Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nicht mehr ernst zu nehmen
  2. Der Vatikan ringt um die Definition der "Umweltsünde"
  3. Bischof Timmerevers legt sein Amt als Bischof von Dresden-Meißen nieder
  4. Die umstrittene Synodalkonferenz der Kirche in Deutschland wurde leise abgesagt
  5. 'Ruft AfD-Wähler auf, sich die Kirchensteuer zu sparen'
  6. Matthäi am Letzten will Bischof Feige nicht mehr
  7. „Synodalität wird den Katholizismus zerstören“
  8. Regierung von Pennsylvania will Begriffe ‚Mutter‘ und ‚schwangere Frau‘ streichen
  9. Die Vision der Hölle und warum wir dringend die Göttliche Barmherzigkeit anrufen sollten
  10. Die konzilswidrige deutsche Synodalkonferenz
  11. Wenn die Erinnerung bleibt, aber der Glaube schwindet
  12. Musikvideo zeigt Frau bei ‚Abtreibungsritual‘ auf der Toilette
  13. Ein Mensch auf den Knien ist mächtiger als die Welt
  14. US-Diözese errichtet Pfarre, die dem Märtyrer Matthew Ayariga geweiht ist
  15. Ständige Anbetung in Mainz unter Druck

Galadriels Geschenke

5. Dezember 2024 in Kultur, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Weihnachtliche Aspekte in „Der Herr der Ringe“: So wie Jesus Christus die Welt rettet, so helfen auch die Gaben Galadriels der Gemeinschaft, Mittelerde zu retten.


New York (kath.net / pk) Es ist genau am 25. Dezember, als die Gefährten im Tolkien-Epos „Der Herr der Ringe“ Rivendell verlassen. Es sei ein „kalter, grauer Tag Ende Dezember“ gewesen, heißt es im Text. Findige Leser haben herausgefunden, dass Tolkien im Anhang B festhält, dass es der 25. des Monats gewesen sei, also der Christtag.

In anderen Worten: Die Gefährten brechen am Weihnachtstag zu ihrer heldenhaften Reise auf, um die Welt von der „süchtigmachenden Sünde“ zu befreien, die der „Eine Ring“ darstellt, hält Michael Rennier in einem Beitrag auf „Aleteia“ fest.

Die an diesem Tag begonnene Suche führe schließlich zum Frieden auf Erden, „aber erst nachdem Frodo und Sam auf ihre eigene Version des Kalvarienbergs gestiegen sind, um den Ring zu zerstören“, schreibt der Autor. „Die Geburt Christi zu Weihnachten setzt einen göttlichen Plan in Gang, der nur mit dem Kreuz enden kann, ebenso wie der Aufbruch der Gemeinschaft.“


Das interessanteste Weihnachtsthema taucht jedoch etwas später in den Büchern auf, nämlich als die Gemeinschaft in Lothlorien ankommt und Zeit mit Galadriel verbringt. Bevor sie ihr Reich verlassen, feiern sie ein Abschiedsfest. Bei diesem Festmahl werden Gaben überreicht.

Jedes Mitglied der Gemeinschaft erhält ein persönliches Geschenk: Elbenumhänge und -broschen, ein besonderes Seil für Sam, einen goldenen Gürtel für Boromir, einen silbernen Gürtel für Merry, einen silbernen Gürtel für Pippin, einen mit Elbenhaar bespannten Bogen sowie Pfeile für Legolas, drei Strähnen von Galadriels Haar für Gimli, die Phiole von Galadriel für Frodo und vieles mehr. Jedes Geschenk ist sorgfältig für den Empfänger ausgewählt.

„Galadriels Geschenke verkörpern perfekt den Geist von Weihnachten“, schreibt Rennier. „Sie werden mit Großzügigkeit und ohne Erwartung einer Gegenleistung überreicht. Das Faszinierende an den Geschenken ist jedoch nicht einmal, wie gut sie ausgewählt sind, sondern wer sie überreicht.“

Galadriel verkörpere die Heilige Jungfrau Maria, meint er mit Verweis auf einen Brief Tolkiens an einen Freund. Tolkien schreibt: „Ich denke, es ist wahr, dass ich einen Großteil dieser Figur [Galadriel] der christlichen und katholischen Lehre und Vorstellung über Maria verdanke.“

In der Geburtsgeschichte ist Marias Geschenk an die Welt ihr Sohn, durch welchen die Welt erlöst wird. „So wie die Gabe der Gottesmutter die Welt erneuert, so helfen auch die Gaben Galadriels der Gemeinschaft, Mittelerde zu retten.“

Galadriels größtes Geschenk an die Gemeinschaft sei jedoch das Lembas-Brot, ein Brot für die Reise, von den Elben „Weg-Brot“ genannt. „Dem Anblick und dem Geschmack nach scheint es ein normales Essen zu sein, aber in Wirklichkeit „hatte das Lembas eine Tugend, ohne die sie sich längst zum Sterben hingelegt hätten ... es nährte den Willen und gab Kraft, auszuharren und Sehnen und Glieder über das Maß der Sterblichen hinaus zu beherrschen“, zitiert der Autor Tolkien. Das Brot versinnbildliche die Eucharistie.

„Die eucharistische Gabe Galadriels macht für die Gemeinschaft den Unterschied zwischen Leben und Tod aus, so wie die Gabe Christi, des Brotes des Lebens, für uns den Unterschied ausmacht“, schreibt Rennier. „Tolkien spielt in seiner meisterhaften Art und Weise subtil auf die Geburt des Herrn an, ohne die Anspielung zu plump zu gestalten.“

„Der Herr der Ringe“ ist deswegen keine explizite Weihnachtsgeschichte, aber „ein wunderbares Buch, das wir in der Adventszeit lesen sollten, um unsere Herzen darauf vorzubereiten, das Weihnachtsgeschenk der Gottesmutter zu empfangen“.

 

Foto: (c) pixabay


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  3. „Fest in der Realität verankert, immun gegen Illusionen, ohne uns von Angst überwältigen zu lassen“
  4. Ständige Anbetung in Mainz unter Druck
  5. Wenn die Erinnerung bleibt, aber der Glaube schwindet
  6. Polnische Bischofskonferenz: „Leihmutterschaft ist eine in sich falsche Handlung“
  7. Jerusalemer Patriarch will zwischen Putin und Selenskyj vermitteln
  8. Russland: Autobiografie von Papst Franziskus zensiert
  9. Vatikan-Außenminister zieht positive Bilanz seiner Moskau-Reise
  10. Matthäi am Letzten will Bischof Feige nicht mehr
  11. Matthäi am Letzten will Bischof Feige nicht mehr
  12. Die umstrittene Synodalkonferenz der Kirche in Deutschland wurde leise abgesagt
  13. Polen - Erzbischof Galbas: „Es gehört auch zum Auftrag der Kirche zu sagen: ‚Du darfst nicht‘“
  14. Die Freiheit der Liebe und die Einheit im Gebet
  15. Jüngerschaft in Wien und darüber hinaus

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz