Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Belgischer Bischof Johan Bonny kündigt Weihe verheirateter Männer zu Priestern an
  2. Papst Leo gratuliert der neuen Erzbischöfin von Canterbury
  3. Kardinal Woelki: Kirche ohne Priester wäre "nicht mehr katholisch"
  4. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  5. Euthanasie-Skandal in Spanien: Wurde Noelia Castillo Ramos der Widerruf verweigert?
  6. Besser keine Laienpredigt
  7. US-Regierung kündigt nach Tod von Noelia Untersuchung gegen Spanien an
  8. Ehemaliger Bischof verteidigt Papst Leo XIV. gegen Vorwürfe im Zusammenhang mit Pachamama
  9. Die ÖVP - eine "Wählertäuschung"
  10. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht
  11. IOC klärt: Künftig nehmen keine Transfrauen mehr an Frauenwettbewerben bei Olympischen Spielen teil!
  12. Wien: Einziger Christ in der Klasse wird "Schwein" genannt
  13. „Einheit heilen, ohne Wahrheit zu verdunkeln“
  14. Israel verwehrt Patriarch Zugang zur Grabeskirche – Scharfer internationaler Protest
  15. Demokratischer Politiker aus Texas behauptet, die Bibel unterstützt Abtreibung

Ärzte und Greenpeace gegen kommerzielle Nutzung von Embryonen

23. November 2012 in Deutschland, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Bundesärztekammerpräsident Frank Ulrich Montgomery: Embryonale Stammzellen sollten auch im frühesten Stadium ihrer Entwicklung nicht patentierbar sein


Berlin (kath.net/KNA) Der Bundesärztekammer und Greenpeace haben sich gegen die kommerzielle Nutzung menschlicher Embryonen gewandt. Embryonale Stammzellen sollten auch im frühesten Stadium ihrer Entwicklung nicht patentierbar sein, sagte Ärztekammerpräsident Frank Ulrich Montgomery am Mittwoch in Berlin. «Dass wir einen solchen Verstoß gegen die ethischen Grundwerte nicht zulassen dürfen, verlangt schon die Achtung vor dem menschlichen Leben als solches.» Der Bundesgerichtshof will am Dienstag in einer Grundsatzentscheidung abschließend darüber befinden, ob ein entsprechendes Patent des Bonner Stammzellforschers Oliver Brüstle zulässig ist.

Der Ärztekammerpräsident verwies auch auf entsprechende Erklärungen des Deutschen Ärztetages und der Bundestags-Enquete-Kommission «Recht und Ethik der modernen Medizin». «Man würde menschliche Embryonen als banales Ausgangsmaterial benutzen, wenn man Erfindungen zuließe, die embryonale Stammzellen verwenden», betonte Montgomery. Dabei gehe es nicht darum, Forschung zu verhindern, sondern rechtliche Grenzen zu setzen, um ethische Werte zu wahren. Nach wie vor gebe es kein Verfahren, mit dem embryonale Stammzellen gewonnen werden können, ohne die Integrität und Entwicklungsfähigkeit des Embryos zu zerstören. Ethisch vertretbar sei die Forschung mit adulten Stammzellen oder Stammzellen aus Nabelschnurblut.


Hintergrund der Verhandlung ist eine Klage von Greenpeace gegen ein Patent des deutschen Stammzellforschers Oliver Brüstle. Der Europäische Gerichtshof (EUGH) hatte bereits 2011 in Auslegung der EU-Bio-Patentrichtlinie entschieden, dass eine Erfindung nicht patentierbar ist, wenn bei der Anwendung des Verfahrens menschliche Embryonen zerstört werden oder diese als Ausgangsmaterial dienen.

Brüstle will mit dem Verfahren laut Patentschrift Therapien für defekte Nervenzellen entwickeln. Diese sind etwa Ursache für die Parkinson-Krankheit. Montgomery warnte allerdings vor falschen Erwartungen. Die Versprechungen von vor zehn Jahren zur Forschung mit embryonalen Stammzellen seien bislang «eine Luftnummer» und «null Komma null eingelöst». Vielversprechender seien jene mit adulten Stammzellen.

Nach Angaben des Patentrechtsexperten von Greenpeace, Christoph Then, bezieht sich Brüstle nach dem für ihn negativen Urteil des EUGH nun auf Zellen, die entnommen werden, ohne einen Embryo zu zerstören oder auf Zellen aus nicht überlebensfähigen, vorgeschädigten Embryonen. Then betonte, dass laut EUGH «keine
Zellen, die aus menschlichen Embryonen stammen, patentiert werden dürfen». Das gelte auch für diejenigen Zellen, «die das Potenzial haben, sich zu solchen zu entwickeln».

Greenpeace hatte bereits 2004 gegen das Patent von Oliver Brüstle geklagt, das das Patentamt 1999 genehmigt hatte. Greenpeace wollte damit per Gericht die ethischen Grenzen im Patentrecht klären lassen. Die Europäischen Patentgesetze verbieten Patente auf die kommerzielle Nutzung menschlicher Embryonen. Nach Ansicht von Greenpeace verstößt das Patent gegen dieses Verbot, weil im Patent unter anderem vorgeschlagen wird, menschliche Embryonen für die Herstellung von Stammzellen erst zu klonen, um diesen dann die gewünschten Stammzellen zu entnehmen.

(C) 2012 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Embryonen

  1. Gerichtshof: Italien darf Embryonenspende an Forschung verbieten
  2. US-Forscher klonten erstmals Menschen
  3. Mit Erzbistum Freiburg unterstützen nun 23 Bistümer 'One of us'
  4. Europapetition 'Einer von uns' ist im Aufwind
  5. Europapetition 'Einer von uns' ist im Aufwind
  6. Europapetition 'Einer von uns' ist im Aufwind
  7. DBK: Kein Aufruf zur Unterstützung von 'Einer von uns'
  8. An Unterschriftenaktion für Embryonenschutz beteiligen
  9. US-Bischöfe verurteilen Klon-Versuch mit menschlichen Embryonen
  10. Patentierung embryonaler Stammzellen?






Top-15

meist-gelesen

  1. Euthanasie-Skandal in Spanien: Wurde Noelia Castillo Ramos der Widerruf verweigert?
  2. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  3. Belgischer Bischof Johan Bonny kündigt Weihe verheirateter Männer zu Priestern an
  4. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  5. Papst Leo gratuliert der neuen Erzbischöfin von Canterbury
  6. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht
  7. Besser keine Laienpredigt
  8. Kanada: 84-Jährige wegen Rückenschmerzen in Notaufnahme, bekommt als Erstes Sterbehilfe angeboten!
  9. Kardinal Woelki: Kirche ohne Priester wäre "nicht mehr katholisch"
  10. Die ÖVP - eine "Wählertäuschung"
  11. US-Regierung kündigt nach Tod von Noelia Untersuchung gegen Spanien an
  12. Wien: Einziger Christ in der Klasse wird "Schwein" genannt
  13. Blutiger Palmsonntag in Nigeria: Dschihadisten massakrieren über 40 Christen in Jos
  14. Israel verwehrt Patriarch Zugang zur Grabeskirche – Scharfer internationaler Protest
  15. Vom Todesurteil zur Hoffnung: 'Irans geistliche Ketten werden brechen'

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz