Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  2. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
  3. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  4. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
  5. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  6. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  7. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  8. Tschechischer Bischof Holub meint: Neuer Ritus ist 'wesentlich' für Synodalität
  9. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  10. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare
  11. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein
  12. ‚Der Segen für Marie-Garance war auch ein Segen für ihre biologischen Eltern‘
  13. Papst versetzt umstrittenen Kurienkardinal Gambetti vom Petersdom in die Provinz
  14. „Meine Lieben! Darum soll der Rosenkranz nicht vergessen auf dem Boden einer Schublade liegen“
  15. Vatikan bestätigt Sexualverbrechen des toten Ordensgründers Buela

Was ist Wahrheit? - Der Osservatore Romano und der künftige Kardinal Timothy Radcliffe

24. Oktober 2024 in Aktuelles, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Artikel im Osservatore Romano sorgt für Wirbel zwischen afrikanischen Bischöfen und Neo-Kardinal Timothy Radcliffe - Es geht um die Kritik am Papst-Schreiben "Fiducia Supplicans" - Kardinal Ambongo versucht zu beschwichtigen, aber es bleiben Fragen


Rom (kath.net/rn)
Was ist los beim Osservatore Romano oder was predigte Neo-Kardinal Timothy Radcliffe am Karfreitag 2024 in Clitheroi? Spätestens seit der gestrigen Pressekonferenz mit dem bekannten afrikanischen Kardinal Fridolin Ambongo wusste zumindest die katholische Journalistenwelt in Rom und darüber hinaus, dass entweder die Zeitung Mist gebaut hat oder Radcliffe es mit der Wahrheit nicht so genau nimmt. In der Zeitung wurde vor einigen Tagen ein Artikel veröffentlicht, in dem der designierte Kardinal Pater Timothy Radcliffe angedeutet hat,  dass die Ablehnung des umstrittenen Schreiben Fiducia Supplicans durch die afrikanischen Bischöfe auf „starken Druck von Evangelikalen“ zurückzuführen sei. Die Rede war auch davon, dass die Bischöfe mit amerikanischem Geld (Evangelikale), mit russischem (russisch-orthodoxem) Geld und sogar mit Geld von Muslimen aus reichen Golfstaaten de facto bestochen oder beeinflusst worden wären. 


SECAM-Präsident Kardinal Ambongo sagte bei der Pressekonferenz, dass Radcliffe mit ihm gesprochen gezeigt und behauptet habe, dass er diese diese Worte nie gesagt habe. Diese Worte sollen laut Radcliffe glatt manipuliert worden sein.  "Ich weiß nicht, wer diesen Artikel geschrieben hat, aber ich glaube, er hatte die Absicht, einen Vorfall herbeizuführen. Glücklicherweise ist dies nicht geschehen“, betonte Kardinal Ambongo. Ambongo stellte aber laut der Zeitung "The Pillar" auch klar, dass das Dikasterium für Kommunikation des Vatikans hier verantwortlich sei. Man habe offensichtlich einen "Zwischenfall“ zwischen Radcliffe und den afrikanischen Teilnehmern der Synode herbeiführen wollen.

Doch wie klar ist die Behauptung von Radcliffe? Laut "The Pillar" scheint das Dementi im Widerspruch zu den Aufzeichnungen über die Veröffentlichung seines Textes zu stehen. Dieser wurde am 12. Oktober veröffentlicht. Doch der Text selber wurde in englischer Sprache bereits Monate vorher im April in der Zeitung "The Tablet" veröffentlicht. Diese beruft sich darauf, dass  der Text von einem Vortrag übernommen wurde, der am Karfreitag am Stonyhurst College in Clitheroe gehalten wurde. Spannend könnte es dann werden, falls vom damaligen Vortrag ein Video-Beweis auftauchen sollte. Spätestens dann dürfte klar sein, wer es mit der Wahrheit nicht so genau nimmt.

Die Stelle im Original in der italienischsprachigen Ausgabe des „Osservatore Romano“: „I vescovi africani sono sotto una forte pressione da parte degli evangelici, con denaro americano; degli ortodossi russi, con denaro russo; e dei musulmani, con denaro dei ricchi Paesi del Golfo.“ - „Afrikanische Bischöfe stehen unter starkem Druck von Evangelikalen mit amerikanischem Geld; den Russisch-Orthodoxen mit russischem Geld; und von Muslimen mit Geld aus den reichen Golfstaaten“. Siehe den Beleg im „Osservatore Romano“ (Link).

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. USA: Frauen klagen Planned Parenthood wegen Druck in Richtung Abtreibung
  3. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  4. Erschütterndes Historiendrama: Netflix-Serie „Fauda“ verarbeitet den Terror des 7. Oktober
  5. Muslimische Organisation: ‚In 45 Jahren wird Frankreich wieder katholisch‘
  6. Frankreichs neue „Generation Leo“: Warum die Jugend plötzlich wieder zum Papst strömt
  7. „Er befiehlt seinen Engeln, dich zu behüten auf all deinen Wegen“ (Psalm 91)
  8. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  9. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  10. Thérèse von Lisieux und die ‚Süßigkeit‘ eines Buches über die Apokalypse
  11. Gesetzesvorschlag zum Verbot von Konversionstherapien in Nordirland ist ‚gefährlich‘
  12. 'Jesus macht alles und ich nichts'
  13. UN-Bevölkerungsfonds berichtet über das Leid der Frauen in Gaza
  14. Rosenkranzmonat Oktober steht im Zeichen des Friedens
  15. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz