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Erzdiözese Mechelen-Brüssel nennt weibliche ‚bischöfliche Delegierte‘ im Hochgebet der Messe

29. Dezember 2024 in Weltkirche, 11 Lesermeinungen
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Rebecca Charlier-Alsberge hat die Aufgaben des Bischofsvikars für eines der drei Vikariate der Erzdiözese übernommen. Ausgenommen sind die liturgischen Aufgaben.


Mechelen-Brüssel (kath.net/LifeSiteNews/jg)
Die belgische Erzdiözese Mechelen-Brüssel hat festgelegt, dass eine Laiin, die als „bischöfliche Delegierte“ fungiert, im Kanon der heiligen Messe direkt nach dem Papst und dem lokalen Erzbischof genannt werden soll.

Ende 2023 hat die Erzdiözese Rebecca Charlier-Alsberge als „bischöfliche Delegierte“ mit der Zuständigkeit für das Vikariat Wallonien-Brabant ernannt. Wallonien-Brabant ist eines der drei Vikariate, aus denen sich die Erzdiözese zusammensetzt. Diese Entscheidung sei im Sinne der Vision von Papst Franziskus für eine „synodale Kirche“, gab die Erzdiözese bekannt.

Vor kurzem hat die Erzdiözese in einer offiziellen Mitteilung an das Vikariat festgelegt, dass Alsberges Name in Kanon der Messe zu erwähnen ist.


Alsberge ist im Dezember 2023 von Erzbischof Luc Terlinden zur „bischöflichen Delegierten“ ernannt worden, nachdem der bisher für das Vikariat Wallonien-Brabant zuständige Weihbischof Jean-Luc Hudsyn zurückgetreten ist. Sie ist für fünf Jahre bestellt. Ihr zur Seite steht Alain de Maere, ein Priester, der insbesondere für die geweihten Seelsorger zuständig ist.

Abgesehen von den liturgischen Aufgaben sei ihr Tätigkeitsbereich derselbe wie der von Weihbischof Hudsyn, stellte Alsberge fest. Sie sei diejenige Person, welche die Entscheidungen zu treffen habe.

Ihre Aktivitäten scheinen aber dem angegebenen Verzicht auf liturgische Aufgaben zu widersprechen. Am 12. November nahm sie direkt vor Erzbischof Terlinden gehend an einer Prozession teil, die anlässlich der Grundsteinlegung eines Pastoralzentrums und einer Kirche durchgeführt wurde. Bei mehr als einem Anlass hat sie während der Messe das Wort ergriffen und ähnlich wie in einer Homilie über das Evangelium gesprochen.

In der zitierten Mitteilung an das Vikariat sind auch Richtlinien über die Teilnahme Alsberges an der Messe enthalten. Sie soll mit dem Priester, der die Messe feiert, einziehen und sich in die erste Reihe der Kirchenbänke setzen. An drei Stellen soll sie zur Gemeinde sprechen: nach der Begrüßung durch den Priester, nach dem Evangelium und vor dem Schlusssegen. Nach der Messe soll sie gemeinsam mit dem Priester die Gläubigen verabschieden, wenn sie die Kirche verlassen.

Im Vikariat Brüssel ist mit Marie-Francoise Boveroulle eine Frau zur Stellvertreterin des Vikars ernannt worden. Das ist die Stelle, die im Vikariat Wallonien-Brabant Alain de Maere innehat. Die Erzdiözese sieht darin eine „positiven Schritt“ in Richtung einer größeren Bedeutung für Frauen in Führungsrollen der Kirche.

 

Foto: tvcom/Screenshot Rebecca Charlier-Alsberge während einer Messe

 


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