Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  2. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  3. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
  4. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  5. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  6. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  7. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  8. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  9. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  10. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  11. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  12. Bemerkenswerte Geste: Wenn Papst Leo nach Frankreich kommt, werden alle Kirchenglocken läuten
  13. Mutmaßlicher IS-Anhänger soll Anschlag auf eine Kirche in Bremen geplant haben - Festnahme
  14. Der evangelischen Theologischen Hochschule Basel soll die Akkreditierung entzogen werden
  15. Gender-Ideologie: Katholische Familie kämpft um ihre Tochter

Der Liebe zu Jesus Christus und zum Gottesdienst nichts vorziehen!

22. Jänner 2014 in Deutschland, 9 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Bamberger Erzbischof Schick erinnert daran, was der Begriff „Reform“ in der Kirche eigentlich bedeutet und betont eigens: „Für die Reformen in der Kirche ist das Bußsakrament besonders wichtig“


Bamberg (kath.net/peb) „Reform und Bekehrung haben kein Verfallsdatum. Sie sind immer erforderlich. Sie müssen wie ein roter Faden durch jedes Christenleben und die ganze Kirche immer mitgehen.“ Dies schrieb der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick (Foto) am Dienstag auf Facebook und Twitter. Ausgangspunkt für sein Statement war die Frage: „Welche Reformen braucht die katholische Kirche?“. Dies sei ein Thema, über das „zurzeit viel diskutiert“ werde, das auch von Papst Franziskus mit angestoßen worden sei, der sich an der Diskussion „in seinen Predigten, Ansprachen und Stellungnahmen“ beteilige.

Der Bamberger Erzbischof betont dabei, dass Reformen auch „auf die Treue zum eigenen Lebensstand und zu den Versprechen“ abzielten, „die Eheversprechen, die Ordensgelübde, die Versprechen der Priester und Diakone bei der Weihe“. Reformen in der Kirche forderten auch „eine Bekehrung zu den Sakramenten“. Schick betonte eigens: „Für die Reformen in der Kirche ist das Bußsakrament besonders wichtig.“


kath.net dokumentiert den Text im Wortlaut:

Liebe Facebook-Freunde und Twitter-Follower!

Welche Reformen braucht die katholische Kirche?

Über dieses Thema wird zurzeit viel diskutiert. Papst Franziskus hat diese Diskussion mit angestoßen und beteiligt sich an ihr in seinen Predigten, Ansprachen und Stellungnahmen. Er weist uns darauf hin, dass die Kirche immer Reformen braucht: Sie ist eine „ecclesia semper reformanda – eine Kirche, die sich beständig reformieren muss“. Er macht aber auch deutlich, dass die Reformen, die nötig sind, von innen, aus den Wurzeln der Kirche kommen müssen; sie richten sich an jeden einzelnen Christen, denn die Kirche ist Gemeinschaft der Christen mit Jesus Christus und untereinander. Mit anderen Worten, die Kirche ist so gut, wie die Christen gut sind. Die immer notwendige Reform will die Christen „heiligen“, damit die Kirche brauchbares und wirksames Werkzeug für das Wohl und Heil der Menschen ist.


Im Mund Jesu heißt Reform „Bekehrung“. Aber wie und wozu? Alle Reformen der Kirche müssen zu einem Mehr und Intensiver in der Nachfolge Jesu führen. „Wer mein Jünger sein will, …, der folge mir nach.“ Wo Kirche drauf steht, muss Jesus Christus drin sein! Mit IHM wird die Gemeinschaft der Christen heilig und wirkt Gutes für die Menschen und die Schöpfung. Reformen, die die katholische Kirche braucht, sind Bekehrungen zum Evangelium, zu den Zehn Geboten, dem Hauptgebot der Gottes- und der Nächstenliebe, der Goldenen Regel – „Was du willst, das man dir tut, das tu´ zuerst deinem Nächsten“ –, zu den Seligpreisungen der Bergpredigt. Reformen, die die katholische Kirche braucht, sind Bekehrungen zu den christlichen Werten und Tugenden. Paulus zählt im Galaterbrief folgende auf: „Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung.“ Sie müssen unser Leben bestimmen, von uns Christen angeeignet werden und die Kirche prägen. Reformen zielen auch auf die Treue zum eigenen Lebensstand und zu den Versprechen ab: die Eheversprechen, die Ordensgelübde, die Versprechen der Priester und Diakone bei der Weihe.

Reform und Bekehrung haben kein Verfallsdatum. Sie sind immer erforderlich. Sie müssen wie ein roter Faden durch jedes Christenleben und die ganze Kirche immer mitgehen.

Die Reformen, die die katholische Kirche braucht, werden angestrebt und erreicht durch das Lesen, Betrachten und Befolgen des Wortes Gottes in der Heiligen Schrift, durch das tägliche Gebet, das ein Gespräch mit Jesus sein soll, durch den Austausch unter den Mitchristen über das, was die Botschaft Jesu heute bedeutet und will.

Reformen in der Kirche fordern auch eine Bekehrung zu den Sakramenten, um diese innerlicher mitzufeiern und aus ihnen zu leben: Die Taufe, die Eucharistie, die Firmung, das Bußsakrament und die Krankensalbung, die Priesterweihe und Ehe. Für die Reformen in der Kirche ist das Bußsakrament besonders wichtig.

Reformen, die die Kirche braucht, führen immer auch dazu, sich intensiver für das Reich Gottes zu interessieren und zu engagieren, damit es mehr Gerechtigkeit in dieser Welt gibt, mehr Frieden, mehr Freude und Wohlergehen für alle Menschen, vom Nord- bis zum Südpol und um dem ganzen Äquator herum.

Die Reformen, die die Kirche heute braucht, können Maß nehmen an den großen Reformatoren:
An Benedikt und Scholastika mit dem Reformprogramm: „Der Liebe zu Jesus Christus und zum Gottesdienst nichts vorziehen; bete und arbeite!“.
An Franziskus und Klara mit dem Programm: „Kirche der Armen, Kirche für die Armen“.
An Ignatius von Loyola und Terese von Avila mit der Orientierung: „Alles zur größeren Ehre Gottes und zum Heil der Menschen“.
An Mutter Teresa von Kalkutta und Maximilian Kolbe mit ihrem Lebensmotto: „Allein die Liebe zählt“.

Solche Reformen braucht die Kirche, solche Bekehrung braucht sie immer, damit sie die Kirche bleibt und mit Jesus Christus verbunden zur Ehre Gottes und zum Heil der Menschen wirkt.

Liebe Freunde und Follower!
Machen wir mit bei der Bekehrung. Helfen wir Papst Franziskus sein Reformprogramm umzusetzen. Beten wir wie die Christen in China: „Herr, erneuere deine Kirche und fange bei mir an“.

Foto Erzbischof Schick (c) Erzbistum Bamberg


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Kirche

  1. Das kirchliche Amt zwischen Wahrheit und Selbstreferenz – Vom Selbstausdruck zum Christuszeugnis
  2. Neue Fantasien über das Weiheamt für Frauen?
  3. Warum kein einfach gläubiger Katholik „Laienpredigten“ in der heiligen Messe braucht
  4. „Je besser die zentralen Ämter der Kirche geführt werden, desto größer der Nutzen für die Kirche“
  5. Woelki: „Herr, offenbare du deinen Willen für deine Kirche, das ist der Kernsatz aller Synodalität“
  6. „Treue oder Einheit? Wie wird Leo XIV. mit den Lehr- und Disziplinarproblemen der Kirche umgehen?“
  7. Erzbistum Brisbane/Australien: Messbesucherzahlen wachsen seit drei Jahren
  8. „Papst Leo XIV. stellt in allen seinen Predigten und Ansprachen immer Jesus Christus in die Mitte“
  9. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
  10. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Möchte mich nun an liberale Theologen und Gläubige wenden“







Top-15

meist-gelesen

  1. Die Würde des Menschen kennt keine Grenze: In den Augen Gottes ist niemand unsichtbar
  2. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
  3. „Die hl. Märtyrer von Międzyrzecz waren Menschen aus Fleisch und Blut, die bereit waren…“
  4. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  5. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  6. Bemerkenswerte Geste: Wenn Papst Leo nach Frankreich kommt, werden alle Kirchenglocken läuten
  7. Wer ist der Mann auf dem Tuch?
  8. Mutmaßlicher IS-Anhänger soll Anschlag auf eine Kirche in Bremen geplant haben - Festnahme
  9. Programm für Lateinamerika-Reise des Papstes veröffentlicht
  10. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  11. Präsident Trump nominiert Tochter von Franklin Graham zur Sonderbotschafterin für Religionsfreiheit
  12. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  13. Fast der gleiche Glaube?
  14. Gender-Ideologie: Katholische Familie kämpft um ihre Tochter
  15. Slowakei: Papst Leo XIV. grüßt die Teilnehmer des Nationalen Marsches für das Leben in Bratislava

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz