Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Die Piusbruderschaft und ihre Einheit mit der Kirche
  2. Piusbrüder lehnen Dialog mit Rom ab und beharren auf Bischofsweihe
  3. Der Tod der Theologie in Deutschland
  4. Erzbistum Paderborn: Hunderte Protest-E-Mails gegen ‚Harry Potter Gottesdienst‘
  5. Kirche im Verfall
  6. Kritik an Kanzler Merz nach Ramadan-Grüßen
  7. Offener Brief an Kardinal Marc Ouellet
  8. Donald Trump und Keir Starmer grüßen Christen am Aschermittwoch, Merz und Van der Bellen die Muslime
  9. Die Kardinäle Ghirlanda und Ouellet denken gleich wie die Piusbruderschaft
  10. Zwei (renommierte und namentlich bekannte) Missbrauchsopfer „blitzen mit ihren Protesten ab“
  11. THESE: Warum die UNO weg muss!
  12. Mein Held des Monats: Marco Rubio – Ein Weckruf für das Abendland
  13. Früherer Bundestagsvizepräsident Kubicki: „Der ZDF-Skandal muss politische Konsequenzen haben“
  14. 'Man kann mit der Begründung, man verteidige die Demokratie, die Demokratie nämlich auch abschaffen'
  15. „Warum bin ich noch in der Kirche?“, fragte der Theologe Joseph Ratzinger bereits 1970

Missbrauch: In Italien und Deutschland scharfe Sanktionierungen

16. Juli 2012 in Aktuelles, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Fall in Italien betrifft populären "Medienpfarrer": Der italienische Priester Giacomo Ruggeri, Leiter der Kommunikationsabteilung der Diözese Fano, soll sich an einem 13 Jahre alten Mädchen vergangen haben.


Rom-Trier (kath.net/KAP) In Italien hat die Polizei am Wochenende einen populären "Medienpfarrer" und Diözesanpressesprecher wegen des Verdachts auf Missbrauch verhaftet, und in Deutschland hat ein Bischof einen pensionierten Priester wegen Missbrauchs aus dem Klerikerstand entlassen. Der italienische Priester Giacomo Ruggeri, Leiter der Kommunikationsabteilung der Diözese Fano, soll sich an einem 13 Jahre alten Mädchen vergangen haben, berichtet die katholische Tageszeitung "Avvenire" (Samstag). Bischof Armando Trasarti, entband Ruggeri daraufhin am gleichen Tag von allen seelsorgerischen Aufgaben und untersagte ihm eine weitere Spendung der Sakramente. Der Priester wurde nach der Festnahme in das Gefängnis von Pesaro gebracht.


In einer am Samstag auf der diözesanen Internetseite veröffentlichten Stellungnahme äußerte der Bischof "Erschütterung und Schmerz" über die Anschuldigung und versicherte das mutmaßliche Opfer seiner "vollen Solidarität". Der Fall des 43 Jahre alten Priesters sorgte in Italien landesweit für Aufsehen. Als regelmäßiger Mitarbeiter des "Avvenire", Dozent für Kommunikation sowie Jugendseelsorger war Don Ruggeri in der breiten Öffentlichkeit bekannt.

Unterdessen entließ der Trierer Bischof Stephan Ackermann einen Priester wegen sexuellen Missbrauchs aus dem Klerikerstand entlassen. Der jetzige Pensionist hatte zwischen 1966 und 1980 fünf Buben missbraucht, in zwei Fällen über einen längeren Zeitraum, wie die Diözese mitteilte. Mit der Entlassung aus dem Klerikerstand verliert der Priester sämtliche Rechte, die mit dem Amt verbunden sind.

Die Diözese hatte nach eigenen Angaben 2010 durch Opfer von den Vorwürfen erfahren. Entsprechend der Leitlinien der Deutschen Bischofskonferenz wurde ihnen nachgegangen und eine kirchenrechtliche Voruntersuchung eingeleitet. Nach deren Abschluss wurde die römische Glaubenskongregation informiert.

Rom verwies den Fall mit der Maßgabe an die Diözese zurück, ein außergerichtliches Strafverfahren durchzuführen. Nach dessen Abschluss schlug Ackermann Rom vor, den Priester aus dem Klerikerstand zu entlassen. Dem stimmte die Glaubenskongregation zu. Gegen die Entscheidung kann der Priester innerhalb von 60 Tagen eine Art Berufung bei der Glaubenskongregation einlegen.

Ackermann informierte die Opfer über die Entscheidung und brachte zugleich sein Bedauern zum Ausdruck. In dem Brief bittet der Bischof um Entschuldigung "für das, was ein Priester unseres Bistums getan hat, wohl wissend, dass damit nicht ungeschehen gemacht werden kann, was Ihnen widerfahren ist".

Seit 2010 sind in der Diözese insgesamt 16 kirchenrechtliche Voruntersuchungen eingeleitet worden. Es ist jetzt das erste Verfahren, das auf diese Weise zum Abschluss gekommen ist.

Copyright 2012 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Missbrauch

  1. Zwei (renommierte und namentlich bekannte) Missbrauchsopfer „blitzen mit ihren Protesten ab“
  2. Papst spricht drei Stunden mit Missbrauchsopfern aus Belgien
  3. Causa Rupnik: Papst bittet um Geduld für laufenden Vatikan-Prozess
  4. Massive Kritik am „Spiegel“ nach skandalösem Artikel über „Dragqueen“ Jurassica Parka
  5. „Kardinal Marx und Bischof Bätzing werden voraussichtlich in der Trierer Studie berücksichtigt“
  6. Vatikan ernennt Richterinnen und Richter im Fall Rupnik
  7. New Mexico klagt Meta, Mark Zuckerberg wegen Ermöglichung der sexuellen Ausbeutung von Kindern
  8. Synode über Synodalität verwendet Bilder von Marko Rupnik
  9. Missbrauchsexperte Zollner: ‚Keine Kultur der Rechenschaftspflicht’ in der Kirche
  10. Bistum Basel: Bischof Gmür räumt Fehler bei Missbrauchsfall ein







Top-15

meist-gelesen

  1. Einmal im Leben nach ISLAND - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Piusbrüder lehnen Dialog mit Rom ab und beharren auf Bischofsweihe
  4. Die Piusbruderschaft und ihre Einheit mit der Kirche
  5. Der Tod der Theologie in Deutschland
  6. Zwei (renommierte und namentlich bekannte) Missbrauchsopfer „blitzen mit ihren Protesten ab“
  7. Offener Brief an Kardinal Marc Ouellet
  8. Kirche im Verfall
  9. Erzbistum Paderborn: Hunderte Protest-E-Mails gegen ‚Harry Potter Gottesdienst‘
  10. Mein Held des Monats: Marco Rubio – Ein Weckruf für das Abendland
  11. „In unendlicher Liebe durch das Leben geführt“
  12. Donald Trump und Keir Starmer grüßen Christen am Aschermittwoch, Merz und Van der Bellen die Muslime
  13. 'Man kann mit der Begründung, man verteidige die Demokratie, die Demokratie nämlich auch abschaffen'
  14. 'Reiner Bullshit': Macron sorgt mit Attacke auf Meinungsfreiheit für Entsetzen
  15. „Warum bin ich noch in der Kirche?“, fragte der Theologe Joseph Ratzinger bereits 1970

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz