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| ![]() Neue Katechesenreihe: Das Zweite Vatikanische Konzil durch seine Dokumentevor 31 Stunden in Aktuelles, keine Lesermeinung Leo XIV.: Ursprung, Dokumente und bleibende Aufgabe des Konzils für Kirche und Welt. Die Dokumente des Konzils als Orientierung für den Weg der Kirche - bleibender Bezugspunkt kirchlicher Orientierung. Von Armin Schwibach Rom (kath.net/as) „Gedenkt eurer Vorsteher, die euch das Wort Gottes verkündet haben! Betrachtet den Ertrag ihres Lebenswandels! Ahmt ihren Glauben nach! Jesus Christus ist derselbe gestern und heute und in Ewigkeit. Lasst euch nicht von vieldeutigen und fremden Lehren irreführen“ (Hebr 13,7-9). In der ersten Generalaudienz des Jahres 2026 begann Papst Leo XIV. einen neuen Zyklus von Katechesen, der dem Zweiten Vatikanischen Konzil und der erneuten Lektüre dessen Dokumente gewidmet ist. Nach dem Heiligen Jahr, in dem sich die Katechesen den Geheimnissen des Lebens Jesu gewidmet hatten, wurde damit ein neuer thematischer Schwerpunkt gesetzt. Der Papst ordnete diesen Schritt als Gelegenheit ein, die Schönheit und Bedeutung dieses kirchlichen Ereignisses neu wahrzunehmen. Er erinnerte daran, dass der heilige Johannes Paul II. zum Abschluss des Jubiläumsjahres 2000 das Konzil als „die große Gnade bezeichnete, in deren Genuß die Kirche im 20. Jahrhundert gekommen ist“ (vgl. Apostolisches Schreiben Novo Millennio Ineunte 57, 6. Januar 2001). Im Zusammenhang mit dem Jubiläum des Konzils von Nizäa sei im Jahr 2025 auch an den sechzigsten Jahrestag des Zweiten Vatikanischen Konzils erinnert worden. Obwohl der zeitliche Abstand nicht groß erscheine, stellte der Papst fest, dass die Generation der Bischöfe, Theologen und Gläubigen, die das Konzil getragen habe, heute nicht mehr lebe. Daraus ergebe sich die Aufgabe, seine prophetische Dimension nicht verblassen zu lassen und weiterhin Wege zu suchen, dessen Einsichten umzusetzen. Dies könne jedoch nicht auf der Grundlage von Hörensagen oder späteren Deutungen geschehen, sondern durch eine erneute Lektüre der Konzilsdokumente und eine Auseinandersetzung mit ihrem Inhalt. Diese Texte seien weiterhin Teil des kirchlichen Lehramtes und blieben eine Orientierung für den Weg der Kirche. In diesem Zusammenhang erinnerte der Papst an Benedikt XVI., der gelehrt habe: „Die Konzilsdokumente haben im Laufe der Jahre nicht an Aktualität verloren; ihre Lehren erweisen sich sogar als besonders nützlich im Bezug auf die neuen Anliegen der Kirche und der jetzigen globalisierten Gesellschaft“ (Erste Botschaft während der Eucharistiefeier mit den Kardinälen in der Sixtinische Kapelle, 20. April 2005). Leo XIV. führte weiter aus, dass Papst Johannes XXIII. bei der Eröffnung des Konzils am 11. Oktober 1962 von einer „Morgenröte“ gesprochen habe, von einem Tag des Lichts für die ganze Kirche. Die Arbeit der Konzilsväter aus allen Teilen der Welt habe tatsächlich den Weg für eine neue kirchliche Phase bereitet. Nach einer reichen biblischen, theologischen und liturgischen Erneuerung, die das 20. Jahrhundert geprägt habe, habe das Konzil Gottes Antlitz neu als Vater erkannt, der in Christus dazu berufe, seine Kinder zu sein. Die Kirche sei im Licht Christi, des Lichtes der Völker, als Geheimnis der Gemeinschaft und als Sakrament der Einheit zwischen Gott und seinem Volk betrachtet worden. Zugleich habe das Konzil eine liturgische Reform eingeleitet, in deren Mitte das Heilsmysterium und die aktive Teilnahme des ganzen Gottesvolkes standen. Gleichzeitig habe das Zweite Vatikanische Konzil geholfen, sich der Welt zu öffnen und die Veränderungen und Herausforderungen der modernen Zeit wahrzunehmen. Dies sei im Geist des Dialogs und der Mitverantwortung geschehen, als Kirche, die auf die Menschheit zugehen wolle, die Hoffnungen und Ängste der Völker aufnehme und an der Gestaltung einer gerechteren und brüderlicheren Gesellschaft mitwirke. In diesem Zusammenhang erinnerte der Papst an die Worte von Paul VI.: „Die Kirche muss zu einem Dialog mit der Welt kommen, in der sie nun einmal lebt. Die Kirche macht sich selbst zum Wort, zur Botschaft, zum Dialog“ (Enzyklika Ecclesiam suam, 67). Paul VI. habe damit den Einsatz für die Wahrheit auf dem Weg des Ökumenismus, des interreligiösen Dialogs und des Dialogs mit allen Menschen guten Willens beschrieben. Dieser Geist, diese innere Haltung müssten nach den Worten des Papstes das geistliche Leben und das pastorale Handeln der Kirche prägen, „denn wir müssen die kirchliche Reform im Hinblick auf den Dienst noch vollständiger verwirklichen, und angesichts der heutigen Herausforderungen sind wir aufgerufen, aufmerksame Deuter der Zeichen der Zeit, freudige Verkünder des Evangeliums und mutige Zeugen der Gerechtigkeit und des Friedens zu bleiben“. In diesem Zusammenhang erinnerte Leo XIV. an Albino Luciani, den späteren Papst Johannes Paul I., der zu Beginn des Konzils als Bischof von Vittorio Veneto geschrieben habe: „Es besteht nach wie vor die Notwendigkeit, nicht so sehr Organisationen, Methoden oder Strukturen zu schaffen, sondern vielmehr eine tiefere und umfassendere Heiligkeit. […] Es kann sein, dass die hervorragenden und reichhaltigen Früchte eines Konzils erst nach Jahrhunderten sichtbar werden und unter mühsamer Überwindung von Gegensätzen und widrigen Umständen reifen“. Das erneute Entdecken des Konzils helfe uns, so Papst Franziskus, „Gott wieder den Vorrang zu geben und eine Kirche zu sein, die von Liebe zu ihrem Herrn und zu allen von ihm geliebten Menschen erfüllt ist“ (vgl. Predigt zum 60. Jahrestag des Beginns des Zweiten Vatikanischen Konzils, 11. Oktober 2022). Abschließend griff Papst Leo XIV. die Worte Pauls VI. an die Konzilsväter zum Abschluss des Konzils auf. Diese Worte blieben auch für die Gegenwart ein Maßstab. Paul VI. habe von der Stunde des Aufbruchs gesprochen, vom Verlassen der Konzilsversammlung, um der Menschheit zu begegnen und ihr das Evangelium zu bringen, im Bewusstsein, eine Zeit der Gnade erlebt zu haben, in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zusammenkamen. Er habe ausgeführt: „Die Vergangenheit: denn hier ist die Kirche Christi versammelt, mit ihrer Tradition, ihrer Geschichte, ihren Konzilien, ihren Kirchenlehrern, ihren Heiligen. […] Die Gegenwart: denn wir gehen von hier aus der heutigen Welt entgegen, mit ihren Nöten, ihren Leiden, ihren Sünden, aber auch mit ihren Errungenschaften, ihren Werten, ihren Tugenden. […] Die Zukunft schließlich liegt im dringenden Ruf der Völker nach größerer Gerechtigkeit, in ihrem Willen zum Frieden, in ihrem bewussten oder unbewussten Verlangen nach einem höheren Leben, das die Kirche Christi geben kann und geben will“ (Botschaft an die Konzilsväter, 8. Dezember 1965)“. In diesem Sinn gelte dies auch heute. Die Annäherung an die Dokumente des Zweiten Vatikanischen Konzils und die Wiederentdeckung ihrer prophetischen Dimension führten dazu, die reiche Tradition des kirchlichen Lebens anzunehmen, sich zugleich den Fragen der Gegenwart zu stellen und mit erneuerter Bereitschaft der Welt entgegenzugehen, um ihr das Evangelium vom Reich Gottes zu bringen, vom Reich der Liebe, der Gerechtigkeit und des Friedens. Die Pilger und Besucher aus dem deutschen Sprachraum begrüßte der Heilige Vater mit den folgenden Worten: Liebe Brüder und Schwestern deutscher Sprache, nachdem das Heilige Jahr gestern mit der Schließung der Heiligen Pforte zu Ende gegangen ist, wollen wir dem Herrn für die Gnaden danken, die er uns in dieser besonderen Zeit geschenkt hat. Sie mögen uns helfen, auch im neuen Jahr hoffnungsvoll unseren Glaubensweg zu gehen. Foto (c) Vatican Media
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