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Mexiko: Gedenkfeier zum 100. Todestag der ersten Cristero-Märtyrer

22. August 2026 in Aktuelles, keine Lesermeinung
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Hinrichtungen zählten zu den Auslösern des Bürgerkrieges ab 1926 - Apostolischer Nuntius betont Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit.


Mexiko-Stadt (kath.net/ KAP) 
Rund 15.000 Gläubige haben am Samstag im mexikanischen Bundesstaat Zacatecas des 100. Jahrestags der Hinrichtung von vier katholischen Märtyrern gedacht. Die Gedenkfeier fand an den sogenannten Heiligen Orten von Chalchihuites statt, wo die vier Männer am 15. August 1926 erschossen worden waren. Den Abschluss des Jubiläumsjahres leitete der Apostolische Nuntius in Mexiko, Erzbischof Joseph Spiteri, als Vertreter von Papst Leo XIV., berichtet das spanischsprachige Portal aciprensa (Montag).
Luis Bátis Sáinz, Manuel Morales, Salvador Lara Puente und David Roldán Lara waren während der religiösen Verfolgungen in Mexiko getötet worden. Sie wurden 1992 von Papst Johannes Paul II. selig- und 2000 heiliggesprochen. Bátis war Pfarrer von Chalchihuites, Morales verheiratet und Vater von drei Kindern. Lara und Roldán waren junge Minenarbeiter und engagierten sich in der katholischen Jugend- und Gemeindearbeit.


Die Hinrichtungen fanden zu Beginn des sogenannten Cristero-Krieges (1926-1929) statt. Auslöser waren antiklerikale Maßnahmen des damaligen Präsidenten Plutarco Elías Calles, die unter anderem die öffentliche Religionsausübung stark einschränkten und die Kirche unter staatliche Kontrolle stellten. Nach der Aussetzung öffentlicher Gottesdienste durch die Bischöfe Ende Juli 1926 erhoben sich Tausende katholische Laien gegen die Regierung.
Die Hinrichtung der vier Märtyrer am 15. August beschleunigte den bewaffneten Widerstand, der sich in den Folgemonaten zum Cristero-Bürgerkrieg ausweitete. Schätzungen zufolge kamen dabei bis zu 200.000 Menschen ums Leben. Der Konflikt endete 1929 mit einer Vereinbarung zwischen Staat und Kirche, lokale Repressionen dauerten jedoch noch Jahre an.

Spiteri stellte in seiner Predigt die Religions- und Gewissensfreiheit in den Mittelpunkt. Die vier Märtyrer hätten ihren Glauben "frei, friedlich und öffentlich" bekannt und seien Opfer einer Ideologie geworden, die Gedanken- und Gewissensfreiheit nicht zugelassen habe. Zugleich betonte der Nuntius, Religionsfreiheit schütze auch das Recht, keiner Religion anzugehören. - Der Feier war eine achttägige Wallfahrt zum Gedenkort vorausgegangen, wo derzeit ein Heiligtum für die Märtyrer der Erzdiözese Durango entsteht.

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