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Was nutzt der Beifall der Massen und der allmächtigen Meinungsmacher?

2. April 2010 in Deutschland, keine Lesermeinung
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Bischof Müller: "Eucharistie nährt die Kirche und baut sie immer wieder neu auf". Mehr als tausend Gläubige feiern im Regensburger Dom die Gründonnerstagsliturgie.


Regensburg (www.kath.net/ pdr)
Am Abend des Gründonnerstages feierten rund 1.200 Gläubige mit Bischof Gerhard Ludwig Müller im Regensburger Dom St. Peter die missa vespertina, die Messe vom letzten Abendmahl, bei der der Regensburger Oberhirte in Anlehnung an das Tun Jesu traditionell Gläubigen die Füße wäscht.

In seiner Predigt verwies der Bischof darauf, dass die Eucharistie nicht nur ein Gemeindemahl darstelle. Im Zeichen des großen Dankgebetes, der Verwandlung von Brot und Wein in die Wirklichkeit von Fleisch und Blut Christi und im heiligen Mahl, offenbare sich den Gläubigen eine Lebensgemeinschaft mit Jesus Christus. „In Wort und Sakrament ist und gibt er sich als das ewige Leben. Darum ist die Eucharistie die sakramentale Vergegenwärtigung des Kreuzesopfers und der Auferstehung Jesus Christi. In diesem Pascha-Mysterium und Ostermahl haben wir Anteil an der Passion und dem Sieg Christi über Sünde, Leid und Tod“, betonte der Regensburger Oberhirte.


Die Hingabe der vielen im Dienst an den Armen, Unterdrückten und den Notleidenden müsse von manchen verdächtigt werden, damit man nicht in der Gottvergessenheit und der Selbstverliebtheit gestört werde. Dabei sei in einem materialistischen und darum geist- und gottvergessenen Weltbild ohne Aussicht auf Erlösung in der Liebe des personalen Gottes, jede Form uneigennütziger Liebe ein Ärgernis erregender Vorwurf, auf den man nur mit Häme zu reagieren wisse. „Die Kirche wird immer den Weg der Nachfolge Christi, ihres demütigen und gedemütigten Herrn gehen. Sie lässt sich nicht auf den breiten Weg locken, der in den Abgrund führt.

Was nutzt dort der Beifall der Massen und der allmächtigen Meinungsmacher? Durch das eucharistische Opfer der heiligen Messe ist uns der weite Raum geöffnet, dass wir mit unserem ganzen Leben, Arbeiten, Entscheiden und Planen uns selbst ganz und gar durch die Hingabe Jesu an den Vater Gott hingeben. So leben wir in der Gemeinschaft des Sohnes mit dem Vater“, hob Bischof Gerhard Ludwig Müller hervor und stellte dabei fest: „Die Eucharistie gibt es nicht ohne die Kirche. Die Kirche feiert die Eucharistie und wird aus ihr immer neu aufgebaut und ernährt. Sie erfüllt ihre Sendung durch das gemeinsame Priestertum aller Gläubigen und den priesterlichen Dienst ihrer geweihten Hirten. Sie stehen der Kirche vor als Stellvertreter Jesu Christi.“

In einer anschließenden Prozession in den Domgarten gedachten Bischof, Priester, Domchor und zahlreiche Gläubige im Gebet der Ölbergstunde, der Nacht vor Jesus Christus Verhaftung und Geißelung. Nach dem Johannesevangelium hat Jesus in der Nacht vor seinem Tod ein Mahl gehalten und ihnen während dieses Mahles die Füße gewaschen. Mit diesem Dienst, den damals nur Sklaven leisteten, deutete er den Jüngern sein eigenes Leben und ihren zukünftigen Auftrag als liebevollen Dienst füreinander.

Foto: © PDR


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