Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Der Vatikan ordnet das Rückkehr-Prozedere für Menschen, die die Piusbruderschaft verlassen wollen
  2. „Die Berufung auf die Tradition gegen die Kirche von Rom ist ein Widerspruch in sich“
  3. „Alten und neuen Ritus bestehen lassen. Latein verbieten? Das spielt Rebellen in die Hände“
  4. Der deutsche Frauenweiheämterstuhlkreis
  5. Christian Würtz ist neuer Bischof von Eichstätt!
  6. Ein besonderer Tag für ‚unseren‘ Pfarrsekretär
  7. Écône, zum Zweiten
  8. Taylor Marshall zu FSSPX: Diese liturgische Neuerung ist eindeutig ‚nicht traditionell‘
  9. „Die Behauptung, Rom gehe hart gegen Rechte vor, nicht aber gegen Linke, ist schlichtweg falsch“
  10. Leo XIV. auf Lampedusa: Zum Nächsten wird man!
  11. Ein unvermeidliches Schisma?
  12. Busfahrer rollt seinen Gebetsteppich aus, betet Richtung Mekka und unterbricht die Fahrt minutenlang
  13. „Die große Würde des Priestertums besteht …“
  14. Bischof Hansen von Oslo will Angebot für 'Alte Messe' ausbauen
  15. Ignat Solschenizyn: ‚… wir wurden um unseren kostbarsten Besitz gebracht: unser inneres Leben‘

Euthanasie-Skandal in Spanien: Wurde Noelia Castillo Ramos der Widerruf verweigert?

27. März 2026 in Aktuelles, 18 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Laut aktuellen Berichten ihres Rechtsanwalts soll der jungen Frau in letzter Minute untersagt worden sein, ihren Antrag auf Euthanasie zurückzuziehen. Die Begründung der Behörden: Ihre Organe seien bereits "anderen Patienten" zugesagt worden


Barcelona (kath.net) Der ohnehin hochumstrittene Fall der 25-jährigen Noelia Castillo Ramos (wir berichteten) nimmt eine erschütternde Wendung. Laut aktuellen Berichten ihres Rechtsanwalts soll der jungen Frau in letzter Minute untersagt worden sein, ihren Antrag auf Euthanasie zurückzuziehen. Die Begründung der Behörden macht fassungslos: Ihre Organe seien bereits „anderen Patienten zugesagt“ worden.

Noelia Castillo Ramos, die nach einer Gruppenvergewaltigung in staatlicher Obhut und einem darauffolgenden Suizidversuch querschnittsgelähmt und schwer depressiv ist, ist am gestrigen Donnerstag durch Mithilfe des spanischen Staates umgebracht worden. Doch was als Akt der „Selbstbestimmung“ deklariert wurde, scheint sich nun in einen Akt staatlicher Instrumentalisierung verwandelt zu haben.

Der Anwalt der jungen Frau erhebt schwere Vorwürfe gegen das medizinische System in Barcelona. Demnach habe Noelia vor dem geplanten Eingriff Anzeichen eines Überdenkens gezeigt oder aktiv versucht, den Prozess zu stoppen. Dies sei ihr jedoch mit dem Hinweis verwehrt worden, dass die logistische Kette der Organtransplantation bereits in Gang gesetzt worden sei und Empfänger für ihre Organe bereitstünden.

Auch in Spanien wächst der Druck auf die Regierung Sánchez. Kritiker fragen, wie ein Gesetz, das angeblich „Leid lindern“ soll, dazu führen kann, dass eine verzweifelte junge Frau gegen ihren Willen festgehalten wird, um ihre Organe zu verwerten.

Das Krankenhaus in Barcelona und die zuständigen Gesundheitsbehörden haben sich zu den konkreten Vorwürfen des Anwalts bislang nicht geäußert und verweisen auf den Patientenschutz. 


Doch auch auf politischer Ebene dürfte der Fall ein Nachspiel für die regierenden Sozialisten haben. Der VOX-Abgeordnete Carlos Flores sagte am Donnerstag während der Plenarsitzung des Kongresses zu den spanischen Kongressabgeordneten: „Wenn Sie das nächste Mal an dieses Rednerpult treten, um uns über Menschenrechte zu belehren, denken Sie daran, dass heute in Spanien ein 25-jähriges Mädchen hingerichtet wird.“

Auf X kursieren jetzt auch Videos von der Abholung von Noelia durch die Behörden und den verzweifelten Rufen der Großmutter und der Mutter.  Sie brachen die Tür auf und holten die depressive Frau ab, während ihre Großmutter und Mutter bettelten und flehten! Später wurde die junge Frau unter Obhut des spanischen Staates das Opfer einer Gruppenvergewaltigung.

Der Präsident der spanischen Bischofskonferenz, Erzbischof Luis Argüello, erklärte über seinen persönlichen Account auf X: "Wenn der herbeigeführte Tod die Lösung für Probleme ist, dann ist alles erlaubt. Ein Arzt darf kein Todesurteil vollstrecken, egal wie legal, befugt oder mitfühlend es auch erscheinen mag. Lasst uns für Noelia beten; ihr Leid ist herzzerreißend, aber ihre wahre Erlösung liegt nicht im Selbstmord."

 

 

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Der Vatikan ordnet das Rückkehr-Prozedere für Menschen, die die Piusbruderschaft verlassen wollen
  2. Écône, zum Zweiten
  3. „Alten und neuen Ritus bestehen lassen. Latein verbieten? Das spielt Rebellen in die Hände“
  4. „Die Behauptung, Rom gehe hart gegen Rechte vor, nicht aber gegen Linke, ist schlichtweg falsch“
  5. Christian Würtz ist neuer Bischof von Eichstätt!
  6. Ein besonderer Tag für ‚unseren‘ Pfarrsekretär
  7. „Die Berufung auf die Tradition gegen die Kirche von Rom ist ein Widerspruch in sich“
  8. Der deutsche Frauenweiheämterstuhlkreis
  9. Taylor Marshall zu FSSPX: Diese liturgische Neuerung ist eindeutig ‚nicht traditionell‘
  10. Busfahrer rollt seinen Gebetsteppich aus, betet Richtung Mekka und unterbricht die Fahrt minutenlang
  11. Papst zieht auch in Castel Gandolfo zurück in seinen Palast
  12. Ignat Solschenizyn: ‚… wir wurden um unseren kostbarsten Besitz gebracht: unser inneres Leben‘
  13. Bischof Hansen von Oslo will Angebot für 'Alte Messe' ausbauen
  14. Oberster Gerichtshof der USA bestätigt Regelungen zum Schutz von Frauen im Sport
  15. Wien: Semesterschluss "nicht nur mit Diplom, sondern mit Mission"

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz