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Vatikan-Theologen: Zentrale Glaubensformel der Christen neu beleben

6. April 2025 in Aktuelles, 1 Lesermeinung
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In Nicäa wurde 325 der christliche Glaube festgelegt, dass Jesus Gott und Mensch zugleich ist - Zum 1.700-Jahr-Jubiläum haben Mitglieder der "Internationalen Theologenkommission" das im Auftrag des Papstes das bewertet und eingeordnet.


Vatikanstadt (kath.net/ KAP)
Acht Theologen aus sieben Ländern haben für den Vatikan das christliche Glaubensbekenntnis analysiert und bewertet. Bei dem Konzil von Nicäa (Nizäa) war vor 1.700 Jahren die bis heute für alle Christen gültige Formel festgelegt worden, wonach Jesus in gleicher Weise als Mensch und als Gott anzusehen ist.
An dem am Donnerstag vom Vatikan veröffentlichten Text der "Internationalen Theologenkommission" haben sechs Männer und zwei Frauen mitgewirkt. Zwei der Autoren stammen aus dem deutschsprachigen Raum: die in Wien lehrende Theologin Marianne Schlosser und der emeritierte Bonner Dogmatiker Karl-Heinz Menke. Der Titel des rund 70 Seiten langen Dokuments lautet: "Jesus Christus, Sohn Gottes, Erlöser - 1700. Jahrestag des ökumenischen Konzils von Nizäa 325-2025".


"Außerordentliche Ressourcen"
In der Erläuterung zu dem in 124 Punkte gegliederten theologischen Dokument heißt es: "In Nizäa wurde der Glaube an die Erlösung in Jesus Christus und an den einen Gott in drei Personen (Vater, Sohn und Heiliger Geist) auf den Punkt gebracht, definiert und verkündet." Wenn die Kirche heute in eine neue Etappe der Verkündigung des Glaubens an den dreifaltigen Gott eintrete, solle sie auf die "außerordentlichen Ressourcen dieses Bekenntnisses" zurückgreifen.
Der Text der Theologinnen und Theologen wurde im Jahr 2024 einstimmig beschlossen und dem Glaubenspräfekten, Kardinal Víctor Manuel Fernández, zur Genehmigung vorgelegt. Danach habe Papst Franziskus der Veröffentlichung zugestimmt.

Neue Impulse für die Einheit der Kirchen
Die Theologen sprechen sich ferner dafür aus, aus der Befassung mit dem Konzil von Nicäa "neue Anregungen für die Wiedergewinnung der Einheit der Christen zu empfangen". Ferner drücken sie die Hoffnung auf ein gemeinsames Datum für das Osterfest aus.
Das diesjährige Jubiläum von Nicäa sei für alle Christen "eine einzigartige Gelegenheit, um zu betonen, dass das, was wir gemeinsam haben, (...) viel stärker ist als das, was uns trennt." In dem Dokument laden die Autoren dazu ein, von Nizäa ausgehend allen Menschen Jesus als Erlöser zu verkünden und die Rolle der Kirche als Vermittlerin des göttlichen Heils zu erklären.
Ein Studientag zum 1.700. Jahrestag des Ökumenischen Konzils von Nicäa soll am 20. Mai in der Päpstlichen Universität Urbaniana in Rom stattfinden. An ihm werden die Autoren des Dokuments sowie weitere Expertinnen und Experten teilnehmen.

(Dokument der Theologenkommission im Wortlaut, deutsch: https://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/cti_documents/rc_cti_doc_20250403_1700-nicea_ge.html)

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Lesermeinungen

 Hängematte 6. April 2025 
 

Interessant ist, dass im deutsprachigen Raum

meist das apostolische Glaubensbekenntnis gebetet wird, in anderen Ländern wie Slowenien und Kroatien eher das große feierliche Glaubensbekenntnis. Warum eigentlich?


0
 

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