia ist?“
  13. Fatales Gerichtsurteil in Deutschland: Chefarzt siegt gegen katholisches Klinik-Verbot
  14. Vatikan: Neue Statuten für die Marienforschung
  15. Fünfmal Mary: Eine US-Familie und ihre ungewöhnliche Namenstradition

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz