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DBK-Vorsitzender Marx: 'Wir sind keine Filialen von Rom'

26. Februar 2015 in Weltkirche, 242 Lesermeinungen
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Marx sorgt für Diskussion: „Wir können nicht warten, bis eine Synode sagt, wie wir hier Ehe- und Familienpastoral zu gestalten haben“. In Einzelfragen der Seelsorge „kann die Synode nicht im Detail vorschreiben, was wir in Deutschland zu tun haben“


Hildesheim (kath.net)
Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz Reinhard Kardinal Marx hat am Dienstag bei einer Pressekonferenz mit Aussagen zur Beziehung zur Weltkirche für Diskussion bei Katholiken gesorgt. So möchte Marx laut einem Bericht der „Tagespost“ mit Blick auf die Familiensynode im Herbst das Bemühen der Bischöfe, „neue Wege zu gehen“ und „mitzuhelfen, dass Türen geöffnet werden“. Laut dem Erzbischof von München richtete man „eine gewisse Erwartung“ an Deutschland. Er hoffe, dass einige Fragestellungen schon vor der Synode angepackt würden.

Marx möchte in der Lehre in der Gemeinschaft der Kirche bleiben, in Einzelfragen der Seelsorge „kann die Synode nicht im Detail vorschreiben, was wir in Deutschland zu tun haben“. Die Deutschen Bischöfe möchten daher nach der Synode ein eigenes Hirtenwort zu Ehe und Familie veröffentlichen. Dabei möchte Marx nicht auf Erlaubnisse warten. „Wir sind keine Filialen von Rom. Jede Bischofskonferenz ist für die Pastoral in ihrem Kulturkreis zuständig und hat das Evangelium in ureigener Aufgabe selber zu verkünden. Wir können nicht warten, bis eine Synode sagt, wie wir hier Ehe- und Familienpastoral zu gestalten haben.“


Für Diskussionen insbesondere in sozialen Netzwerken wie Facebook sorgte dann auch der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode. Seiner Auffassung nach erörtern die Teilnehmer nicht nur Ehe- und Familienfragen, sondern die Möglichkeit eines Paradigmenwechsels. Für Bode sei es laut dem Bericht der "Tagespost" eine Grundfrage, ob nicht nur Schrift und Tradition Quellen der theologischen Erkenntnis seien, „sondern auch die Realität von Menschen und der Welt“. Er beruft sich dabei auf das Zitat aus „Gaudium et spes“: „Es gibt nichts wahrhaft Menschliches, das nicht in ihren Herzen (denen der Jünger, A.d.R.) seinen Widerhall findet“. Seine Schlussfolgerung: „Nicht nur die christliche Botschaft müsse Resonanz in den Menschen finden, sondern die Menschen müssen Resonanz bei uns finden.“ Auf die Frage, welche Theologen richtungsweisend in den Augen der Bischöfe seien, verwies Bode dann auf den Freiburger Moraltheologen Eberhard Schockenhoff. Dieser hatte in der Vergangenheit immer wieder mit umstrittenen Meldung für Aufsehen gesorgt. kath.net hat berichtet.



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Lesermeinungen

 speedy 5. März 2015 
 

wir sind keine Filialen von rom , kann auch bedeuten wir sind getrennt von rom


2
 
 Sehnsucht 5. März 2015 

Fragebogen zur Familiensynode

Mit viel Mühe habe ich mich an der Fragebogenaktion zur Familiensynode beteiligt. Ein paar Stunden hat mich das gekostet. Als ich wenige Tage später diesen Artikel auf kath.net gelesen habe, war ich erstmal geschockt. Alles umsonst. Die ganze Fragebogenaktion nur eine Farce? Viele gute Kommentare, die sehr guten Artikel von Dr. Hartl, Dr. Schneider - Flagmeyer, Dr. Schäfer und jetzt noch von Frau Bonelli geben schon ein Bild. Ein Gesamtbild, was in unserer Kirche los ist. Gute Ideen, gute konstruktive Kritik! Das heißt für mich auch, die Kirche lebt! Wir sind doch auch Kirche! Gott kann mit einem kleinen Rest viel machen! Seien wir Sauerteig ! Wichtig ist das persönliche Zeugnisgeben, Lesen der Hl. Schrift und vertrauensvolles Gebet. Und nicht resignieren! Großes Danke auch an kath.net, dass das hier möglich ist.
Leider kann ich erst seit heute mitkommentieren. Lese aber schon seit Jahren mit, mit großem Gewinn!


6
 
 Charlotte 5. März 2015 

Paddel

Paddel am 3.3.2015 @Charlotte .....
Herzlichen Dank für Ihre Antwort.


2
 
 Antigone 4. März 2015 
 

An Paddel, Giovanni Bosco und Diasporakatholik

Ich gebe ja zu, dass ich es ein wenig "auf die Spitze getrieben" habe, sorry!
Heute früh habe ich mich schon für den vielen Lesestoff bedankt, ist aber nirgends zu lesen. Ich tue es gern nochmal!
Mein Problem bleibt immer noch NER, aber darüber muss ich nicht andauernd wieder diskutieren.


2
 
 Aschermittwoch 4. März 2015 
 

Stolz statt Demut

Reichtum und Stolz haben schon manchem geschadet. Auch diesmal!!


4
 
 Diasporakatholik 4. März 2015 
 

@Antigone

Sie schrieben an Paddel bzgl. NER u.a.:

"... Sex ist eigentlich zum Kinderkriegen. Auf die Spitze getrieben hieße das, man soll, wenn man sie denn durch so eine Methode kennt, nur in den fruchtbaren Tagen Sex haben."

Zu Recht hat diese Auffassung Paddel als "nicht römisch-katholische" Auffassung bezeichnet.

Denn danach dürfte ja z.B. ein Paar nach Eintritt der Menopause der Frau nicht mehr sexuell miteinander verkehren.

Siehe auch die Antwort von @Giovanni Bosco.


5
 
 Giovanni Bosco 3. März 2015 

@Antigone

"... Sexualität auf römisch-katholisch?"

Stark vereinfacht habe ich das im letzten Posting zusammengefasst. Wenn Sie es genauer wissen wollen, können Sie das im KKK ab 2360 nachlesen. Genauer steht es in den Schreiben "familiaris consortio" und "humanae vitae" auf die sich der KKK häufig bezieht. Weiterhin hat PJ II. über mehrere Jahre die Mittwochsansprchen zu diesem Thema gehalten ("Theologie des Leibes"). Diese sind im Netz als PDF zu finden und seit einiger Zeit auch wieder in Buchform in zwei Bänden zu haben. Außerdem gibt es hierzu viel Sekundärliteratur z.B. von Christopher West oder Ehepaar Gams. z.T. auch im kathnet-Shop. Es lohnt sich sehr sich damit zu beschäftigen!!

http://www.documentacatholicaomnia.eu/01p/1979-1981,_SS_Ioannes_Paulus_II,_Katechesen_%27Die_Menschliche_Liebe_Im_Goettlichen_Heilsplan%27,_GE.pdf

http://www.documentacatholicaomnia.eu/01p/1981-1984,_SS_Ioannes_Paulus_II,_Katechesen_%27Die_Erloesung_Des_Leibes_Und_Die_Sakramentalitae_Der_Ehe%27,_GE.pdf


6
 
 Paddel 3. März 2015 

@Antigone

Das sage nicht ich!! Das sagt:

Enzyklika "Humaneae vitae" Kapitel II
S. 31 ff
von Papst Paul VI


Sie können das auch bei Papst Joh. Paul II nachlesen bei "Theologie des Leibes" S. 125 im Kapitel 1 "Der bräutliche Sinn des Leibes" (" ... nicht nur Quelle der Fruchtbarkeit und Fortpflanzung...")
lesen Sie selbst nach, wäre hier zu umfangreich...


6
 
 Wächter 3. März 2015 
 

Das Ende der universalen Kirche

Sind wir keine Filialen von Rom mehr, dann sind wir auch keine Filiale(Außenstelle) von Gott mehr, dann ist der Herr und seine von Ihm gestiftete Heilige Kirche tot!


7
 
 Giovanni Bosco 3. März 2015 

@Antigone NER

1. Die menschliche Sexualität ist nicht nur zum Kinderkriegen da. Wir sind Menschen und keine Tiere! Ein Sexualverhalten, wie Sie es beschreiben, findet sich in der Tierwelt. Dort hat der Sexualtrieb tatsächlich nur die Aufgabe Nachkommen zu zeugen. Für uns Menschen besteht noch ein zweiter Grund, nämlich sich in Liebe zu begegnen, um in dieser "Umarmung" auf tiefste Weise Abbild der Dreieinigkeit zu sein. Und das hat einen eigenen Wert, der neben der Fortpflanzung gleichgewichtig ist.
2. NER muss keine Verhütungsmethode sein. Bei NER gibt es Tage, bei denen, wenn man zeitweise keine Kinder verantworten kann, nicht geschlechtlich zusammenkommen darf. Und in diesem Verzicht unterscheidet sich NER von einer Verhütungsmethode. Wenn sich ein Paar gern hat, und diese Tage verzichten muss, hinterfragt es sich ernsthaft (in dem Maße, wie der Verzicht schwer fällt) ob es wirklich kein weiteres Kind wünscht. Außerdem macht dieser Verzicht kreativ für andere Liebesformen.


11
 
 Antigone 3. März 2015 
 

Lieber Suarez,

Das stimmt: die Frage nach der Frau am Herd hat auf die falsche Fährte gelenkt.
Was ich nicht glaube, ist, dass Ideologie schuld an den Problemen ist. Es sind ja doch konkrete Zwänge und Widrigkeiten, die es Familien schwer machen. Und das ist nicht einmal sehr neu. Unter prekären Verhältnissen mussten die Frauen immer mitarbeiten. Nur funktionierten da noch übergreifende Familienstrukturen - wie heute gar nicht mehr.
Die katholische Sozialarbeiterin hatte theoretisch Recht. Wie kann man aber einem Menschen ein schlechtes Gewissen machen, der praktisch keine Wahl hat? Das fand ich halt schlimm.


2
 
 Antigone 3. März 2015 
 

@Paddel

Wenn Sie's sagen... Und wie geht Sexualität auf römisch-katholisch?


1
 
 Suarez 3. März 2015 

Liebe Antigone, Sie schrieben doch:

"Lieber Suarez, was wollen Sie uns sagen? Die Frau gehört an den Herd?"

und nun schrieben Sie:

"Wie schön wäre es, wenn alle Mütter bei ihren Kindern bleiben könnten!"

Für mich passen die beiden Aussagen nicht zusammen, aber vielleicht übersehe ich da auch etwas.

"Aber für Verständnis werben. Es ist gar nicht immer leicht, das Ideal von Familie zu leben."

Verständnis für die Sorgen und die Last immer, nur wer trägt denn die Verantwortung dafür, dass das Ideal Familie heute kaum noch lebbar ist, doch eine Ideologie, die der Frau unterstellt, sie gehöre in den Arbeitsprozess und nicht nach Hause zu ihren Kindern?

Für diese Ideologie habe ich eben überhaupt kein Verständnis und die katholische Sozialarbeiterin, die sie erwähnten, eben auch nicht. Nicht diese katholische Sozialarbeiterin ist etwas anzulasten, sondern einem Staat, der Familien aus ideologischen Gründen auseinander reißt, um alles und jede zur Ware zu machen.


12
 
 Antigone 3. März 2015 
 

Verfügbarkeit für den Arbeitsprozess?

Was? Wo habe ich das geschrieben? Ob die DDR das so propagiert hat (mag sein), kann dahin gestellt bleiben. Ich propagiere das nicht, also gar nicht. Wie schön wäre es, wenn alle Mütter bei ihren Kindern bleiben könnten!
Wie sind wir zu diesem Thema gekommen? Monsignore Schlegl schrieb von einer Familie, die aus Gründen der materiellen Versorgung wochenlang getrennt lebt. Ich schrieb von einer Familie, die dringend zwei (kleine) Einkommen brauchte, um für den nötigsten Unterhalt zu sorgen. Glorifizieren wollte ich da nichts. Aber für Verständnis werben. Es ist gar nicht immer leicht, das Ideal von Familie zu leben.


