Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
  2. Debatte um Leitung der Deutschen Bischofskonferenz - Lehramtstreue Bischöfe als „Königsmörder“?
  3. These: Der dreifaltige Gott soll in der Liturgie der Messe verkündet werden
  4. Vatikan dementiert Bericht über Abweisung Macrons durch den Papst
  5. Papst Leo sendet kraftvolle Grußbotschaft an die Teilnehmer des „Marsch für das Leben“/Washington
  6. Seligsprechungsprozess für Pater Alfred Delp SJ wird eröffnet
  7. Kardinal Woelki zur Polarisierung in der Bischofskonferenz: „Diese Situation ist belastend“
  8. Erzbistum Paris beruft angesichts der boomenden Konversionen eine Kirchenversammlung ein!
  9. Josef Grünwidl ist neuer Erzbischof von Wien
  10. US-Vizepräsident Vance wird erneut beim „March for Life“ teilnehmen und sprechen
  11. „Jesus ja, Kirche nein? – Das ist wie: ‚Ich bin für Fußball, aber gegen Fußballvereine‘“
  12. Eine unerträgliche Verharmlosung des tatsächlichen NS-Unrechts!
  13. „Catholic Herald“: „Irlands schwindende Familien“
  14. "Ich glaube, dass Gott das erste Selfie geschossen hat.“
  15. Katholikin Eva Vlaardingerbroek verliert Einreiseerlaubnis nach Großbritannien

Eifersucht, Neid und Geschwätz — giftige Spaltpilze der Gemeinschaft

23. Jänner 2014 in Aktuelles, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus-Perle des Tages: Der Eifersüchtige oder Neider wird zum Mörder des Bruders. Der Neid ist die Tür, durch die der Satan in die Welt getreten ist. Tratsch und Geschwätz — die Waffen des Teufels. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Eifersucht, Neid und Geschwätz zerstören die christlichen Gemeinschaften. Dies betonte Papst Franziskus in seiner Predigt zur heiligen Messe im vatikanischen Gästehaus „Domus Sanctae Marthae“ am Donnerstag der zweiten Woche im Jahreskreis.

Der Papst ging bei seinen Betrachtungen von der ersten Lesung vom Tag aus (1 Sam 18,6-9; 19, 1-7), die vom Sieg der Israeliten über die Philister und vom Mut Davids bei seinem Kampf gegen den Philister Goliat berichtet, durch den dies erst ermöglicht wurde. Die Freude über den Sieg jedoch wird für König Saul bald zum Anlass für Traurigkeit und Eifersucht: „Die Frauen spielten und riefen voll Freude: Saul hat Tausend erschlagen, David aber Zehntausend. Saul wurde darüber sehr zornig. Das Lied missfiel ihm, und er sagte: David geben sie Zehntausend, mir aber geben sie nur Tausend. Jetzt fehlt ihm nur noch die Königswürde. Von diesem Tag an war Saul gegen David voll Argwohn“ (V. 7-9).

„Jener große Sieg“, so der Papst, „beginnt, im Herzen des Königs zu einer Niederlage zu werden“, da sich in ihm, wie dies bereits bei Kain geschehen sei, „der Wurm der Eifersucht und des Neids“ einniste. So beschließe der König, David zu töten: „Dies richtet die Eifersucht in unseren Herzen an. Sie ist eine schlechte Ruhelosigkeit, die es nicht erträgt, dass ein Bruder oder eine Schwester etwas hat, was ich nicht habe“. Statt Gott für den Sieg zu preisen, wie dies die Frauen Israels getan hätten, ziehe es Saul vor, sich in sich selbst zu verschließen, untröstlich zu sein und „seine Gefühle in der Brühe der Verbitterung zu kochen“:


„Die Eifersucht bringt dazu, zu töten. Der Neid bringt dazu, zu töten. Gerade diese Tür, die Tür des Neides, ist es gewesen, durch die der Teufel in die Welt getreten ist. Die Bibel sagt: ‚Durch den Neid des Teufels ist das Böse in die Welt gekommen‘. Die Eifersucht und der Neid öffnen die Tür für alle schlechten Dinge. Sie spalten auch die Gemeinschaft. Wenn eine christliche Gemeinschaft — einige ihrer Mitglieder — an Neid, an Eifersucht leidet, dann endet sie in der Spaltung: einer gegen den anderen. Ein starkes Gift ist das. Das ist ein Gift, das wir auf den ersten Seiten der Bibel bei Kain finden“.

Im Herzen eines Menschen, der von Eifersucht und Neid betroffen sei, „geschehen zwei ganz eindeutige Dinge“, so Franziskus weiter. Als erstes stelle sich die Bitterkeit ein:

„Der neidische Mensch, der eifersüchtige Mensch ist verbittert: er versteht es nicht, zu singen, er versteht es nicht, zu lobpreisen, er weiß nicht, was Freude ist, er schaut immer auf das, ‚was der da hat und was ich nicht habe‘. Und das führt ihn zur Verbitterung, zu einer Bitterkeit, die sich in der ganzen Gemeinschaft ausbreitet. Sie sind die Sämänner der Bitterkeit, und die zweite Haltung, zu der Eifersucht und Neid führen, ist das Geschwätz, der Tratsch. Weil so einer es nicht erträgt, dass jener etwas hat, besteht die Lösung darin, den anderen herabzuziehen, damit ich ein wenig größer werde. Und das Mittel hierzu ist der Tratsch. Such immer danach, und du wirst sehen, dass hinter dem Geschwätz Eifersucht und Neid stehen. Und der Tratsch spaltet die Gemeinschaft, das Geschwätz zerstört die Gemeinschaft. Sie sind die Waffen des Teufels“.

„Wie viele christliche Gemeinschaften gingen gut voran“, beklagte der Papst, „dann aber hat der Wurm der Eifersucht und des Neides eines ihrer Mitglieder befallen, und damit die Traurigkeit, der Groll des Herzens und der Tratsch“. Ein Mensch, der unter dem Einfluss des Neides und der Eifersucht stehe, „tötet, wie der Apostel Johannes sagt: ‚Wer seinen Bruder hasst, ist ein Mörder“. Und der Neider, der Eifersüchtige „beginnt, seinen Bruder zu hassen“.

„Heute, in dieser Messe“, so Franziskus abschließend, „wollen wir für unsere christlichen Gemeinschaften beten, dass dieser Same der Eifersucht nicht unter uns ausgestreut werde, dass der Neid keinen Platz in unserem Herzen einnehme, im Herzen unserer Gemeinschaft, und dass wir so mit dem Lobpreis des Herrn, ihn preisend, mit Freude vorwärtsgehen können. Das ist eine große Gnade, die Gnade, nicht in Traurigkeit zu verfallen, in Groll, in Eifersucht und Neid“.

Dem Autor auf Twitter folgen!


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Franziskus in Santa Marta

  1. Der Papst und die Engel
  2. Die Gnade des Gebetes, der Nähe, der Gerechtigkeit-Barmherzigkeit
  3. Der Heilige Geist lehrt uns die Sanftmut der Kinder Gottes
  4. Der Hass des Geistes der Weltlichkeit
  5. Der Geist der rigiden Starrheit bringt immer Verstörung
  6. Interreligiöses Gebet für die Befreiung von allen Pandemien
  7. Wie gibt die Welt den Frieden und wie gibt der Herr ihn?
  8. Die Mystik des Bleibens in Jesus
  9. Der Beistand –- der Geist, der im Glauben wachsen lässt
  10. Europa wachse vereint in der Brüderlichkeit






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
  3. Debatte um Leitung der Deutschen Bischofskonferenz - Lehramtstreue Bischöfe als „Königsmörder“?
  4. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  5. Erzbistum Paris beruft angesichts der boomenden Konversionen eine Kirchenversammlung ein!
  6. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  7. Kardinal Zen: Papst Leo „ist wahrlich eine Leitungspersönlichkeit, die zuhören kann!“
  8. Katholikin Eva Vlaardingerbroek verliert Einreiseerlaubnis nach Großbritannien
  9. Josef Grünwidl ist neuer Erzbischof von Wien
  10. Ein neuer Beginn in der DBK ist möglich
  11. Papst Leo sendet kraftvolle Grußbotschaft an die Teilnehmer des „Marsch für das Leben“/Washington
  12. „Papst Leo XIV. stellt in allen seinen Predigten und Ansprachen immer Jesus Christus in die Mitte“
  13. Sterilisationen, schlechte Lebensbedingungen: Grönländer kritisieren dänische Herrschaft
  14. Maria 1.0: Immer wieder Deutschland - „Deutsch-Synodale“ Reformatoren schaffen Realität
  15. Kardinal Woelki zur Polarisierung in der Bischofskonferenz: „Diese Situation ist belastend“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz