Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Endgültiger Bruch mit Rom droht: Priesterbruderschaft St. Pius X. kündigt Bischofsweihen an
  2. Der Vatikan ist in Kontakt mit der Bruderschaft St. Pius X., um eine Spaltung zu vermeiden
  3. Bischof Oster legt nach: Grundsatzkritik am (deutsch-)Synodalen Weg
  4. Weihen ohne päpstliche Erlaubnis geplant: Papst Leo XIV. berät mit Vatikanbehörde
  5. Für alle, die bis jetzt zweifelten: Nun gehen sie wieder ins Schisma!
  6. Die synodale Sackgasse der Anderskatholischen
  7. Bischof Oster: „In der Sache selbst war ich ja in mehrfacher Hinsicht kritisch“
  8. Bischöfe und Funktionäre im Paralleluniversum
  9. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten
  10. Die große Täuschung
  11. Wohltuende Überraschung: Papst beruft norwegischen Bischof Erik Varden OCSO zu seinem Fastenprediger
  12. Medienkrise verschärft sich: Dramatische Auflagenverluste für Tageszeitungen in Deutschland
  13. Fatales Gerichtsurteil in Deutschland: Chefarzt siegt gegen katholisches Klinik-Verbot
  14. Kard. Müller nach Gespräch mit Papst Leo: „Atmosphäre ist von wechselseitigem Vertrauen bestimmt“
  15. Hunderte Einsprüche gegen Pfarrauflösung in der Diözese Linz - Keine Antworten aus Rom

Was wir von der Heiligen Familie lernen können

29. Dezember 2024 in Aktuelles, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus: Die Heilige Familie - ein Vorbild. Sie ist eine Familie, die sich austauscht, die redet. Der Dialog ist das wichtigste Element für eine Familie. Eine Familie, die nicht kommuniziert, kann keine glückliche Familie sein. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Angelus mit Papst Franziskus am Fest der Heiligen Familie von Nazareth: „Da geschah es, nach drei Tagen fanden sie ihn im Tempel; er saß mitten unter den Lehrern, hörte ihnen zu und stellte Fragen. Alle, die ihn hörten, waren erstaunt über sein Verständnis und über seine Antworten. Als seine Eltern ihn sahen, waren sie voll Staunen und seine Mutter sagte zu ihm: Kind, warum hast du uns das angetan? Siehe, dein Vater und ich haben dich mit Schmerzen gesucht“.

Das Evangelium berichtet, wie der zwölfjährige Jesus am Ende der jährlichen Pilgerreise nach Jerusalem Maria und Josef verloren gegangen ist. Sie fanden ihn im Tempel im Gespräch mit den Lehrern wieder (vgl. Lk 2,41-52). Der Evangelist Lukas schildere den Gemütszustand Marias, die Jesus frage: „Kind, warum hast du uns das angetan? Siehe, dein Vater und ich haben dich mit Schmerzen gesucht“ (V. 48). Jesus antworte ihr: „Warum habt ihr mich gesucht? Wusstet ihr nicht, dass ich in dem sein muss, was meinem Vater gehört?“ (V. 49).


Es sei dies die Erfahrung einer Familie, die zwischen ruhigen und dramatischen Momenten wechsle. Es klinge wie die Geschichte einer Familienkrise unserer Tage, eines schwierigen Heranwachsenden und zweier Eltern, die ihn nicht verstehen könnten.

„Halten wir inne und schauen wir uns diese Familie an“, so Franziskus : „Wisst ihr, warum die Heilige Familie von Nazareth ein Vorbild ist? Weil es eine Familie ist, die sich austauscht, die redet, die zuhört. Der Dialog ist das wichtigste Element für eine Familie. Eine Familie, die nicht kommuniziert, kann keine glückliche Familie sein“.

Es sei schön, wenn eine Mutter nicht mit einem Vorwurf beginne, sondern mit einer Frage. Maria klage nicht an und verurteile nicht, sondern sie versuche zu verstehen, wie sie diesen Sohn, der so anders ist, durch Zuhören aufnehmen könne. Trotz dieser Bemühungen heiße es im Evangelium: Maria und Josef „verstanden das Wort nicht, das er zu ihnen gesagt hatte“ (V. 50). Dies zeige, dass es in der Familie wichtiger sei, zuzuhören als zu verstehen. Zuhören bedeute, dem anderen Bedeutung beizumessen, sein Recht auf Existenz und eigenes Denken anzuerkennen. Das sei es, was Kinder bräuchten.

Ein bevorzugter Zeitpunkt für den Dialog und das Zuhören in der Familie seien die Mahlzeiten. So sei es schön, sich gemeinsam an den Tisch zu setzen und zu reden. Das könne viele Probleme lösen und verbinde vor allem die Generationen: „Die Kinder sprechen mit ihren Eltern, die Enkel mit ihren Großeltern... Bleibt niemals in euch gekehrt oder, noch schlimmer, mit dem Kopf auf dem Handy. Redet miteinander, hört einander zu, das ist der Dialog, der euch gut tut und der euch wachsen lässt!“.

Die Familie von Jesus, Maria und Josef sei „heilig“. Doch es sei zu sehen, dass selbst die Eltern Jesu nicht immer verstanden hätten. Wir könnten darüber nachdenken, und wir sollten uns nicht wundern, wenn es uns in der Familie manchmal geschehe, dass wir uns gegenseitig nicht verstünden. Sei dies der Fall, sollten wir uns fragen: „Haben wir uns gegenseitig zugehört? Gehen wir mit Problemen um, indem wir einander zuhören, oder verschließen wir uns in Stummheit, Verbitterung, Stolz? Nehmen wir uns Zeit für den Dialog?“. Was wir heute von der Heiligen Familie lernen könnten, sei also das gegenseitige Zuhören.

Foto (c) Vatican Media

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Endgültiger Bruch mit Rom droht: Priesterbruderschaft St. Pius X. kündigt Bischofsweihen an
  3. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  4. Bischof Oster legt nach: Grundsatzkritik am (deutsch-)Synodalen Weg
  5. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  6. Kard. Müller nach Gespräch mit Papst Leo: „Atmosphäre ist von wechselseitigem Vertrauen bestimmt“
  7. Nach „Wort zum Sonntag“: Staatsanwaltschaft ermittelt weiter gegen Pastorin Behnken
  8. Der Vatikan ist in Kontakt mit der Bruderschaft St. Pius X., um eine Spaltung zu vermeiden
  9. Weihen ohne päpstliche Erlaubnis geplant: Papst Leo XIV. berät mit Vatikanbehörde
  10. Bischöfe und Funktionäre im Paralleluniversum
  11. Massive Medienvorwürfe gegen den Priester Wolfgang Rothe als Mitglied des Betroffenenbeirats
  12. Schwere Zensur-Vorwürfe aus den USA: EU unterdrückt die Meinungsfreiheit
  13. Wohltuende Überraschung: Papst beruft norwegischen Bischof Erik Varden OCSO zu seinem Fastenprediger
  14. Bischof Oster: „In der Sache selbst war ich ja in mehrfacher Hinsicht kritisch“
  15. Die synodale Sackgasse der Anderskatholischen

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz