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Indien: Aus der Sklaverei in die Freiheit

29. Jänner 2025 in Weltkirche, keine Lesermeinung
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34 Menschen befanden sich bereits in den Fängen von Menschenhändlern, sollten als Arbeitssklaven und Zwangsprostituierte weiterverkauft werden. Ein lokaler Partner von Christian Solidarity International befreite sie. Von Pfarrer Peter Fuchs


München (kath.net) Dank großer Aufklärungskampagnen, Vortragsreisen und Interventionen in Kirchengemeinden und Dörfern deckte eine einheimische Partnerorganisation von Christian Solidarity International (CSI) in Indien in den vergangenen Wochen ein schreckliches Netzwerk des Menschenhandels auf. 34 Männer und Frauen, die sich bereits in den Fängen von Menschenhändlern befanden und als Arbeitssklaven und Zwangsprostituierte weiterverkauft werden sollten, konnten gerettet werden.

Nachdem Dorfvorsteher in den Distrikten Lohardaga und Gumla (Bundesstaat Jharkhand) bemerkten, dass Fremde systematisch Familien besuchten und Einwohner mit dem Versprechen hoher Löhne zu abgelegenen Treffpunkten lockten, alarmierten sie die lokale CSI-Partnerorganisation. Als deren Team tiefer grub, deckte es ein organisiertes Netzwerk des Menschenhandels auf, das es auf Angehörige von Randgruppen abgesehen hatte: Männer, Frauen und Kinder, die sich mit dem Anbau von Reis auf kargen Feldern und dem Verkauf von Brennholz mühsam ihren Lebensunterhalt verdienten – Menschen, für die das Überleben selbst ein täglicher Kampf ist. Dieses harte Dasein machte sie zu leichten Opfern von Menschenhändlern, denen es mit Versprechen auf ein gutes Leben allzu oft gelingt, trügerische Hoffnungen zu wecken.


Weitere Recherchearbeit kam zum Ergebnis, dass die Mehrheit dieser Opfer christlichen Familien angehörte.

Aufgrund der erlangten Erkenntnisse reichte das Team der CSI-Partnerorganisation eine formelle Anzeige bei der örtlichen Polizei ein und lieferte wichtige Details über den Kopf der Bande. Die Behörden handelten sofort. In einer nächtlichen Aktion wurden sieben Menschenhändler festgenommen, als sie sich anschickten, 34 ihrer Opfer, die bereits in einem Versteck gefangen gehalten wurden, in andere indische Bundesstaaten zu transportieren, um sie in ein rechtloses Leben als Arbeitssklaven in einer Ziegelei oder in die Zwangsprostitution zu transportieren.
Die festgenommenen Menschenhändler müssen sich nun vor Gericht verantworten, während die Bemühungen, den Drahtzieher zu fassen, mit einem bestehenden Haftbefehl fortgesetzt werden.

Inzwischen sind die 34 befreiten Christen zu ihren Familien zurückgekehrt. Tränen flossen beim Wiedersehen mit den schon verlorengeglaubten Brüdern, Schwestern und Vätern. Mit Unterstützung durch CSI steht die indische Partnerorganisation diesen Opfern des Menschenhandels weiterhin zur Seite, beispielsweise durch juristische, medizinische und psychologische Betreuung. Durch regelmäßigen Kontakt und Austausch mit Familienangehörigen, Polizei und Journalisten wird zudem die Sicherheit der Befreiten gewährleistet, fest entschlossen, ihnen dauerhaft zu einem Leben in Würde zu verhelfen.

Foto: Symbolbild


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