Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Belgischer Bischof Johan Bonny kündigt Weihe verheirateter Männer zu Priestern an
  2. Kardinal Woelki: Kirche ohne Priester wäre "nicht mehr katholisch"
  3. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  4. Besser keine Laienpredigt
  5. US-Regierung kündigt nach Tod von Noelia Untersuchung gegen Spanien an
  6. Ehemaliger Bischof verteidigt Papst Leo XIV. gegen Vorwürfe im Zusammenhang mit Pachamama
  7. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht
  8. IOC klärt: Künftig nehmen keine Transfrauen mehr an Frauenwettbewerben bei Olympischen Spielen teil!
  9. „Einheit heilen, ohne Wahrheit zu verdunkeln“
  10. König Charles - Eine Botschaft zum Ramadan - Schweigen zum Osterfest der Christen!
  11. Papst sprach mit Familie eines Opfers des Amoklaufs an Grazer Schule
  12. Besuch des syrischen Präsidenten - „Kirche in Not“ fordert Bundeskanzler Merz zum Handeln auf
  13. Israel verwehrt Patriarch Zugang zur Grabeskirche – Scharfer internationaler Protest
  14. Demokratischer Politiker aus Texas behauptet, die Bibel unterstützt Abtreibung
  15. Das „Ur-Datum“ des Heils: Warum der 25. März als Tag der Kreuzigung gilt

Wozu sind wir auf Erden?

27. Oktober 2013 in Kommentar, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


„Wir sind auf Erden, um Gott zu erkennen und zu lieben, nach seinem Willen das Gute zu tun und einst in den Himmel zu kommen.“ Ein Gastkommentar von Stefan Fleischer.


Linz (kath.net) „Wir sind auf Erden, um Gott zu dienen und einst in den Himmel zu kommen.“ So ist mir die Antwort auf die Grundfrage unseres Daseins aus dem Katechismus meiner Jugend im Gedächtnis geblieben. Der Youcat formuliert umfassender so: „Wir sind auf Erden um Gott zu erkennen und zu lieben, nach seinem Willen das Gute zu tun und einst in den Himmel zu kommen.“

Man könnte nun darüber streiten, ob die Formulierungen: „nach seinem Willen das Gute zu tun“ und „um Gott zu dienen“ das Selbe bedeuten. Wichtiger scheint mir die Frage, in wie weit die heutige Katechese den Sinn unseres Lebens noch richtig, das heißt vollständig verkündet, oder nicht doch, wie mir manchmal scheint, einen sehr einseitigen Lebenssinn vermittelt.

Eines dürfte jedem aufmerksamen Beobachter klar sein. Der wirklich letzte Sinn unseres Daseins, „einst in den Himmel zu kommen“, ist in der modernen Verkündigung weitgehend an den Rand gedrängt, wenn nicht gar verschwunden. Das heißt nicht, dass man ihn leugnet. Es scheint sich aber eine neuartige Prädestinationslehre durchzusetzen, welche dem Menschen einen einzig möglichen Ausgang seines Lebens offen lässt, das ewige Heil. Man begründet dies, wenn überhaupt auf die Frage eingegangen wird, mit der Liebe Gottes, „der doch nicht will, … der doch nicht kann …“ Biblisch begründet allerdings scheint mir eine solche Lehre nicht. Sie steht übrigens auch im Widerspruch mit der so oft beschworenen Freiheit, die Gott uns schenkt.

Ein Vergessen oder gar Leugnen dieser letzten und alles entscheidenden Wahlmöglichkeit, mit Gott oder ohne Gott, verleitet dazu, das ewige Heil bedeutungslos zu machen, den Sinn unseres Lebens ganz im Hier und Jetzt zu suchen. Dann aber heißt die Formulierung des Youcat schnell einmal, dieser Sinn unseres Lebens sei einzig und allein, das Gute zu tun, den Mitmenschen zu helfen, uns für Friede und Gerechtigkeit einzusetzen und für die Bewahrung der Schöpfung zu kämpfen.


Aber heißt „Gott zu dienen“ nicht weit mehr? Heißt das nicht, Gott selber und seinen Willen immer und überall und in jeder Situation unseres Lebens, selbst in den Momenten unserer Ohnmacht und unseres Versagens, in den Mittelpunkt zu stellen? Der Dekalog sagt uns: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Gemüte und mit aller deiner Kraft!“ Dies ist das erste und wichtigste Gebot, und damit auch der erste und wichtigste Sinn unseres Daseins hier und jetzt. Nur auf dieser Basis lässt sich wahrhaft „nach Gottes Willen das Gute tun“.

Und nur in dieser Haltung, im ständigen Bemühen aus der Liebe zu Gott heraus das eigene Leben zu leben, und die uns von seiner Liebe zugeteilten Aufgaben zu erfüllen, wird der Mensch schlussendlich fähig und bereit, am ewigen Leben bei Gott teilzunehmen. Nur so aber wird er auch fähig und bereit, die Liebe Gottes zu uns glaubwürdig zu verkünden und anderen Menschen den wahren Sinn all unseres Lebens, unseres Bemühens, ja selbst unseres Leidens näher zu bringen.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Lebensgestaltung

  1. Der Freude auf der Spur
  2. Wege des Unglücks
  3. Nur nicht aus Liebe weinen
  4. Nicht bloß Ja-Sagen, sondern den Willen Gottes erfüllen
  5. Papst an Europas Bischöfe: Jungen Menschen Weg finden helfen
  6. Der Abschied – Leseprobe 4
  7. Der Abschied – Leseprobe 3
  8. Der Abschied – Leseprobe 2
  9. Der Abschied – Leseprobe 1
  10. Papst ruft Orden zu nüchternem Umgang mit Geld auf







Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  3. Belgischer Bischof Johan Bonny kündigt Weihe verheirateter Männer zu Priestern an
  4. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  5. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht
  6. Besser keine Laienpredigt
  7. Kardinal Woelki: Kirche ohne Priester wäre "nicht mehr katholisch"
  8. Kanada: 84-Jährige wegen Rückenschmerzen in Notaufnahme, bekommt als Erstes Sterbehilfe angeboten!
  9. US-Regierung kündigt nach Tod von Noelia Untersuchung gegen Spanien an
  10. Blutiger Palmsonntag in Nigeria: Dschihadisten massakrieren über 40 Christen in Jos
  11. Vom Todesurteil zur Hoffnung: 'Irans geistliche Ketten werden brechen'
  12. Israel verwehrt Patriarch Zugang zur Grabeskirche – Scharfer internationaler Protest
  13. Ehemaliger Bischof verteidigt Papst Leo XIV. gegen Vorwürfe im Zusammenhang mit Pachamama
  14. Neuer Präfekt des Päpstlichen Hauses, Erzbischof Rajič, betont kirchliche Lehre zur Homosexualität
  15. Das „Ur-Datum“ des Heils: Warum der 25. März als Tag der Kreuzigung gilt

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz