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Schenken wir dem Herrn, der uns jetzt gerade liebt, ein Lächeln, singen wir für Ihn mit Liebe.

8. November 2024 in Kommentar, 3 Lesermeinungen
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Bitten wir Gott, dass Er uns Seine Gedanken über die Situation, in der wir uns gerade befinden, zeigen möge, und dass sie zu unseren werden - BeneDicta am Freitag - Von Linda Noé


Linz (kath.net)

Gerade in der dunklen Jahreszeit, die uns in diesen Tagen bevorsteht, ist sie so wichtig:  die vielfach besungene und angesprochene Freude, die von innen kommt. Mit hoher Wahrscheinlichkeit haben Sie, liebe Leser, auch schon einmal gehört, dass Christen doch erlöster dreinschauen sollten, dann würde man sie für authentischer halten. Jesus selbst sagt, dass es einfach ist, die Menschen zu lieben, die einen ebenfalls lieben, denn das könnten auch diejenigen, die fern von Gott sind (Lk 6,32). Und wir wissen alle auch, dass es unter guten Umständen ganz natürlich leichter ist, fröhlich zu sein. Die Freude, die Jesus uns schenken will (Joh 15,11), ist jedoch eine übernatürliche Freude, die nicht abhängig ist von der Umgebung und unserer natürlichen Situation, und daher auch nicht dort zu finden. Wir haben das alle vielfach gehört und wissen es- dorthin zu gelangen ist etwas anderes. Ein erhobener Zeigefinger, gepaart mit der Weisung, dass Christen doch erlöster aussehen sollten, ist nicht hilfreich. Wir bewundern in diesen Tagen die Heiligen, die teilweise unter widrigsten Umständen die Freude bewahrt haben, unter Verfolgung, in Krankheit, als Märtyrer in Schmerz und Tod.  Den Blick auf Jesus richten konnten, Ihm nachgefolgt sind. Ihr Beispiel kann und soll und ermutigen, dass es möglich ist, auch für ganz normale Menschen, diesen übernatürlichen Weg zu finden und zu gehen, der für jeden von uns jedoch ganz individuell ist.


In Jeremia 31,34 lesen wir die wunderbare Verheißung, die uns gilt, die wir in Christus sind: „Keiner wird mehr den andern belehren, man wird nicht zueinander sagen: Erkennt den Herrn!, sondern sie alle, Klein und Groß, werden mich erkennen“. Das hebräische Wort für erkennen ist „yada“ und deutet auf ein intimes Wissen aus der Erfahrung hin. Der Erfahrung! Das soll für alle möglich sein, Klein und Groß, und wir dürfen uns nicht anmaßen zu sagen, dass wir selbst dazu nicht fähig wären, aufgrund unserer eigenen Schwäche. Jesus betet kurz vor seinem Leiden in Johannes 17,21: „Alle sollen eins sein: Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast.“  Welches Gebet könnte mehr Kraft haben als dieses, das Jesus selbst für uns gebetet hat, für alle, die ihm nachfolgen, auch durch das Wort der Jünger?

Als Katholiken kennen wir die Sakramente, die uns gegeben sind, um mit Jesus vereint bleiben zu können, und sie bleiben unser größtes Geschenk. Im Alltag können einige praktische Ideen ebenfalls hilfreich sein, um aus der Gegenwart Gottes und Seiner übernatürlichen Freude leben zu können. So zum Beispiel, immer wieder im Laufe des Tages Jesus im Herzen zu fragen: „Jesus, was tust Du gerade?“ Wo bist Du gerade?“ Wir wissen, dass Er uns nie verlässt und dass wir Seine Stimme hören können. Jesus hat uns gelehrt, dass Er selbst nur das tun kann, was er den Vater tun sieht, und dass auch wir getrennt von Ihm nichts vollbringen können. Fragen wir Ihn also ganz konkret, was Er gerade tut, damit wir Seinem Beispiel nachfolgen können. Wie möchte Er gerade in diesem Moment unserem Mitmenschen begegnen, auch durch uns? Welchen Segen möchte Er gerade in unsere Familie bringen, in unsere Arbeitsstelle? Was möchte Er uns selbst gerade schenken?

Bitten wir Gott, dass Er uns Seine Gedanken über die Situation, in der wir uns gerade befinden, zeigen möge, und dass sie zu unseren werden. Schenken wir dem Herrn, der uns jetzt gerade liebt, ein Lächeln, singen wir für Ihn mit Liebe.

„Euer Wort sei immer freundlich“ (Kol 4,6), lassen wir unsere Worte und unsere Stimme von Seiner Gnade erfüllt sein, bitten wir Ihn um Seinen Blick auf unseren Nächsten- wie im Himmel, so auf Erden. Bemühen wir uns darum, schnell bereit zum Hören zu sein (1 Jak 19), und denken wir auch daran, dass von Gott auch eine Berührung dazu gedacht ist, Sein Heil durchfließen zu lassen: „Die Kranken, denen sie die Hände auflegen, werden gesund werden“ (Mk 16,18).

All das aber, so bin ich mir sicher, kann nur aus dieser tiefen Erfahrung Seiner Gegenwart kommen, und nicht aus unserer eigenen Kraft. Uns Seiner Gegenwart bewusst zu werden, kostet uns vielleicht wirklich dieses aktive Bemühen, die Frage in allen Umständen, immer wieder: „Jesus, wo bist Du gerade, was tust Du gerade in dieser Situation jetzt?“ Dazu möchte ich ermutigen, denn Er ist wirklich da und antwortet, in aller Schlichtheit, und schenkt uns dadurch alles, was wir nötig haben.


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