2
 
 Antigone 3. März 2015 
 

NER

Liebe Paddel,

NER kann für alles Mögliche verwendet werden, z.B. auch dafür, die fruchtbaren Tage zu bestimmen, um endlich schwanger zu werden. Wenn man diese Methode benutzt, um nicht schwanger zu werden, ist sie ein Verhütungsmittel. Die Kirche erlaubt diese Methode, ok. Es bleibt Verhütung. Und Sex ist eigentlich zum Kinderkriegen. Auf die Spitze getrieben hieße das, man soll, wenn man sie denn durch so eine Methode kennt, nur in den fruchtbaren Tagen Sex haben.


2
 
 Reichert 3. März 2015 
 

Paddel

Ich als Mann stehe voll und ganz hinter
Ihren Ausfürhungen. Dankeschön hierfür!


3
 
 Paddel 3. März 2015 

@Weinberg

Sie sind lustig. Bei NER wird nichts überlistet, das ist es ja gerade.
NER bejaht die Fruchtbarkeit der Frau und achtet sie mit höchstem Respekt, das ist ein Grund, warum NER kein Verhütungsmittel ist. Verhütungsmittel verneinen die Fruchtbarkeit.
NER wird auch benötigt, wenn die Schwangerschaft lebensbedrohlich für die Frau wäre (Herzkrankheit als Beispiel).
NER wird benötigt für ein bestmögliches Erkennen von Brustkrebs, für bestmögliche OP Termine für Unterleibsoperationen, für die Bestimmung des Geburtstermins (verhinder auch heutzutage eine künstl. Geburtseinleitung wegen Fehlberechnung nach Frauenarzt) und hat viele weitere wichtige Faktoren für die Gesundheit der Frau. Die Kenntnis von NER ist auch für Ordensschwestern und Single Frauen sehr wichtig.


7
 
 Suarez 3. März 2015 

Liebe Antigone,

wenn, dann urteilte ich über den DDR Staat, nicht über die Menschen, die von ihm drangsaliert und gedemütigt wurden. Das ist ein sehr wichtiger Unterschied!

Sie stellen die Verfügbarkeit der Frau im Arbeitsprozess gegen die Mutterschaft. Ist es denn wirklich so erstrebenswert für eine Mutter, möglichst schnell wieder dem Produktionsprozess zu "dienen"? Was haben wir heute für ein Verständnis von Erziehung und welchen Stellenwert nimmt sie in der Familie dann noch ein, wenn die Verwirklichung in der Arbeitswelt vorrangig gesehen wird.

Junge Frauen treiben ab, weil das Kind ihrer "Karriere" schaden könnte und merken dabei gar nicht, dass sie ihre Seele Stück für Stück verlieren und am Ende ein freudloses, bloß noch vom Karrieredenken bestimmtes Leben bleibt, in dem Sinnlosigkeit der Existenz zur alles prägenden Erfahrung wird. Und was ist gut daran, einer staatlichen Bürokratie seine Kinder im Frühkindlichen Alter zu überlassen, der sie durch Ideologien geistig verkrüppel?


9
 
 Weinberg 3. März 2015 
 

@ Paddel

Zitat: "Somit ist der Weg Gottes, nämlich keine Verhütung! immer segensreich....".
Auf dieser Grundlage dürfen Sie aber dann auch keine NER propagieren, denn NER ist Verhütung! Die Intention und Wirkung der NER ist exakt dieselbe wie die von künstlichen Verhütungsmethoden: die Verhinderung der Weitergabe des Lebens. Vorteil der NER ist die fehlende Beeinträchtigung der Gesundheit der Frau und die erhöhte Achtsamkeit der Eheleute im Umgang miteinander. Aber im Prinzip besteht ethisch-moralisch kein Unterschied zwischen NER und künstlichen Methoden. Denn Ziel der NER ist es ja nicht, gemäß der Natur des Zyklus zu leben, sondern ausschließlich, den weiblichen Zyklus zu überlisten - in der Absicht, Schwangerschaften mit größtmöglicher Sicherheit zu vermeiden.


3
 
 Paddel 3. März 2015 

@Charlotte

Ich kann Ihre Frage nicht beantworten, (war ja auch @Gandalf gerichtet)aber:
Wollen Sie austreten?
Ich denke das ist sowieso nicht richtig. Die Kirchensteuer gehört abgeschafft und entkoppelt, aber wir dürfen nicht aus der Kirche austreten. Bleiben Sie treu, auch in harten Zeiten.
Auch wenn die Deutschen wieder einmal einen Sonderweg eingehen, dann ist das die Verantwortung der Bischöfe und nicht Ihre, bleiben Sie romtreu und gehorsam in der Kirche. Es gibt nun mal keine offizielle deutsch-katholische Kirche oder eine katholische Kirche römischer Prägung auch wenn das manche so trennen wollen. Wenn das dann offiziell so wird, dann kann man sich weitere Schritte überlegen. Allein die Königsteiner Erklärung wäre auch schon Grund genug zum Austritt, da ist das was jetzt kommt nur eine logische Folge davon. Allerdings kenne ich mich kirchenrechtlich zu wenig aus. Tut mir leid... Ich bleib jedenfalls drin, auch wenn mir viel auf die Nerven geht, es gibt auch sehr viel Gutes.


8
 
 Paddel 3. März 2015 

@Schlegl

Ich glaube Ihnen, dass die Seelsorge nicht einfach ist. Trotzdem darf man nicht von der Frau verlangen, in diesem Punkt dem Mann nachzugeben. Ich weiß wohl, dass Frauen an ihren Männern hängen, wenn sie sich sexuell binden und dann geben sie leider nach. Das wirkt sich aber auf Dauer sehr kontraproduktiv auf die Ehe aus. Wenn diese Frauen aber in den Beichtstuhl kommen, kann man davon ausgehen, dass sie gläubig sind. Somit ist der Weg Gottes, nämlich keine Verhütung! immer segensreich auch wenn dies erst einmal Sturm, Gewitter und Erdbeben verursacht. Da muss man durch. Erlösung geht nur durch Kreuzweg und Kreuzigung. Das möchte man eben keinem zumuten und wählt den bequemen Weg, der dann aber noch zu größerem Leid führt als die "leichte Last" Gottes. Gottes Gnade wirkt immer, wenn man Gottes Wege geht! Herr Msgnr. und wenn Sie das als "realitätsfern" abstempeln möchten, dann sind Sie kleingläubig. Diese Frauen dürfen keine "unsicheren"Kondome nutzen, wenn sie Heilung erfahren möchten.


6
 
 marienkind 3. März 2015 
 

Ich denke Jesus wird wiederkommen, bevor fast niemand mehr

Zum Retten da ist, er wird wiederkommen um die Seelen zu ernten, bevor sie in einer schlechten Welt komplett verderben ... Wie aussieht bald...Und bis dahin müssen wir kämpfen mit Gebet, Wort und Tat ( nicht mit Gewalt, sondern mit Liebe, Wahrheit und Gerechtigkeit, Gottes Wort,..)


3
 
 marienkind 3. März 2015 
 

Man darf seinen atheistischen Ehepartner verlassen,

Wenn Leib und Geist gefährdet sind. Das ist eine Art Notwehr und genauso zu sehen, wie das mit dem Auge ausreißen, was Jesus sagt. Es ist besser etwas, was zu einem gehört loszuwerden, als mit diesem in die Hölle zu kommen! Man bleibt zwar immer verheiratet und darf keinen anderen Sexpartner während der Lebenszeit des Ehepartners haben aber es ist besser mit diesem Ofer den Himmel zu erreichen, als in der Hölle zu landen.

Mein Mann weiß, keine künstlichen Verhütungsmittel, keine Meckerei, wegen häufigem Kirchbesuch, dafür gehe ich aber dann, wenn er nicht oder wenig davon betroffen ist, keine okkulten und esoterischen Praktiken und Elemente in unserem Besitz (keine Traumfänger, Hufeisen, Todesrunen im Kreis =Peacezeichen, Totenköpfe, wir machen an Sylvester kein Bleigießen). Er wusste vor der Hochzeit, dass ich da keine Kompromisse möchte und er war einverstanden.

Allerdings haben mir einige kath. Frauen und auch Priester aus ihrer Erfahrung heraus abgeraten.


5
 
 Suarez 3. März 2015 

@Msgr. Franz Schlegl - Natürlich darf man die Menschen in ihrer Not nicht allein lassen

Doch darum hebt sich doch der ethische Grundkonflikt nicht auf, er bleibt gerade bestehen, wenn ein Partner gegen die Wahrheit lebt.

Solche Konstellationen sind wahrlich tragisch, sie können Menschen wohl auch in schwere Krisen stürzen, nur lässt sich der Konflikt darum nicht lösen, indem man der Unwahrheit nachgibt.

Wie sieht es denn aus, wenn einer der beiden Partner - es könnte auch der Mann sein - tief im Glauben verwurzelt ist und sich ein Kind wünscht und der andere Partner aus seinem Unglauben heraus, dies, weil geldliche Last, ablehnt. Solche grundlegenden Konflikte lassen sich nicht dadurch befrieden, dass der eine Partner auf seinen Glauben verzichtet. In einem solchen Eheleben kann man sich nicht beheimaten.

Allein das Zusammenleben mit einem Partner rechtfertigt nicht sein Tun. Denken Sie z.B. eine Frau, die ein Mitglied der Mafia geheiratet hat. Die Morde, die ihr Mann begeht, bleiben eine schreckliche Todsünde, die die Frau mit in den Abgrund zieht.


9
 
 Suarez 3. März 2015 

Liebe Antigone, Sie sehen das eigentlich Traurige nicht

Antigone:"Sie arbeitete in einem sehr niedrig bezahlten Job und ihr Mann auch. Zu uns kam eine katholische Sozialarbeiterin (es war eine Klinik in katholischer Trägerschaft), die uns darüber aufklärte, was es für eine Sünde sei, ein Kind in die Krippe zu geben. Ich habe geheult darüber."

Die DDR war ein Staat, der Familien im Stich ließ. Es kam dem Staat lediglich darauf an, die Arbeitskraft sowohl des Mannes als auch der Frau verfügbar zu halten. Daher wurden kinderreiche Familien gezwungen, Kinder schon ganz früh in Verwahranstalten (Krippe) zu geben. Dort hatte der Staat zudem die Möglichkeit, die Kinder unbeeinflusst von den Eltern ideologisch zu prägen. Eine ähnliche Entwicklung sehen wir heute in Deutschland und Österreich. Es ist doch eine Schande für eine Gesellschaft, wenn in ihr Familien wegen Kinderreichtum in Not geraten. Sollen wir Christen diese vom Staat verursachte Not etwa gut heißen? Meine Großmutter hatte 11(!) Kinder und mein Opa arbeitete bei der Bahn. Es ging!


10
 
 Jerusalem 2. März 2015 

Spaltung

Wie er aber voll heiligen Geistes war, sah er auf gen Himmel und sah die Herrlichkeit Gottes und Jesum stehen zur Rechten Gottes und sprach: Siehe, ich sehe den Himmel offen und des Menschen Sohn zur Rechten Gottes stehen.Sie schrieen aber laut und hielten ihre Ohren zu und stürmten einmütig auf ihn ein, stießen ihn zur Stadt hinaus und steinigten ihn.… Mehr von der Herrlichkeit Gottes als vom Turmbau zu Babel - das wäre zu wünschen. Mir kommt vor, das "die Synode" ein Turmbau zu Babel werden könnte - man sucht zu einer "Einheit" zu kommen, aber man schaut dabei nicht hinauf in die Herrlichkeit. Praktisch ist eine Spaltung schon da, immer mehr kommt das an das Licht, aber die Bischöfe meinen, man könne das noch durch schön reden und verhindern. Es kommt alles an´s Licht, das ist gut so, und die Herrlichkeit der Lehre der Kirche wird sich auch noch zeigen: zu Ehre Gottes und dem Wohl der Menschen. Bischöfe habt den Mut des Stephanus, des Joh.d.Täufers, Th.Morus... zu bekennen!


2
 
 Charlotte 2. März 2015 

@alle Leser - Meine Frage vom 27.02. war ehrlich gemeint,

leider habe ich keine einzige Antwort erhalten:
@Gandalf - Ich bitte Sie um Ihren Rat:
Welchen Weg können kirchliche Angestellte gehen?
Sie können nicht aus dieser deutsch-katholischen Kirche austreten ohne ihre Anstellung zu verlieren.


3
 
 SCHLEGL 2. März 2015 
 

@ Paddel

Lieber Paddel ! Die "unwilligen Männer"bekomme ich nicht zu Gesicht, sie gehen nicht in der Beichtstuhl! Aber ich höre die leidtragenden Frauen. Es tut mir leid, aber in diesem Fall muss ich Ihren Vorschlag schon alles ziemlich "realitätsfern" bezeichnen, weil ihn genau diejenigen NICHT zu hören bekommen, die es angeht! Glauben Sie mir, Seelsorge ist kein so leichtes Geschäft. Ich kenne meine Pappenheimer! Msgr. Franz Schlegl


5
 
 SCHLEGL 2. März 2015 
 

@Suarez

Die Menschen kommen in der Beichtstuhl, weil sie wissen, dass sie schwach sind! Aber in einer Ehe hat ein Partner eben nur DIE HÄLFTE des Ehelebens in der Hand, das höre ich jede Woche. Natürlich sollen die Menschen ihr ganzes Vertrauen auf Gottes setzen, aber es gibt eben auch die Abhängigkeit vom Partner. Wir dürfen wir den Menschen auch nicht allein lassen .Msgr. Franz Schlegl


7
 
 Paddel 2. März 2015 

@bernhard-k

Im Unwissen!


5
 
 Paddel 2. März 2015 

@Schlegl Werden Sie Fachmann!

Sie haben eine verantwortungsvolle Aufgabe als Seelsorger, da kann ich als Hausfrau leicht reden, denn ich muss ja keine Gläubigen "führen".
Ich denke wirklich, dass die Priester Experten werden sollten, was NER anbelangt, so können sie selbstsicherer mit diesem Thema umgehen.
Leider beschäftigen sich nicht einmal Gynäkologen umfassend mit diesem Thema, evtl. spielen hier auch Interessen der Pharmaindustrie mit eine Rolle.
Das Buch, das ich Ihnen empfohlen habe ist mehr für Ärzte und Anwender, die sich umfassender informieren möchten. Zur Anwendung von NER ist das Buch "Natürliche Empfängnisregelung" besser. Will man aber ein umfassenderes Wissen ist das u.g. Buch besser geeignet. Es sollte für die Priester eine Ausbildung in NER geben, damit sie auch wissen von was sie reden und sich nicht auf Mythen und Halbwissen stützen müssen. Ist der Priester gut informiert, gibt er diese Sicherheit an die Paare weiter.
NER ist übrigens keine Frage des Glaubens, sondern der Liebe.


8
 
 Suarez 2. März 2015 

Liebe Antigone, die DDR sah den Menschen auch nur als Arbeitskraft

Im Kommunismus/Sozialismus wird der Mensch, wie im Kapitalismus auch, auf die bloße Arbeitskraft reduziert. Teilweise war da die DDR noch brutaler als es in der heutigen entfesselten Wirtschaft der Fall ist.

Nun zu Ihrer Bitte: Wenn die finanzielle Not - die durchaus real sein kann - zum entscheidenden moralischen Maßstab wird, dann ließe sich sehr wohl damit argumentieren, dass Frauen, die abtreiben, dieser Not berechtigt zu entkommen suchen. Ebenso ließe sich hinsichtlich Sterbehilfe argumentieren, da Pflege eine enorme finanzielle Belastung darstellt. Christlichem Glauben wird hier eigentlich kein Raum gegeben.

China rechtfertigt seine "Ein-Kind" Politik damit, dass sonst durch Überbevölkerung materielle Not entstünde. In Afrika wird mit dem Argument, Kinderreichtum führe zu Armut, Entwicklungshilfe z,B. an Sterilisationsprogramme und anderes geknüpft.

Die eigentliche Frage müsste aber sein, warum eine Gesellschaft kinderreiche Familien in Not geraten lässt.


7
 
 Suarez 2. März 2015 

@Msgr. Franz Schlegl - Warum sollten die Menschen dann noch in den Beichtstuhl kommen

Ja, der Geist ist willig und das Fleisch ist schwach. Jedoch bleibt die christliche Botschaft dabei nicht stehen, sie fordert uns auf, gegen diese unsere Schwachheit im Vertrauen auf den göttlichen Beistand anzugehen, sie zu überwinden. Dies geht aber nur, wenn wir uns der Verkehrtheit unseres Tuns auch bewusst sind, wenn wir also begreifen, dass wir nicht wie Automaten handeln, sondern uns zum Bösen verführen lassen. Eine Theologie, die die Willensfreiheit insofern einschränkt, als es dem Menschen gar nicht möglich ist, sich zu bekehren, müsste den Anspruch, erlösende Botschaft zu sein, schlicht fallen lassen.

Joh 14,6 Jesus sagte zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich.

Hier wird kein Subjektivismus gepredigt, sondern unmißverständlich darauf hingewiesen, dass es ein autarkes Gewissen und Sein ohne Gott nicht gibt, sondern Wahrheit nur über den Sohn als Weg zu Gott zu erlangen ist.


8
 
 bernhard_k 2. März 2015 
 

Wo ist das Problem für Priester?

Warum nicht voller Freude die schöne kath. Sexualethik predigen? Wovor fürchten sich manche Priester? Wenn sich die Gläubigen dann NICHT an die Lehre halten, sündigen sie, so einfach ist das!

Ein Bergführer muss auch sagen (dürfen), wo die Gletscherspalten sind; wer dann nicht hören will und hineinfällt, ist leider selber schuld.

Also: voller Freude NER predigen!


8
 
 SCHLEGL 2. März 2015 
 

@ Giovanni Bosco

Mein Protest bezog sich auf ihr Statement: Weg zur Heiligkeit II! Ich hoffe Ihre Fragen in den anderen Postings klar beantwortet zu haben!Msgr. Franz Schlegl


0
 
 SCHLEGL 2. März 2015 
 

@ Suarez

Die katholische Kirche hat natürlich, auch gegen Luther, die WILLENSFREIHEIT immer verteidigt. Leider sehen wir aber auch, dass die Schwächung des Menschen als Folge der Erbsünde auch den Willen betrifft! Schon Paulus sagt: "Weh mir, denn ich bin geteilt. Ich tue oft nicht das GUTE, das ich will, sondern das BÖSE, dass ich nicht will!" Hier ist auch ein zweiter Mensch von einem anderen abhängig, der dessen Glauben und Praxis NICHT teilt. Das ist das Problem der Seelsorge, sofern die Leute überhaupt noch in den Beichtstuhl kommen.Msgr. Franz Schlegl


2
 
 SCHLEGL 2. März 2015 
 

@Frauke G.

Damit Ihnen das klar ist: ich bin für KEINERLEI Freigabe der Pille usw.! Dafür habe ich eine zu gute Ausbildung in Pastoralmedizin, gerade Hormonpräparate sind mit Vorsicht zu behandeln.Paul VI.lehnt in HM "künstliche Empfängnisverhütung"ab.Die Enzyklika spricht jedoch NIRGENDS vom SCHWERER SÜNDE! Bitte nachlesen! Ich habe ALLEN jungen Paaren, welche ich auf dem Weg zur Trauung begleitet habe, einen Kurs in " NER" und das Buch von Dr. Rötzer nahegelegt. Antigone lehnt JETZT NER ab, begibt sich damit auf einen Kurs der Realitätsverweigerung! Familien mit vielen Kindern sind finanziell in Westeuropa EKLATANT benachteiligt! Das Einkommen EINES Ehepartners reicht NICHT aus, die Wohnungskosten betragen nach EU Norm 40 % des gemeinsamen Einkommens! Mit frommer Glaubensunterweisung ist den Leuten nicht geholfen! Die Scholastik sagt: Primum vivere, deinde philosophari = zuerst leben, dann philosophieren!Das Problem tritt NUR auf, wenn ein Partner NICHT praktizierend kath. lebt!Msgr Schlegl


4
 
 Aegidius2 2. März 2015 

Die Tradition, aus der heraus der Erzbischof hier Rom sein kardinalsrotes "Non serviam!" entgegenschleudert, führt nachweislich in den Abgrund. Eminenz, kehrt um und glaubt an das Evangelium!


1
 
 Bentheim 2. März 2015 
 

Suarez

"...in Kenntnis der Irritationen..."
Das kann bis jetzt nur eine Vermutung sein. Ich sehe mich solange außerstande, Ihrem Posting zuzustimmen.


3
 
 Suarez 2. März 2015 

Liebe Antigone, mit Ihrer Argumentation könnte man auch Abtreibung und Euthanasie rechtfertigen

In einer Gesellschaft, die den Menschen lediglich noch als Arbeitskraft ansieht, verkümmert der Blick auf die tieferen Bedürfnisse des Menschen. Die Frau darf dann nicht mehr im vollen Sinne Mutter sein, sondern hat möglichst sofort wieder dem Arbeitsprozeß zu dienen. Auch die Bedürfnisse des Kindes sind in einer entchristlichten Gesellschaft der Effektivität des Arbeitsprozeßes untergeordnet, so dass man trotz seelischer Verkrüppelung Kinder schon mit einem Jahr in eine Krippe gibt. Alte Menschen werden zunehmend als gesellschaftliche Last empfunden, da sie dem Arbeitsprozeß nicht mehr dienen können und ihre Pflege die Angehörigen vom Arbeitsmarkt fernhält. Der bloße Verweis auf diese Realität kann zur moralische Rechtfertigung eines solchen Systems nicht dienen. Es ist unsere christliche Pflicht, immer und überall auf das Unmenschliche und Falsche dieses heutigen Denkens hinzuweisen.Moral gibt es nur da, wo wir uns nicht schon gedanklich dem Systemzwang unterwerfen.


8
 
 Antigone 2. März 2015 
 

@Giovanni Bosco II

Nun noch einmal meine unmaßgebliche und bereits mehrfach empört kommentierte Meinung zu NER resp. NFP: diese Praktiken sind - meines Erachtens - ein Weg, die Kinder, die Gott einem eigentlich schenken wollte, eben nicht anzunehmen.
Um unnötigen Diskussionen vorzubeugen: ich befürworte nicht Verhütung und ich befürworte nicht die Zulassung von "WvG" zu den Sakramenten. Allerdings werfe ich keine Steine.


