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Geschlechtertrennung bei Islamwoche in der Kieler Uni

26. Juni 2025 in Deutschland, 3 Lesermeinungen
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Männer durften im Uni-Hörsaal vorne sitzen, Frauen mussten nach hinten, es gab getrennte Eingänge! – Auf FDP-Antrag muss sich der Bildungsausschuss des Landtags mit der Causa befassen


Kiel (kath.net) Die Leitung der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) hat inzwischen mitgeteilt, die u.a. in den „Kieler Nachrichten“ erhobenen Vorwürfe sehr ernst zu nehmen. Sie werden laut Kanzlerin Claudia Ricarda Meyer derzeit geprüft. Das berichtet „msn“. Es gab schon im Vorfeld Diskussionen, denn einer der Redner gehört der Organisation „Iman“ an, die der Verfassungsschutz dem Salafismus zuordnet. Außerdem gab es Beschwerden über Aussagen zur Züchtigung von Frauen, geschlechtergetrennter Sitzordnung und Antisemitismus-Vorwürfe. Auf Antrag der FDP befasst sich der Bildungsausschuss am 10. Juli mit der Islamwoche.

Die Islamische Hochschulgruppe Kiel (IHG) hatte im Mai eine Aktionswoche veranstaltet, danach gab es offenbar hochschulinterne Beschwerden über die geschlechtergetrennte Sitzordnung. Laut Augenzeugen seien Besucherinnen und Besucher dazu aufgefordert worden, unterschiedliche Eingänge zu benutzen und getrennt voneinander zu sitzen: Männer nach vorn, Frauen nach hinten, schildert „msn“. Auch seien antisemitische Aufkleber zu sehen gewesen. Des weiteren habe ein Redner darüber gesprochen, wann ein Mann eine Frau züchtigen dürfe.


„msn“ zitiert aus den „Kieler Nachrichten“, dass die IGH die Kritik an der Islamwoche zurückgewiesen habe. Sie distanzierte sich von Antisemitismus und betonte, dass es sich bei der Sitzordnung um ein freiwilliges Angebot gehandelt habe.

- Artikel wird unten fortgeführt -
 

Wolfgang Kubicki, der ehemalige Vizepräsident des Deutschen Bundestags, erläuterte gegenüber der „Welt“ zu diesen „fassungslos“ machenden Vorfällen: „Offensichtlich muss die Aufsicht über diese Hochschule intensiviert werden. Denn eine Körperschaft des öffentlichen Rechts ist in besonderer Weise verpflichtet, die Grundregeln unseres Grundgesetzes durchzusetzen“. Es handle sich „um eine falsche verstandene Toleranz gegenüber den Intoleranten“, auch müsse „hier mal die Staatsanwaltschaft tätig werden“ angesichts des Antisemitismus. Der FDP-Politiker stellt eigens fest, dass „das, was dort passiert ist, auch strafbewehrt ist“. Man könne nicht immer „nur reden, hier muss der Rechtsstaat endlich auch Konsequenzen zeigen“.

Foto: Symbolbild


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