Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vom Streuner zum Messdiener: Welpe „Johnny“ findet ein neues Zuhause
  2. Papst warnt erneut die Piusbrüder! Geste wäre "ein schismatischer Akt"
  3. Selektive Wahrheiten und die römische Geduld
  4. 'Der Bischof des Niedergangs ist Herr Feige'
  5. Vom Benehmen mit Majestäten
  6. Homosexuellenapostolat Courage International kritisiert Synodenbericht
  7. Ein Jahr Papst Leo XIV.
  8. Eine nötige Klarstellung aus Rom
  9. Ein Moment zum Schämen
  10. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts bei Unfall schwer verletzt
  11. Vom Segen Gottes und dem Fake-Segen dieser Welt
  12. Wuppertaler stellv. Stadtdechant: „Lebendige Bindung an die Weltkirche“ statt „deutsche Sonderwege“
  13. „Klimaschützer“ fliegen am häufigsten
  14. Pompei: Keine irdische Macht wird die Welt retten!
  15. Solschenizyns düstere Prognose: Wenn die Seele der Zivilisation stirbt

Thomas von Aquin über Migration

4. Dezember 2025 in Weltkirche, 7 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Hilfe für Fremde gehört zum Universalgebot der Liebe, darf aber die Ordnung des Gastlandes nicht gefährden.


Linz (kath.net/jg)
Der Kirchenlehrer Thomas von Aquin (1224/25 – 1275) hat in seiner Summa theologica einige Gedanken zur Migration niedergelegt. Ein Autor und Blogger mit dem Pseudonym „Imperator“ hat sie auf seinem Blog Atlas Press zusammengefasst.

Er hebt drei Punkte hervor, welche die westlichen Länder fast 1.000 Jahre lang geprägt hätten:

  1. Immigration muss immer verhältnismäßig sein, damit sich die Ausländer ausreichend an die Kultur und die religiösen Gebräuche des Gastlandes anpassen können.
  2. Um die Kultur, die religiösen Gebräuche und die Verfassung des Gastlandes zu bewahren, sollten die Staatsbürgerschaft und die damit verbundenen Rechte erst der dritten Generation verliehen werden.
  3. Das Gemeinwohl der Bürger muss höchste Priorität des Staates bleiben. Das bedeutet, dass die Verpflichtungen eines Staates, Hilfe für Nachbarn zu leisten, nicht auf Kosten der eigenen Bürger gehen darf.

Imperator bezieht sich hier auf die „Ordnung der Liebe“ (ordo amoris), die beispielsweise einen Familienvater dazu verpflichtet, zuerst für seine Frau und seine Kinder zu sorgen, erst in zweiter Linie für seine weiteren Verwandten und Nachbarn. Analog hat der Staat in erster Linie für seine Bürger zu sorgen.


In Notfällen, also wenn das Leben oder Grundbedürfnisse von Fremden bedroht sind, ist Hilfe für diese geboten, weil die Not dieser Menschen groß ist. (S. th. II-II, q. 26, a. 8)

Damit werden zwei Extreme verhindert. Einerseits die Verweigerung der Hilfe für Menschen in Not, die gegen das Universalgebot der Liebe verstoßen würde. Das andere Extrem ist die unterschiedslose und unangemessene Freizügigkeit, welche die Bedürfnisse der eigenen Familie und Nation vernachlässigt, schreibt Imperator.

Die Staatsverfassungen und Rechtssysteme, insbesondere das Staatsbürgerrecht und die damit zusammenhängenden Bürgerrechte waren im 13. Jahrhundert nicht in der Weise ausgeprägt, wie wir sie heute kennen. 

Imperator verweist auf die Summa theologica, ohne jedoch nähere Angaben zu machen. Die Gedanken, die er äußert, finden sich in etwa im ersten Teil des zweiten Buches, Frage 105, Artikel 3. (S. th. I-II, q. 105, a.3).

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Migration

  1. Dänemark: Verschärfung der Abschieberegeln für kriminelle Migranten
  2. 100.000 Euro von der EKD für Afghanen, damit diese Aufenthalt in Deutschland einklagen können
  3. Katholische Büroleiter kritisieren Stellungnahme der Berliner Büros zur Asylpolitik der Union
  4. US-Vizepräsident Vance: ‚Europa läuft Gefahr, zivilisatorischen Selbstmord zu begehen‘
  5. Bürgermeister von New York dankt Regierung Trump für Kampf gegen kriminelle Migranten
  6. US-Bischofskonferenz verklagt die Regierung Trump
  7. Phil Lawler: Der Brief des Papstes an die US-Bischöfe zur Migrationspolitik war ‚katastrophal‘

Thomas von Aquin

  1. Schädelreliquie des heiligen Thomas von Aquin auf dreiwöchiger Reise durch die USA
  2. Benutzerfreundliche Version der ‚Summa Theologiae’ im Internet verfügbar
  3. 'Infideles non judicantur, sed jam judicati sunt'
  4. Der heilige Thomas von Aquin: Philosophie für die Theologie im Dialog
  5. Gratia supponit naturam
  6. Mixa: 'Thomas war scharf im Denken, innig in der Liebe des Herzens'
  7. Pädagogik des Thomas von Aquin: 'Helfen, zu sein'






Top-15

meist-gelesen

  1. EINMALIGE CHANCE - SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Selektive Wahrheiten und die römische Geduld
  3. Papst warnt erneut die Piusbrüder! Geste wäre "ein schismatischer Akt"
  4. Vom Streuner zum Messdiener: Welpe „Johnny“ findet ein neues Zuhause
  5. Eine nötige Klarstellung aus Rom
  6. Pompei: Keine irdische Macht wird die Welt retten!
  7. 'Der Bischof des Niedergangs ist Herr Feige'
  8. Vom Segen Gottes und dem Fake-Segen dieser Welt
  9. Überraschendes Blutwunder in Neapel bei Papstbesuch
  10. 'Der Papst sollte diese wöchentlichen Presse-Mehrkämpfe unterlassen'
  11. Wenn die Wahrheit unglaubwürdig ist: Bankmitarbeiterin beendete Telefonat mit Papst Leo
  12. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts bei Unfall schwer verletzt
  13. Solschenizyns düstere Prognose: Wenn die Seele der Zivilisation stirbt
  14. Ein Moment zum Schämen
  15. Vom Benehmen mit Majestäten

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz