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‚Dubia‘ an den Vatikan – US-Priester bitten um Klärung hinsichtlich liturgischer Änderungen

18. Jänner 2026 in Weltkirche, 21 Lesermeinungen
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Diözesanbischof Michael Martin hat in einem Hirtenbrief unter anderem angeordnet, Kommunionbänke und Kniebänke für den Kommunionempfang nicht zu verwenden.


Charlotte (kath.net/jg)
Mehr als 30 Priester der US-Diözese Charlotte (Bundesstaat North Carolina) haben eine Reihe von Fragen („dubia“) an den Vatikan geschickt. Hintergrund sind liturgische Vorgaben von Diözesanbischof Michael Martin (64), berichtet die katholische Nachrichtenseite The Pillar

Bischof Martin hat unter anderem angeordnet, alle Kommunionbänke, also Kommuniongitter, und Kniebänke für den Kommunionempfang zu entfernen. 

Die Dubia wurden am 5. Januar brieflich an das Dikasterium für Gesetzestexte gesandt. 31 Priester des Bistums Charlotte haben das Schreiben unterzeichnet. Das ist ungefähr ein Viertel aller Priester der Diözese. Der Brief liegt The Pillar vor.

Er ist eine Reaktion auf einen Hirtenbrief, den Bischof Martin im Dezember 2025 veröffentlicht hat. Darin verlangt der Diözesanbischof, dass Kommunionbänke, Kniebänke und Betstühle beim Empfang der Kommunion nicht verwendet werden dürfen. Die neuen Regeln sollen im Jahr 2026 in Kraft treten. Bewegliche Vorrichtungen müssen bis 16. Januar entfernt werden.


Die Priester ersuchen in ihrem Schreiben an den Vatikan um formelle Anleitung und Klärung der Frage, ob ein Diözesanbischof die Autorität hat, liturgische Änderungen durchzusetzen, wie sie Bischof Martin in den letzten Monaten vorgegeben hat.

Für zusätzliche Verunsicherung hat ein Entwurf über weitere liturgische Änderungen gesorgt. Der Entwurf, der weitere, detaillierte Vorschriften über die Liturgie in der Diözese Charlotte enthält, ist im Sommer 2025 an die Öffentlichkeit gelangt. Unter anderem sollen bestimmte Arten von Messgewändern, Altarkreuzen und Kerzen auf Wunsch des Bischofs nicht mehr verwendet werden. Gleiches gilt für die Verwendung der lateinischen Sprache und die Rezitation der Gebete, welche die Priester beim Anlegen der Messgewänder sprechen. Dies soll gestrichen werden.

„Sowohl der Brief vom vergangenen Sommer als auch der Hirtenbrief vom 17. Dezember“ haben unter den Priestern und den Gläubigen der Diözese Charlotte viel Besorgnis ausgelöst, insbesondere in jenen Pfarren, die den Gläubigen die Verwendung der Kommunionbänke oder von Betstühlen für den Empfang der Heiligen Kommunion erlaubt haben“, heißt es im Begleitbrief zu den Dubia wörtlich.

Die Priester berufen sich unter anderem auf die Allgemeine Einführung in das Römische Messbuch, welche den Gläubigen unter anderem den knieenden Empfang der Kommunion ausdrücklich zusichert. 

In den Dubia fragen die Priester unter anderem, ob ein Diözesanbischof die Verwendung von Kommuniongittern untersagen und deren Entfernung anordnen kann. Sie stellen in Frage, ob ein Diözesanbischof das Tragen bestimmter Messgewänder, gegen die kein Verbot in der Kirche besteht, untersagen kann. 

Seit seinem Amtsantritt im Mai 2024 ist Bischof Martin immer wieder in die Kritik geraten. Unter anderem werden ihm „willkürliches Mikromanagement“ und ein autokratischer Führungsstil vorgeworfen.

 


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Lesermeinungen

 BittenWir 19. Jänner 2026 
 

Seit Jahrzehnten schon keine Kommunionbänke mehr hier

Bestimmt seit über 30 Jahren anlässlich der Großen Renovierung haben wir keine Kommunionbänke mehr. Es ging ab sofort Bänkeweise im Gänsemarsch nach vorne. So wie ich das hier in diversen Heiligen Messen beobachten konnte, ist die Umstellung von Beginn an gut angenommen worden. (Knieende) Mundkommunion habe ich bei uns bisher nicht erlebt. Allerdings letzte Zählung ergeben 5 Prozent Messbesuch. Wobei am Zählwochenende die Kommunionkinder der Gemeinde vorgestellt wurden.


0
 
 modernchrist 19. Jänner 2026 
 

Wie synodal hat den dieser Bischof

das mit seinen Priestern und Gläubigen beschlossen und beraten? Oder kehrt da einer alleine klerikalistisch mit eisernem Besen durch sein Bistum? Gut, dass so viele Priester diese Dubia an Rom sandten.
Wer sich nicht hinknien will oder kann, der kann ja stehend am Gitter oder an der Kommunionbank das Allerheiligste empfangen! Wieso soll dann alles gleich weggerissen werden? Nebenbei: Es tut jedem Menschen mal gut, sich mal demütig hinzuknien! Und das Nach-Vorne-Pilgern hat nicht zu größerer Frömmigkeit des pilgernden Gottesvolkes geführt!


2
 
 chorbisch 19. Jänner 2026 
 

@Jothekieker@Versusdeum@BBM

Danke für den Hinweis. Ich hatte bei meiner Suche das Schreiben vom Dezember gefunden und ging davon aus, dass sich die Anfrage der Priester auf dieses aktuellste Schreiben bezieht.

Das ändert aber nichts an meiner Ansicht, dass es in solchen Fällen besser wäre, die Originalquelle zu verlinken und nicht Artikel oder Kommentare.

@BBM In der Sache kann ich das Ansinnen des Bischofs auch nicht nachvollziehen, es ging mir nur darum, aus welcher Quelle man sich über das Thema informiert und da sollten Beiträge aus zweiter/dritter Hand nur Ergänzung, nicht Primärquelle sein.


0
 
 SalvatoreMio 19. Jänner 2026 
 

Die Ehrfurcht vor dem Altarssakrament ist verringert durch die Handkommunion!

@BBM: das ist ja das Problem! Wir hatten Jahrzehnte Zeit, das endlich zu erkennen. Älteren Kardinälen, Bischöfen und Gemeindepriestern müsste das doch allmählich aufgefallen sein! Warum also kommt keine Kehrtwende? (Dazu braucht es nicht einmal lateinische Messen noch viele andere Änderungen!).


3
 
 heikostir 19. Jänner 2026 
 

Ich kann die Regelungen dieses Bischofs nicht nachvollziehen und halte sie für falsch.

Doch das ganze Thema ist aus der Zeit gefallen: Das ganze Thema wirkt insgesamt aus der Zeit gefallen. Momentan mehren sich weltweit die Krisenherde, die Weltordnung, unschuldige Menschen werden in Kriegen massenweise niedergemezelt, Millionen ungeoborener Kinder im Mutterleib, Millionen sind auf der Flucht, die nach dem II. Weltkrieg geschmiedet wurde, zerfällt etc. etc. Und Katholiken diskutieren über das Für und Wider von Kommunionbänken.

Da kann man sich nur noch kopfschüttlend abwenden.


2
 
 Versusdeum 19. Jänner 2026 
 

Es geht doch um 2 verschiedene Briefe

@Richelius @chorbisch. Offenbar würde diese Information ja erst später ergänzt, sonst wären Ihre Fragen nicht aufgetaucht.


0
 
 Richelius 18. Jänner 2026 
 

@ chorbisch

Dieses Schreiben hatte ich gelesen. Deshalb meine Verwunderung.


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 BBM 18. Jänner 2026 
 

@ chorbisch@Jothekieker

Die Begründung der Anweisung im Hirtenbrief von Bischof Martin überzeugt nicht. Denn auch jene, die bevorzugen, "go in procession", um die Kommunion zu empfangen. Es sollte jeder selbst entscheiden können. Das Problem liegt in der einseitigen Empfehlung und noch mehr in der aktiven Behinderung des knieenden Kommunionempfangs durch Anordnung organisatorischer Maßnahmen. Darüber hinaus ist m.E. deutlich sichtbar, dass die Praxis der Handkommunion die Ehrfurcht vor dem Altarsakrament eher verringert als befördert hat.

charlottediocese.org/communications/bishop-martin-issues-pastoral-letter-on-norms-for-holy-communion/


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 gebsy 18. Jänner 2026 

Hl. Kommunion

ohne REGELMÄSSIGE hl. Beichte ist das primäre Problem unserer Zeit.
Äussere Formen werden durch die Herzenshaltung geformt und bedürfen keiner Regelwerke ...


2
 
 SalvatoreMio 18. Jänner 2026 
 

Die Primärquelle des Bischofs Martin aus der US-Diözese Charlotte

@chorbisch: Danke für diesen ausführlichen Link. Der erste Teil beinhaltete genau das, was uns vor Jahrzehnten in unseren Kirchen aufgrund der liturgischen Veränderungen der Eucharistiefeier gesagt wurde: wir sollten hintereinander zum Altar schreiten, um den Leib des Herrn zu empfangen, als Ausdruck unseres gemeinsamen Pilgerns zur ewigen Heimat. (Bischof Martin fügt hinzu, es solle keine Kniebänke usw. mehr geben, damit nicht der Eindruck entstehe, die eine Form der Verehrung sei würdiger als die andere). Den Herrn auf dem Boden kniend zu empfangen, ist für manche Gläubige gar nicht möglich. Also sind diese jetzt "außen vor"! - Noch Persönliches: seit 60 Jahren wandern wir als "Pilgerndes Gottesvolk zum Altar". Seit dem allerersten Tag - es war in einer Kirche in Bottrop - kann ich keinen Vorteil daran erkennen, sondern durch jahrzehntelange Erfahrung immer öfter Nachteile. Aber es ist keine keine Kehrtwendung in Sicht - auch nicht in Europa! Ich begreife das nicht!


1
 
 Jothekieker 18. Jänner 2026 
 

@chorbisch

Wir reden über unterschiedliche Briefe. Bitte achten Sie auf die Datumsangaben!


1
 
 chorbisch 18. Jänner 2026 
 

@ Jothekieker

Vielleicht sollte man sich zunächst aus der "Primärquelle", also dem Hirtenbrief Bischof Martins, informieren und nicht allein aus Quellen aus zweiter Hand.

Ich hoffe, es ist gestattet, den Link hier einzugeben

charlottediocese.org/communications/bishop-martin-issues-pastoral-letter-on-norms-for-holy-communion/


0
 
 ThomasR 18. Jänner 2026 
 

Viele Aussagen der Würzburger Synode (DBK + ZDK ausf Einladung der DBK)

wenigstens seit Würzburger Synode wird auch ZDK über eine frewillige Spende (so Verbuchunh bei ZDK) der DBK finanziert

stehen im Widerspruch zur Lehre des letzten Konzils und der nachkonziliären Lehre der Kirche und sind nach Rom zu melden(Rom kann einige Themen auch bei ad limina Besuchen ansprechen,oder ganze BIstümer einer Visitation unterzeiehn-es fehlt in Rom weiterhin eine TaskForce Einheit um solche Fälle wie Attacke von München auf das Kloster Altomünster einer objektiven unabhängigen Kontrolle unterziehen)

Extrem wichtig und Untergang fördernd sind Zulässigkeit der Erstkommunion ohne Beichte auch für nichtbehinderte Kinder
und eine antropozentrische Priesterausbildung. Unter so einer Ausbildung dürfen selbst eingekleidete Semianristen auch im Priestersemianr selbst keine Preisterkleidung tragen und an die Gebetsordnung/Stundengebet der Kirche/sich nicht zu halten
Es ist äussert unatraktiv im Berufungsapostolat und überträgt sich auch auf das Läbe nach der Priesterausbildung

kath.net/news/63515


0
 
 Jothekieker 18. Jänner 2026 
 

@Richelius

Es ist mir nicht transparent, welches Schreiben Sie gelesen haben, bitte lesen Sie auch das hier verlinkte.

rorate-caeli.blogspot.com/2025/05/rorate-exclusive-anti-traditional-and.html


1
 
 Mariat 18. Jänner 2026 

Das Kirchenrecht erlaubt,

dass der Gläubige die Hl. Kommunion kniend, falls keine Kniebank vorhanden ist - auf dem Boden, oder den Stufen - und ebenso als Mundkommunion empfangen darf.
Wichtig dabei ist die vorherige Absprache mit dem Priester.


1
 
 Richelius 18. Jänner 2026 
 

Ich habe jetzt das Schreiben des Bischofs kursorisch gelesen. Von einem Verbot der Gewänder, Gebete und des Lateins habe ich aber nichts gefunden. Habe ich das falsche Schreiben erwischt?


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 Heiligenverehrer 18. Jänner 2026 
 

tja...

Der Rauch Satans ist in die Kirche eingedrungen...


2
 
 Stefan Fleischer 18. Jänner 2026 

Die Verweigerung der Ehrfurchtsbezeugungen

Gott gegenüber ist an sich das Gleiche wie das «non serviam» Luzifers, von welchem sie uns auch eingeflüstert sein dürfte. Das Urteil im konkreten Einzelfall müssen wir wohl Gott überlassen, wobei die Schuld jener, welche einfache Gläubige in Tat und/oder Wort davon abhält, in der Regel schwerwiegender sein dürfte, als die Schuld jener, welche sie einfach gedankenlos unterlassen.


1
 
 SalvatoreMio 18. Jänner 2026 
 

Verdrehte theologische Bildung oder persönliche Entwicklung?

Es gibt Mitchristen und wohl auch Priester, die halten es für unangemessen, vor Gott niederzuknien. Diese demütige Haltung verlange Gott nicht von uns. - Dann soll doch der Bischof Michael Martin sicherheitshalber auch alle Weihnachtskrippe seiner Diözese durchforsten und alle Figuren beiseite schaffen, die dort knien und das Jesuskind anbeten und verehren. Vielleicht sind auch heilige Sternforscher dort zugegen mit "falschem priesterähnlichen Gewand" - also, weg damit. - Hoffen wir, dass Papst Leo jenem Bischof Grenzen aufzeigt!


3
 
 ThomasR 18. Jänner 2026 
 

vergleichbare Anfragen auch aus Deutschland dringendst gefragt (insbesondere München

+ würzburg

z.B. über Erstkommunion ohne Beichte für nichtbehinderte KInder

über NIchtanwendung von Motu prpoptrio Spiritus domini von Papst Franziskus (Frauenpredigten sind weiterhin unzulässig - übrigens auch in München nicht, vgl Link )

über Missachtung der Vorschriften zur Verteilung der Hlg Kommunion ohne Kommunionpatene (usus in München, seit wenigstens 30 Jahren in Münchner Frauendom nicht angeboten) (Redemptionis sacramentum Nr.93:. Es ist notwendig, die kleine Patene für die Kommunion der Gläubigen beizuhalten, um die Gefahr zu vermeiden, daß die heilige Hostie oder einzelne Fragmente auf den Boden fallen. [180] ")V

Über Nutzung der katholischen Kirchen und geweihten Altäre für die Feier der evangelischen Abendmahlsfeier (auch München, momentan St. Jakob am Anger) wenn ausreichend andere Räume vorhanden sind

Spenndung von Sakramenatalien wie Aschekreuzauflegung durch Pastoralassitenten und- asssitentinnen - im Chiemgau bereits vorgekommen auch EB München mit Freising

www.st-michael-muenchen.de/gottesdienst/service/predigten-zum-nachhoeren/frauenpredigten


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 anjali 18. Jänner 2026 
 

Änderung und Verbot

Aber weshalb?? Mit welchem Zweck??????Kann ein Bischof etwas verbieten was nicht verboten ist? Und ist man dann zu Gehorsamkeit verpflichtet?


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