Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  2. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  3. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  4. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  5. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  6. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  7. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  8. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  9. „Das Ende von Maria 2.0“
  10. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  11. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  12. Politisch aber auch innerkirchlich „gibt es derzeit wieder viel Konfliktpotenzial“
  13. Bekannte US-Influencerin und Mutter von neun Kindern konvertierte zum Katholizismus
  14. Anerkanntes Wunder von Fulton Sheen: Baby nach 61 Minuten Atemstillstand lebt, heute kerngesund
  15. Papst Leo: „Diese vier Tage waren buchstäblich erfüllt mit vielen Segnungen, fast schon Wundern“

Das Vorbild der armen Witwe und die Scheinheiligkeit einiger Schriftgelehrter

10. November 2024 in Aktuelles, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus: die Jungfrau Maria helfe uns, die Versuchung der Heuchelei in uns selbst zu bekämpfen, um ohne Schein und mit Einfachheit Gutes zu tun. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Angelus mit Papst Franziskus am zweiunddreißigsten Sonntag im Jahreskreis: „Amen, ich sage euch: Diese arme Witwe hat mehr in den Opferkasten hineingeworfen als alle andern. Denn sie alle haben nur etwas von ihrem Überfluss hineingeworfen; diese Frau aber, die kaum das Nötigste zum Leben hat, sie hat alles hergegeben, was sie besaß, ihren ganzen Lebensunterhalt“.

Das heutige Evangelium (vgl. Mk 12,38-44) spricht von Jesus, der im Tempel von Jerusalem vor dem Volk die heuchlerische Haltung einiger Schriftgelehrter anprangert (vgl. V. 38-40).

Letztere seien mit einer wichtigen Aufgabe in der Gemeinschaft Israels betraut gewesen: „Sie lasen, sie schrieben die Heilige Schrift ab und legten sie aus. Daher genossen sie hohes Ansehen und wurden vom Volk geehrt“.


Jenseits des Anscheins habe ihr Verhalten jedoch oft nicht dem entsprochen, was sie lehrten: „Einige schauten aufgrund ihres Ansehens und ihrer Macht ‚von oben‘ auf andere herab, sie taten so, als ob sie etwas Besonderes wären, und versteckten sich hinter einer Fassade vorgetäuschter Ehrbarkeit und Gesetzlichkeit, indem sie sich Vorrechte anmaßten und sogar so weit gingen, dass sie zum Schaden der Schwächsten, wie zum Beispiel der Witwen, regelrechten Diebstahl begingen“.

Statt die ihnen zugewiesene Rolle zu nutzen, um anderen zu dienen, machten sie sie zu einem Instrument der Arroganz und Manipulation. So sei es gekommen, dass selbst das Gebet für sie nicht mehr ein Moment der Begegnung mit dem Herrn war, sondern eine Gelegenheit, um Seriosität und vorgetäuschte Frömmigkeit zur Schau zu stellen, was nützlich sei, um die Aufmerksamkeit der Menschen auf sich zu ziehen und Anerkennung zu erlangen.

Sie hätten sich wie korrupte Menschen verhalten, die ein soziales und religiöses System genährt hätten, in dem es normal gewesen sei, sich auf dem Rücken anderer, vor allem der Schwächsten, Vorteile zu verschaffen, Ungerechtigkeiten zu begehen und sich Straffreiheit zu sichern.

Jesus empfehle, sich von diesen Menschen fernzuhalten, „sich in Acht zu nehmen“ (vgl. V. 38) und sie nicht nachzuahmen. Im Gegenteil, durch sein Wort und sein Beispiel lehre er ganz andere Dinge über Vollmacht. Er spreche von ihr im Sinne der Selbstaufopferung und des demütigen Dienstes (vgl. Mk 10,42-45), der mütterlichen und väterlichen Zärtlichkeit gegenüber den Menschen (vgl. Lk 11,11-13), insbesondere gegenüber den Bedürftigen (Lk 10,25-37). Er lade die mit ihr Ausgestatteten ein, von ihrer Machtposition aus auf die anderen zu schauen, nicht um sie zu demütigen, sondern um sie aufzurichten und ihnen Hoffnung und Hilfe zu geben.

So solle man sich fragen: „Wie verhalte ich mich in meinen Verantwortungsbereichen? Handle ich in Demut oder prahle ich mit meiner Position? Bin ich großzügig und respektvoll im Umgang mit Menschen, oder behandle ich sie unhöflich und autoritär? Und bin ich meinen schwächeren Brüdern und Schwestern nahe, kann ich mich zu ihnen hinunterbeugen, um ihnen aufzuhelfen?“.

Foto (c) Vatican Media

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Leo an Bischöfe: „Liebe Brüder, wir müssen immer wieder in die Schule des Kreuzes zurückkehren“
  3. Chefredakteur Philippe Marie: „Ich werfe dem Erzbistum Paris vor, die Pressefreiheit zu verletzen“
  4. Dem Leben verpflichtet: Johanna Gräfin von Westphalen
  5. Kurienkardinal Parolin nennt „Lebensschutz“ eines der Schwerpunktthemen von Leos Frankreichreise
  6. USA: Medienbischof Fulton Sheen ist nun seliggesprochen!
  7. Eine Stadt im völligen Ausnahmezustand: Hohe Sicherheitsstufe für Papstbesuch in Paris
  8. Priester bei Messer-Attacke in polnischem Kloster getötet
  9. Anerkanntes Wunder von Fulton Sheen: Baby nach 61 Minuten Atemstillstand lebt, heute kerngesund
  10. Pater Stanisław Tasiemski OP vor Papstreise: „Wohin gehst du, Frankreich?“
  11. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  12. 'Putin ist auf dem besten Weg, in diesem Jahr mehr Christen zu töten als der ISIS'
  13. Der evangelischen Theologischen Hochschule Basel soll die Akkreditierung entzogen werden
  14. Über das Dämonische
  15. Bekannte US-Influencerin und Mutter von neun Kindern konvertierte zum Katholizismus

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz