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Papst ruft im Februar zum Gebet für schwerkranke Kinder auf

7. Februar 2026 in Familie, keine Lesermeinung
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Versorgung der kleinen Patientinnen und Patienten soll über bloße Behandlung hinausgehen und die Würde jedes Kindes wahren - VIDEO


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Papst Leo XIV. hat zum Gebet für Kinder aufgerufen, die an unheilbaren oder schweren chronischen Krankheiten leiden. In seiner monatlichen Botschaft "Beten mit dem Papst" für Februar 2026 fordert das Oberhaupt der katholischen Kirche eine medizinische und menschliche Versorgung, die über die bloße Behandlung hinausgeht und die Würde jedes Kindes wahrt. "Herr, lehre uns, dein Angesicht in jedem leidenden Kind zu erkennen", lautet das Leitwort des Papstes für diesen Monat. Er rief zu "aktiver Barmherzigkeit, Geduld und Zärtlichkeit" auf, gerade in Zeiten, in denen Millionen Familien weltweit gegen schwere Krankheiten ihrer Kinder kämpfen.

In einem Video, aufgenommen in der vatikanischen Kirche San Pellegrino, hielt der Papst Zeichnungen von jungen Patientinnen und Patienten des pädiatrischen Krankenhauses Bambino Gesù in den Händen. Dabei griff er einen Gedanken seines Vorgängers Franziskus auf: Ein Kind könne medizinisch "unheilbar" sein, dürfe aber niemals als "unbetreubar" gelten. Jedes Kind habe Anspruch auf "angemessene medizinische Hilfe und eine menschliche, nahe Begleitung", so der Papst.


Der Papst richtete seinen Appell auch an medizinisches Personal. Ärztinnen, Pflegekräfte und Betreuer sollen ihren Dienst als "Ausdruck aktiven Mitgefühls" verstehen. Gleichzeitig mahnte er die christlichen Gemeinschaften, Familien schwerkranker Kinder nicht allein zu lassen, damit diese "fest in der Hoffnung bleiben" können. Leo XIV. erklärte: "Auch inmitten des Schmerzes kann eine liebevolle Gemeinschaft zur Quelle des Trostes und zum Samen der Hoffnung werden."

In seinem Gebet erinnert Papst Leo XIV. daran, dass die Verletzlichkeit schwerkranker Kinder eine besondere Aufgabe für Kirche und Gesellschaft darstellt. "Möge ihre Verletzlichkeit unser Mitgefühl wecken, und uns dazu bewegen, zu sorgen, zu begleiten und zu lieben", heißt es darin. Durch konkrete Hilfe und Begleitung könne Zerbrechlichkeit zu einer Quelle des Trostes und der Hoffnung werden, die das christliche Handeln prägt.

Pater Cristóbal Fones, Direktor des Weltweiten Gebetsnetzwerks, unterstrich: "Es gibt Krankheiten, die zwar nicht unmittelbar tödlich sind, aber das gesamte Familienleben über Jahrzehnte prägen. Das ist besonders dramatisch, wenn es Menschen am Anfang ihres Lebens trifft." Das Netzwerk mit 22 Millionen Mitgliedern in 90 Ländern soll eine "Kette der Solidarität" bilden, die betroffene Familien spirituell und moralisch stützt. Das Gebetsanliegen ist ab sofort über die App "Click to Pray" sowie auf den offiziellen Kanälen des Vatikans in verschiedenen Sprachen verfügbar.

Begleitend zur Gebetsmeinung veröffentlichte der Vatikan Daten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und von UNICEF: Jährlich erhalten rund 400.000 Kinder die Diagnose Krebs, wobei die Heilungschancen stark vom Geburtsort abhängen. In einkommensstarken Ländern können über 80 Prozent der betroffenen Kinder geheilt werden, in Ländern mit niedrigem Einkommen liegt diese Quote unter 30 Prozent. Mehr als 2,1 Milliarden Menschen unter 20 Jahren weltweit leben mit chronischen Erkrankungen wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Problemen oder Atemwegserkrankungen.

Copyright 2026 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
(www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten
Archivfoto Papst Leo (c) Vatican Media


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