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Christentum im Norden Nigerias „wächst astronomisch“

13. April 2025 in Weltkirche, 3 Lesermeinungen
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Trotz der gewaltsamen Übergriffe gebe es in Nordnigeria immer mehr Menschen, die sich für das Christentum begeistern.


Wien (kath.net/KIN) Trotz anhaltender Verfolgung wachse die Zahl der Christen in Nordnigeria „geradezu astronomisch“. Das stellte Bischof Habila Daboh aus Zaria im Bundesstaat Kaduna gegenüber dem weltweiten katholischen Hilfswerk „Kirche in Not“ (ACN) fest. Dabei sei das Leben für Christen nicht einfach: „Eine Mischung aus dschihadistischen Angriffen, Kriminalität und Stammeskonflikten bedroht ihr Leben“, sagte Daboh. Die Einführung der islamischen Rechtsprechung der Scharia in zahleichen Regionen habe die Lage zusätzlich verschärft.

Schuld an diesen zunehmenden Konflikten sei nicht die muslimische Mehrheitsbevölkerung, sondern erstarkende Gruppen von Extremisten. Das Zusammenleben von Christen und Muslimen sei zuvor harmonisch gewesen, erklärte der Bischof: „Wir teilten unser Festtagsessen. Wir feierten zusammen, spielten zusammen Fußball, besuchten dieselben Märkte. Doch dann kamen die Extremisten. Sie behaupteten, wer kein Muslim sei, verdiene es nicht zu leben. Von da an wurde das Leben für Christen unerträglich.“


Zulauf trotz Verfolgung

Doch trotz dieser Spannungen und gewaltsamen Übergriffe gebe es in Nordnigeria immer mehr Menschen, die sich für das Christentum begeistern. Daboh, der zuvor Leiter des Priesterseminars in Kaduna war, erinnerte an die Entführung von vier Seminaristen Anfang 2020. Einer von ihnen, der 18-jährige Michael Nnadi wurde ermordet (Foto: seine Beisetzung). Die übrigen kamen frei. Nach dieser traumatischen Erfahrung hätten er und andere Verantwortliche befürchtet, dass junge Männer nun nicht mehr den Priesterberuf ergreifen würden. Doch das Gegenteil sei geschehen, erzählte der Bischof: „Es bewarben sich noch mehr junge Männer für das Priesterseminar. Als wir sie fragten, warum, sagten sie: ,Wir wollen den Menschen zeigen, dass Jesus ein Mann des Friedens war, dass er Liebe lehrte.‘“

Extremistische Gruppen wie Boko Haram bekämpften jede Form von Bildung, die ihnen ihren Augen als „westlich“ gilt. Doch die Christen setzten auf Bildung als „Schlüssel zur Freiheit“, betonte Daboh. Deshalb betreibe die katholische Kirche auch in Nordnigeria zahlreiche Schulen: „Mein Volk ist hungrig nach Wissen. Bildung gibt den Menschen die Möglichkeit, sich zu entwickeln. Sie können herausfinden, was richtig und falsch ist.“

„Die Menschen sind glücklich, weil sie Christus haben“

Er stelle fest, dass viele Menschen trotz Armut und Verfolgung glücklich seien und das auch ausstrahlten: „Sie sind glücklich, weil sie Christus haben“, sagte der Bischof. „Die Menschen wollen Liebe und Friede verkünden. Wir mögen nicht alle aus derselben Volksgruppe kommen oder derselben Religion angehören. Aber wir glauben daran, dass jeder unser Nächster ist und uns braucht. Das ist das Evangelium Christi.“

In Nigeria sind jeweils gut die Hälfte der rund 237 Millionen Einwohner Christen oder Muslime. Während im Süden die Zahl der Christen überwiegt, sind sie im Norden in der Minderheit. In zwölf Bundesstaaten ist die Scharia eine zentrale Quelle der Gesetzgebung, Rechtsprechung und Verwaltung. Im ganzen Land halten Angriffe auf Christen an. Diese gehen von dschihadistischen Gruppen oder kriminellen Banden aus. Nigeria verzeichnet aktuell die höchste Zahl von entführten Priestern und Ordensleuten weltweit.

 

Foto (c) Kirche in Not


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Lesermeinungen

 lesa 14. April 2025 

Fruchtbares Weizenkorn oder Verrat der Wahrheit , die CHRISTUS ist.

@salvatoreMio: Danke für das Zitat von Tertullian! Es wird bis zum Ende der Zeiten wahr sein. sein. Man kann also sagen "Wegen"... statt "Trotz" (der gewaltsamen Übergriffe gebe es in Nordnigeria immer mehr Menschen, die sich für das Christentum begeistern.)Wobei nicht Mord und Gewalt das Prinzip sind, sondern eine Konsequenz sein können jener Haltung der treuen Hingabe, die sich auch im Alltag und unspektakulär ereignet - und sei es, die geistige Finsternis auszuhalten und ihr durch Gebet entgegenzuwirken, ohne die Früchte selber unmittelbar zu sehen.
@Versusdeum: Deswegen führen Sie zu Recht das antichristliche Beispiel des synodalen Weges in D, und die verbreitete Angleichung an die Welt als das direkte Gegenstück an. Im einen Fall: Die Fruchtbarkeit des Weizenkorns, im anderen Fall: Die Verbreitung der Gottesfinsternis durch jene, die andere auf dem breiten Weg bestärken, anstatt mit dem Guten Hirten wie die treuen Zeugen Leben des Geistes zu vermitteln, EWIGES Leben!


0
 
 Versusdeum 13. April 2025 
 

... und die Saat von ZdK und Würzburger Erklärung

ist der Niedergang der Kirche in deutschen Landen. Ob der nächste Papst wohl aus Afrika kommen wird?


1
 
 SalvatoreMio 13. April 2025 
 

Schriftsteller Tertullian, geboren 160 in Khartago, erster latein. Kirchenschriftsteller,

entstammte Zeiten, in denen viele Neubekehrte bereit waren, mit ihrem Leben für Christus Zeugnis abzulegen. Was Tertullian schrieb, bewahrheitet sich heute in Nigeria: "Das Blut der Märtyrer ist der Same der Kirche!"


6
 

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