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Friedensgespräche: Jerusalemer Bischof vorsichtig optimistisch

17. August 2013 in Chronik, keine Lesermeinung
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Weihbischof Shomali im "Radio Vatikan"-Interview: "Fakten auf den Tisch legen und Klartext sprechen".


Jerusalem/Rom (www.kath.net/ KAP)
Vorsichtig optimistisch hat sich der Patriarchalvikar und Weihbischof für Jerusalem, William Shomali, zu den angelaufenen Friedensgesprächen zwischen Israelis und Palästinenser geäußert. Im Gespräch mit "Radio Vatikan" sagte Shomali: "Ohne Verhandlungen kann es niemals Frieden geben. Das heißt vor allem eines: Man muss die Fakten auf den Tisch legen und Klartext sprechen." Dass Israel als Zeichen des guten Willens 26 palästinensische Langzeithäftlinge freigelassen hat, bezeichnete der Bischof als "schönes Zeichen" und "Geschenk an jene Familienangehörigen, die so lange von ihren Angehörigen getrennt waren".


Neben den guten Gesten dürfe aber nicht das Problem der Neubesiedlungen in den besetzten Gebieten vergessen werden. Shomali: "Wie kann man auf der einen Seite Gefangene freilassen und auf der anderen hingegen Siedlungen zugestehen? Das geht nicht auf."

Auf Vermittlung der USA hatten Israel und die Palästinenser den Friedensprozess vor zwei Wochen nach knapp dreijährigem Stillstand wieder in Gang gesetzt. Ziel ist ein Friedensabkommen binnen neun Monaten und ein unabhängiger Palästinenserstaat.

"Die Menschen in dieser Region möchten vor allem ein Ziel erreichen: Frieden. Sie sind nämlich müde von dem Krieg und der Gewalt", so der Weihbischof von Jerusalem: "Wir sind nicht naiv. Neben der Hoffnung herrscht auch Pessimismus. Doch ich als Gläubiger vertraue auf die Fürsprache Gottes und dass durch ihn auch die Einstellungen der Menschen sich ändern können."

Man habe nun neun schwierige Monate vor sich. "Die Israelis könnten einsehen, dass ein Friedensabkommen in ihrem Interesse sein könnte. Auf der anderen Seite könnten die radikalsten Gruppierungen wie Hamas einsehen, dass man das eigene Volk nicht in Angst und Schrecken leben lassen kann", sagte der Weihbischof.

Copyright 2013 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten.

Foto: © Kirche in Not


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