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Kirche und Pädophilie

vor Minuten in Österreich, keine Lesermeinung
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Eine theologische Analyse von Bischof Andreas Laun (Salzburg)


Die Skandale von Priestern, die als Kinderschänder angezeigt wurden, haben einen schweren Schock in der Kirche ausgelöst. Dazu Johannes Paul II.: “Der Missbrauch junger Menschen ist ein schweres Symptom einer Krise, die nicht nur die Kirche sondern auch die Gesellschaft als Ganzes in Mitleidenschaft zieht. Es ist eine tief verwurzelte Krise der sexuellen Moral, ja sogar der menschlichen Beziehungen, und ihre Hauptopfer sind die Familien und die jungen Menschen."

Zur Klärung bedarf es zuerst eines Blickes auf die empirische Realität der Pädophilie, dann erst ist eine theologische Stellungnahme möglich.

A. Empirischer Befund

Als Theologe kann ich bezüglich der empirisch-psychologisch beschreibbaren Pädophilie nur wiedergeben, was ich von anderen, nämlich Fachleuten, gelernt habe. Aus diesen Informationen ergibt sich folgendes Bild:

1. Was ist Pädophilie?

Unter Pädophilie versteht man das Verlangen von Erwachsenen (vor allem Männern), zu einem Kind eine erotisch betonte und auch sexuelle gelebte Beziehung aufzubauen. Dabei begehren die meisten pädophilen Männer nicht geschlechts-unabhängig ein „Kind“, sondern einen Buben. Zu unterscheiden von Pädophilie ist die Päderastie: Darunter versteht man - in Abgrenzung zur Pädophilie – die Neigung von Männern, Liebesbeziehungen mit Sexualkontakten zu männlichen Jugendlichen zu suchen. Man spricht auch von Ephebophilia.

2. Unterscheidungen

Auch auf dem Gebiet der Pädophilie gilt es, die verschiedenen „Fälle“ sorgfältig zu unterscheiden:

a. Die eigentliche „Pädophilie“

Im heute üblichen Sinn des Wortes sind pädophile Menschen, die sich von Kindern sexuell angezogen fühlen. Das Gefährliche ist: Diese Menschen fühlen wie Kinder, aber sie haben die Sexualität eines Erwachsenen und glauben, dem Kind mit ihrer Zuwendung Gutes zu tun.

b. Das Kind als Ersatzobjekt

In anderen Fällen ist das Kind nur Ersatz-Objekt für einen erwachsenen Sexualpartner, der aber nicht erreichbar ist:

Ursache solcher Handlungen ist z. B. mangelnde Kontaktfähigkeit und die Erkenntnis, Kinder leichter gewinnen oder gar zwingen zu können. Diese „Pädophilen“ sind besonders gefährlich: Die Angst vor dem Entdeckt-Werden führt in manchen Fällen zum Mord.

Zum Ersatzobjekt kann das Kind auch in gestörten familiären Beziehungen werden: Wenn die Beziehung zum Ehepartner nicht klappt, muss das Kind sozusagen einspringen. Nicht selten wissen die Mütter darum, aber sie schweigen, weil sie sich hilflos fühlen oder auch um auf diese Weise selbst sexuell in Ruhe gelassen werden.

c. Kriminelle und kommerzielle Pädophilie

Über das bisher Gesagte hinaus gibt es eine pädophile Unterwelt, die mit Liebe nichts mehr zu tun hat und in der (verschwundene!) Kinder in grauenhafter Weise missbraucht, gequält und umgebracht werden. Dazu kommt die kommerzielle Bedienung dieses Marktes, nicht zuletzt durch Kinderpornographie, die auch vor den scheußlichsten Aufnahmen am wirklichen Kind nicht zurückschreckt.

3. Versuche der RechtfertigungSexuelle Gewalt gegenüber Kindern wird zwar in der kriminelle Szene der Pädophilie (mit entführten Kindern!) praktiziert, fotografiert, gefilmt und teuer bezahlt, aber moralisch von allen Stimmen abgelehnt. Im Unterschied dazu fordert die AG-Pädo (und alle ideologisch von der Pädophilie Überzeugten) die Anerkennung einer „einvernehmlichen Sexualität zwischen Erwachsenen und Kindern“ und weist daher eine Gleichsetzung von Pädophilie mit „Kindesmissbrauch" zurück: Machtmissbrauch nein, aber einvernehmliche Sexualität mit Kindern ja! In einer Zeit, in der, abgesehen von medizinisch-hygienischen Gesichtspunkten) das einzige moralische Kriterium die „Selbstbestimmung“ ist und die „Verhandlungsmoral“ gilt, erscheint es naheliegend, „einvernehmliche“ sexuelle Beziehungen auch zu Kindern gelten zu lassen. Angesichts des naheliegenden Verweises auf die überlegene Durchsetzungskraft des Erwachsenen präzisiert man mit E. Bornemann: Anerkannt werden sollte nicht „ein Recht des Erwachsenen auf Geschlechtsverkehr mit Kindern, sondern auf das Recht des Kindes auf Geschlechtsverkehr mit Erwachsenen".

Niemand leugnet, dass es sexuellen Missbrauch, das heißt sexuelle Handlungen mit Kindern gibt, die diesen ein schweres Trauma zufügen. Aber die Befürworter einer legitimen Pädophilie behaupten, es gebe neben traumatischen Beziehungen auch solche, die keinerlei schlechte Folgen für das Kind einschließen – eben die „einvernehmlichen“, vom Kind bestimmten Beziehungen. Für diese Behauptung meinen sie, sich auch auf Fachleute berufen zu können:

„Erwachsene, die annehmen, daß nicht nur gewalttätige, sondern auch gewaltlose Sexualkontakte für Kinder grundsätzlich schädlich seien, müssen sich mit dem Ergebnis auseinandersetzen, daß manche Kinder erst zu Opfern werden, weil Erwachsene es so erwarten. Manche Erwachsene haben die undifferenzierten Horrorberichte über die Folgen so verinnerlicht, daß sie sich unbefangene Reaktionen ihrer Kinder gar nicht vorstellen können. Andere Erwachsene haben selbst so viele sexuelle Probleme, daß sie zu einer unbefangenen Reaktion gar nicht fähig sind. Bedingt durch eine solche Erwartungshaltung verhalten sich manche Erwachsene dann in einer Weise, daß das Kind tatsächlich zum Opfer wird."

Folgerichtig sagt man: Nicht die sexuelle Beziehung ist das Übel, sondern deren Pönalisierung. Denn sie "bringt, neben der vieldiskutierten sekundären Schädigung durch Verhöre und Prozesse, ein Klima in die pädosexuellen Beziehungen hinein, das deren prekäre Dimensionen verstärkt: die Pönalisierung zwingt den Pädophilen stärker dazu, seinen kindlichen Partner zum abhängigen Mitverschwörer zu machen, als es die soziale Diskriminierung der Pädosexualität allein tun würde. Die Pönalisierung verstärkt ferner die Schuldgefühle der Erwachsenen, mit denen sich das Kind identifiziert." Der nächste Schritt ist klar: Die Strafbestimmungen müssen weg bzw. so eingeschränkt werden, dass die konsensuelle pädophile Beziehung unangetastet bleiben kann: "Für viele Sexualwissenschaftler und Aktivisten der Schwulenbewegung beginnt der "anständige" Homosexuelle dort, wo das vom Staat festgelegte sogenannte Schutzalter liegt. Diese Altersgrenzen sind aber viel zu hoch, sie zielen eher darauf, junge Leute vor ihrer Sexualität zu schützen als vor sexueller Ausbeutung." Und: "Der Vielfalt pädophiler Beziehungen muß man gerecht werden. Deshalb ist die generelle Strafandrohung für pädophile Handlungen nicht zivilisiert zu nennen; sie ist Unrecht, sie ist Verfolgung von Minderheiten und sie gehört abgeschafft."

4. Pädophilie und Homosexualität

Es ist richtig: Homosexualität und Pädophilie sind zu unterscheiden. Nicht jeder Homosexuelle ist ipso facto pädophil oder ein potentieller Kinderschänder.

Dennoch gibt es Gemeinsamkeiten der beiden Störungen der geschlechtlichen Orientierung – und gemessen an dem Plan Gottes mit Mann und Frau (an der „Natur“ des Menschen) ist jede sexuelle Neigung zu jemand oder etwas anderem als einem gegen-geschlechtlichen Partner eine mehr oder weniger starke und mehr oder weniger gefährliche „Störung“:

• Pädophilie ist nicht genetisch bedingt, sondern geht auf Verwundungen in der Kindheit und Beziehungs-Störungen zurück. Ähnlich wie die homosexuelle Neigung kann auch Pädophilie geheilt werden. Wie bei organischen Krankheiten gilt freilich: Heilbarkeit heißt nicht, dass die Heilung einfach sein muss, und heißt erst recht nicht, dass jeder Einzelfall auf die Therapie anspricht. Daneben gibt es freilich auch Stimmen, die die Heilbarkeit (ähnlich wie bei den Homosexuellen) aus ideologischen Gründen vehement bestreiten und schon den Versuch für eine Vergewaltigung halten.

• Nicht jeder Homosexuelle ist pädophil, aber: Homosexuelle Menschen sind rund dreimal so oft pädophil als Heterosexuelle.

• Missbrauchte Kinder werden spezifisch häufiger homosexuell.

• Zur Verteidigung der Pädophilie bedient man sich genauso eines pseudo-naturrechtlichen Denkens wie in der Debatte um die Homosexualität: Wenn jemand pädophil „seiner Natur nach ist“, muss er das auch sein dürfen.

• Pädophilie ist ein Übel, daher muss man sich Gedanken machen, was zu tun ist: präventiv, therapeutisch und leider auch strafrechtlich.

5. Aufgabe der Psychologie

Die Aufgabe der Psychologie ist eine dreifache:

• Gesellschaft und Kirche brauchen psychologisch-pädagogische Beratung zur Prävention einer pädophilen Entwicklung: Wenn die Ursachen bekannt sind, ergeben sich daraus auch Imperative für die Erziehung.

• Gesellschaft und Kirche brauchen „Screening“-Methoden zur Früherkennung pädophiler Neigungen vor allem für Berufsgruppen, die viel mit Kindern zu tun haben. Dazu gehören auch Priester.

• Gesellschaft und Kirche brauchen therapeutische Angebote und andere Hilfen (etwa nach dem Vorbild von „Courage“ in den Vereinigten Staaten), um Menschen mit pädophilen Neigungen zu helfen.

B. Theologische Betrachtung

1. Das Nein der Kirche zu pädophilen Beziehungen

Es gibt zwei Gründe, warum die Kirche pädophile Beziehungen ablehnt:

Der eine Grund ist ihr Menschenbild und ihr normatives Verständnis der Geschlechtlichkeit: Gelebte sexuelle Beziehungen haben ihren Platz ausschließlich in der Ehe. Dass gemessen daran sexuelle Beziehungen zu Kindern als Sünde erscheinen, versteht sich von selbst.

Der andere Grund ist der große, zum Teil nie mehr wieder gutzumachende Schaden, der dem Kind durch solche Beziehungen zugefügt wird.

2. Die neue Sicht der Pädophilie in der Kirche

Dies freilich ist zugleich der Punkt, an dem die Vertreter der Kirche in den letzten Jahren dazugelernt haben:

So klar es auf Grund der Einsicht und der Tradition immer schon war, dass „Knabenliebe“ Sünde ist, so undeutlich waren für viele Bischöfe und Priester einerseits die Schwere der kindlichen Verletzungen durch sexuellen Mißbrauch, andererseits erkannten sie nicht die hohe Rückfall-Gefahr von Menschen mit einer pädophilen Neigung. Darum galt ihre Aufmerksamkeit vor allem dem Täter, nicht oder nur am Rande dem Opfer:

Der Täter hatte eine Sünde begangen. Damit hatte er in erster Linie sich selbst einen schweren Schaden zugefügt. Daher wurde der pädophile Sünder zur Einsicht, Reue, Buße angehalten – aber nicht, ohne ihm wie jedem anderen Sünder auch eine Chance für die Zukunft einzuräumen. So ermöglichte man ihm einen neuen Anfang. Bei Priestern hieß dies: Versetzung – und, wie man inzwischen weiß, sehr oft auch Rückfall.

Dieser Umgang mit Kindesmissbrauch war subjektiv gut gemeint und nicht nur falsch, solange man auf den Täter schaut; aber es war objektiv fahrlässig gegenüber potentiellen Opfern und auch nicht gerecht gegenüber den schon zum Opfer Gewordenen. Auch für den Täter war es schlecht, weil dieser sich sehr leicht der notwendigen, angemessenen Erschütterung über das, was er angerichtet hatte, entziehen konnte: „Eine Sünde ja, aber so tragisch auch wieder nicht, es gibt viele Sünden, wir alle sind schwache Menschen...“

Hier ist ein Exkurs am Platz: Es ist schon öfters in der Geschichte der Kirche vorgekommen, dass man das Gewicht einer Sünde falsch eingeschätzt hat. Der Fehler lag dabei manchmal, aber nicht immer bei den Theologen, sondern den Humanwissenschaften:

Ein Beispiel ist die Masturbation: Durch die Thesen bestimmter Ärzte über ihre grauenhaften Folgen (Gehirnerweichung u.a. dieser Art) aufgeschreckt, haben auch Moraltheologen die Sündhaftigkeit der Selbstbefriedigung in den schwärzesten Farben dargestellt und dabei maßlos übertrieben. Umgekehrt sehen wir heute: Man hat die Folgen des Kindesmissbrauches nicht über- , sondern unterschätzt und darum die Sünde zu leicht genommen. Es gibt aber auch Beispiele für die noch andauernde Unterschätzung:Ein großer Teil der heutigen westlichen Gesellschaft sieht nicht, welches Leid die Abtreibung für die Frau bringt (PAS = Post-Abortion-Syndrom). Man weiß es längst und es gibt die prophetische Stimmen, die darüber reden, aber sie werden totgeschwiegen.Vielleicht wird man eines Tages auch erschrecken über die Folgen der Verhütung - und dann ihre Verharmlosung anprangern.

Was nun wieder die Pädophilie betrifft: Trotz der genannten Rechtfertigungs-Versuche für einvernehmlich sexuell-pädophile Beziehungen weiß man heute um den unabsehbaren Schaden für die Entwicklung des Kindes durch jeden sexuellen Missbrauch. Sexueller Missbrauch ist ein Trauma mit Langzeitfolgen. Das ist so, auch wenn jeder Fall anders gelagert ist und nicht jedes Kind in gleicher Weise traumatisch reagiert. „Missbrauch“, dieser wertende Begriff für die „generationsüberschreitende Sexualität“ ist durchaus richtig. Das bestätigen mehr und mehr die Erfahrungen der Psychologie. Erst recht ist es klar im Licht der jüdisch-christlichen Tradition: Ein Verhalten im Widerspruch zu dem Plan Gottes kann nur Unheil über den Menschen bringen. Pädophilie ist schwere Sünde für den Täter, großes, großes Leiden für das Opfer.

3. Der Beitrag der Offenbarung

Die Offenbarung gibt der empirischen Wissenschaft Sicherheit. Denn wenn nur die „Messung“ der Folgen darüber entscheidet, ob Pädophilie abgelehnt werden muss oder unter Bedingungen zugelassen werden sollte, wird es immer „Fachleute“ geben, die behaupten, es gäbe auch gute Erfahrungen mit pädophilen Beziehungen und man könne dafür auch historische Beweise nennen. Aber solche Beweisführungen – mit Umfragen, wie wohl sich die Leute bei dieser oder jener Sache „gefühlt“ haben! - sind keineswegs so verlässlich, wie man gerne glauben macht. Polygamie, Abtreibung, Sklaverei, Mädchenbeschneidung – und vieles Andere hat man als „gut“ erachtet und behauptet, die „Erfahrung“ beweise es. Durch ihr klares Menschenbild und die sich daraus ergebende Ordnung der Sexualität hilft die jüdisch-christliche Offenbarung, solche Erfahrungen zu entlarven.

4. Die Aufgabe der Kirche

Die Kirche hat angesichts der Skandale der jüngsten Vergangenheit rasch reagiert. Weltweit macht man sich Gedanken, wie man in Zukunft mit diesem gefährlichen Problem umgehen wird: Einerseits, welche präventive Maßnahmen zu treffen sind, andererseits was zu tun ist, wenn sich ein Priester oder anderer Mitarbeiter der Kirche als pädophiler Täter erweist. Dass die konkreten Maßnahmen nur im Dialog mit Juristen, Psychologen und anderen Fachleuten festgelegt werden können, versteht sich von selbst.

Ureigenste Aufgabe der Kirche ist es, sich das Wort eines Psychiaters mit einschlägiger Erfahrung zu Herzen zu nehmen:

„Ich kann die Bischöfe, die einen pastoralen Zugang zu dem Problem zu finden suchen, versichern: Nicht ist pastoraler und nichts entspricht mehr der Liebe, als eine klare Verkündigung der kirchlichen Lehre über die Sexualität, verbunden mit einer wirkungsvollen und erreichbaren Therapie.“

Die Verkündigung der Lehre ist Sache der Kirche, aber bei der Therapie ist sie auf die Zusammenarbeit mit Fachleuten angewiesen. Allerdings, das heißt nicht, dass die Kirche ihren spezifischen Beitrag nicht auch zur Therapie zu leisten hätte. Die Seele des Täters bedarf nicht nur des Arztes, sondern auch des Beichtvaters. Die Erfahrung zeigt: Bedürftig der Umkehr kann auch das Opfer sein, dann nämlich, wenn es zum Beispiel im Lauf einer langjährigen Entwicklung die sexuelle Beziehung mehr und mehr selbst gewollt hat oder sogar zum Täter geworden ist. Dass Seelsorge mit betroffenen Menschen im Bereich der Pädophilie größte Feinfühligkeit braucht, versteht sich von selbst.

Foto: (c) KATH.NET



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