1
 
 Antigone 2. März 2015 
 

@Giovanni Bosco

Sie schreiben lang und breit zur Belehrung von Leuten, die Sie überhaupt nicht kennen. Der Mann, der auf Montage arbeitet und nur alle 3 Wochen nach Hause kommt, möge sich doch einfach eine andere Arbeit suchen (sonst kann er die umfassende eheliche Liebe ja nicht leben). Woher wissen Sie, dass er die Chance dazu hat? Meinen Sie, er mutet sich und der Familie aus Spaß so ein Leben zu?
Als ich mit meinem ersten Kind in der Entbindungsklinik lag, hatte ich eine Bettnachbarin, die zu Hause schon 4 Kinder hatte. Sie arbeitete in einem sehr niedrig bezahlten Job und ihr Mann auch. Zu uns kam eine katholische Sozialarbeiterin (es war eine Klinik in katholischer Trägerschaft), die uns darüber aufklärte, was es für eine Sünde sei, ein Kind in die Krippe zu geben. Ich habe geheult darüber. Ich selbst hätte niemals mein Kind in eine Krippe geben wollen, aber ich konnte es mir auch leisten!!!!! (Fortsetzung)


1
 
 Suarez 2. März 2015 

@SCHLEGL versus @Giovanni Bosco

Unterwürfe tatsächlich der menschliche Trieb den menschlichen Willen, so ließe sich nicht mehr von Freiheit des Menschen reden. Der Mensch wäre dann lediglich ein intelligentes triebgesteuertes Tier, ja mehr noch, ein Automat, der stets der Triebabfuhr unterworfen wäre. Sie werden zugeben, verehrter Msgr. Schlegel, dass mit einer solchen Auffassung des Menschlichen der christliche Glaube unvereinbar ist. Nur wenn die Freiheit des Willens auch real gegeben ist, wenn Umkehr, also Bekehrung aus dem freien Willen möglich ist - immer auch als Gnadenakt - gibt es Sinn im christlichen Schöpfungsglaube. Eine Schöpfungsordnung, die vom Trieb aus gedacht wird, ist keine Ordnung, sondern das Chaos. Umkehr meint ja immer auch eine Abkehr vom Triebhaften, von der Unordnung hin zur göttlichen Ordnung. Das Christentum sieht in der bloßen Triebbefriedigung nichts Gutes. Der Trieb sucht die Unterwerfung, nicht die Befreiung. Es sollte eigentlich klar sein, wie sich die Pastoral hier zu stellen hat.


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 Giovanni Bosco 2. März 2015 

@doda

"... ein letzter Gedanke von mir zu diesem wichtigen Nebenthema dieses Threads."
Wohlwissend, dass Sie das Wort "Nebenthema" hier auf diesen Thread beziehen, bin ich der Meinung, dass es für die Zukunft der Kirche kein Nebenthema ist. Wenn ich die Strömungen richtig versehe, gibt es eine, die sagt, wir stammen vom Affen ab, sind deshalb Opfer unserer Natur und Triebe, haben keinen freien Willen und MÜSSEN uns halt so oder so verhalten. Deshalb muss sich auch die Pastoral an der Praxis orientieren, man muss unter diesen und jenen Umständen Verhütungsmethoden zulassen, die Paare müssen nach eigenem Gewissen entscheiden...
Die anderen sagen wir sind Geschöpfe Gottes mit freiem Willen. Als Abbild Gottes haben wir eine hohe Verantwortung auch für unser Handeln. Für diejenigen steht zuerst das Ideal, nach dem wir Menschen uns ausrichten müssen; trotz menschlicher Schwierigkeiten.


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 Quirinusdecem 2. März 2015 
 

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https://www.facebook.com/pages/Bischof-Stefan-Oster/1399859893617166?fref=ts

Hier ist Bischof Oster gestern, meiner Meinung nach, seinem Mitbruder Marx zur Seite gesprungen. Die Kritik, die hier an Kardinal Marx geäußert wurden, scheint als verletzend empfunden zu werden. Ich dem Ganzen nicht wirklich folgen. Hier, im Kath.net, scheint es die einzige Auseinandersetzung zu diesem Thema zu geben, während in- und aus der DBK nur Friede Freude Eierkuchen nach außen dringt. Verehrter Bischof Oster, ich ziehe mir diesen Schuh nicht an. Ich vermisse Widerspruch und "öffentliche" Diskussion in der DBK. Wenn das nicht geschieht muss diese Auseinandersetzung über den richtigen Weg eben z.B. hier geführt werden. Es ist schade, dass sie sich von diesem Medium distanzieren, indem sie auf die Nicht Authorisierung Ihrer Predigten und Ansprache verweisen.


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 Frauke G. 2. März 2015 
 

@Schlegl

Priester Schlegl;Bitte was wollen Sie uns mit ihre Berufung auf Fachärzte,den Hinweis,dass nicht jede Pille nidationshemmed sei, mit ihre Anekdote aus dem Beichtstuhl,wo eine Frau mit drei Kinder sich nicht verweigern kann, damit der Mann nicht fremd geht und ihre Kaninchen- Aussagen, sagen? Sind Sie etwa für die Freigabe von künstliche Verhütungsmitteln wie Pille, Kondome durch die Kirche? Dann Sie sagen Sie es bitte klar und deutlich.Ich wusste ja nicht, dass Verhütungsmitteln je das Fremd-gehen verhütetet hätten. Franziskus hat sein Kaninchenvergleich bedauert warum wärmen Sie den Vergleich wieder auf? Was ist daran so schlimm, wenn die Frau mehr als drei Kinder bekommt? Ist das jetzt das neue katholische Dogma, dass jeder, der mehr als drei Kinder bekommt Kaninchen ist?Die katholische Kirche erlaubt die natürliche Familienplanung damit ungeplante Kinder dennoch willkommen sind und damit die Kinderzahl nicht endgültig, unflexibel festlegt wird.


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 Frauke G. 2. März 2015 
 

@doda

"Und ein (oder mehrere) geweihte Männer ihnen gesagt hat, daß die Pille heute in Ordnung sei."
Einige geweihte Männer sagen auch Homosexellen, dass homosexuell sein heute in Ordnung sei, Sie sagen Paare, dass Sex vor der Ehe heute in Ordnung sei, Scheidung heute in Ordnung sei, einige Priester finden es auch heute in Ordnung trotzt Zölibat und im Amt eine Freundin zu haben. Viele Priester meinen eigenmächtig und willkürlich die Gebote der Kirche außer Kraft setzen zu können. Wegen solchen Priester verkommen Humane Vitae und die Theologie des Leibes immer mehr zur Farce und Zum Gegenstand des Gespötts. Mit Worte wie "heute" "Pastorale" werden Gebote Christi, Gebote der Kirche zur Appelle umfunktioniert, an die man sich halten kann aber nicht muss. Nur wenn es um Privilegien, Titel, Hierarchie, Kirchensteuer sind viele Priester, die es mit den Gebote der Kirche nicht so ernst nehmen,sehr dogamtisch. Gott und unablässige Gebete haben schon viele Ehe geheilt.


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 Paddel 2. März 2015 

Haben wir bald Zustände wie in China?

Romtreue Untergrundkirche und die staatskonforme Kirche mit Papst Marx I.


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 Paddel 2. März 2015 

@Schlegl Teil 2

Ein „normaler“ Zyklus heißt: Die Menstruation setzt 10 bis 16 Tage nach der 1. höheren Meßung ein. Egal, ob, es sich um einen 24 Tage Zyklus handelt oder um einen 40 Tage Zyklus. 99, 5 % der Frauen können ihre fruchtbaren oder unfruchtbaren Tage erkennen. Ich empfehle Ihnen ganz dringend die Lektüre des Buches: „Die Frau und ihr persönlicher Zyklus“ von Prof.Dr. med. Josef Rötzer (kennen Sie einen Gynäkologen, der sich umfassender mit diesem Thema befasst hat?) ISBN 978-3-9523645-05.
Bitte, lesen Sie dieses Buch, besprechen Sie es mit „Ihren“ Universitätsprofessoren und dann dürfen Sie mir gerne widersprechen. Bis dahin sind Sie lieber zurückhaltend mit Äußerungen in diesem Bereich. In der Theologie kann ich Ihnen nie das Wasser reichen, aber ich wage zu behaupten, dass ich mich mit dem weibl. Zyklus mehr und intensiver befasst habe, vielleicht auch länger (20 Jahre).

m.f.G
Paddel


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 Suarez 2. März 2015 

@SCHLEGL , @Bentheim

Tatsache ist aber, dass Kard. Marx in Kenntnis der Irritationen, die diese Aussagen bei vielen Katholiken hervorrufen, sie trotzdem gemacht hat. Es scheint hier, wie in juristischer Alltagspraxis üblich, ein taktisches Spielchen betrieben zu werden. Formal bewegt man sich im Rahmen der kirchlichen Lehre, sprengt diesen aber zugleich, indem er assoziativ auf Seiten des Rezipienten relativiert erscheint. Die Absicht ist klar erkennbar, es soll zur Not einen Sonderweg geben, sollte die Synode nicht das Ergebnis zeitigen, das die DBK der Weltkirche als pastorale Pflicht vorgeben möchte. Kard. Kasper hat in seinen abwertenden Äußerungen zu den afrikanischen Bischöfen, die er als rückständig und engstirnig im Glauben ansieht, sehr deutlich gemacht, dass die Nerven bei den progressiven Bischöfen blank liegen. Der Druck bestimmter Lobbygruppen, dem man sich zu beugen innerhalb der DBK mehr als bereit ist, scheint in Rom nicht so zu wirken, wie hierzulande erhofft.


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 Paddel 2. März 2015 

@Schlegl Teil 1

Lieber Msgr. Schlegel

Ich schätze Sie als Theologe und lese gerne Ihre Beiträge. Im Bereich der Verhütung scheinen Sie aber nicht ganz unbefangen zu sein. Dies ist auch nicht möglich, denn Sie haben ja offensichtlich in der Pastoral Paare beraten.
Leider herrscht hier sehr viel Unsicherheit.
Ja, es gibt Pillen, die nicht nidationshemmend sind. ABER! Diese Pillen haben eine enorm hohe Dosis an Hormonen, um den Ovulationsdurchbruch zu verhindern, was in vielen Fällen zu enormen gesundheitlichen Schäden bei der Frau führt bis in nicht wenigen Fällen sogar tödlich sind. DESHALB wurden Pillenpräparate entwickelt, die weniger hoch dosiert sind, um das gesundheitliche Risiko für die Frau etwas zu mildern. D.h. wenn Sie die Pille, die nicht nidationshemmend wirkt empfehlen, setzen Sie das Leben der Frau aufs Spiel, wenn Sie die andere Pillen empfehlen, das der Kinder.
Zu den unregelmäßigen Zyklen: Jede Frau hat eine Phase mit unregelmäßigen Zyklen !


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 Giovanni Bosco 2. März 2015 

@ Msgr. Schlegl

Ich weiß jetzt nicht genau, auf welche meiner Aussage Sie ihren Protest beziehen? Könnten Sie mir das genauer erläutern. Ich habe nur versucht Ihre Aussagen auf den Ehe-Alltag konsequent zu konkretisieren. Wenn ich Ihnen falsches unterstelle, oder Sie falsch verstanden habe, bitte ich das zu entschuldigen.


Noch ein anders Thema: Die lieben "Karnickel"

Wenn ich den Papst hier richtig verstehe, dann hat er diese Aussage auf die Begebenheiten auf den Philippinen gemünzt. Dort wird NER nämlich kaum angewandt, sondern jedes Kind als Reichtum angesehen, für das man finanzielle Armut in Kauf nimmt. Stattdessen mein Franziskus kann man Geburten auch (durch NER) regeln.


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 Giovanni Bosco 2. März 2015 

Eheliche Liebe als Weg zur Heiligkeit (VI)

über 99% der Frauen diese Methode lernen und anwenden können. Dr. Rötzer ist auch Professor und absoluter Fachmann auf diesem Gebiet!
Vielleicht sollten Sie sich auch mal bei Dr. Rötzer informieren, und ihn nicht nur zum Lesen weiter empfehlen!

Für die nicht eindeutig klärbaren Zeiten gibt es 2 Möglichk:
1. Verzicht (da sind mir als Mann Priester die ihr Zölibat vorleben immer ein gutes Vorbild) Wir sind ja schließlich Männer und keine Tiere und können Verantwortung für unser Tun übernehmen!
2. sich der Vorsehung Gottes anvertrauen.

So bleibt der Glaube immer konkret im persönlichen Leben!
NER (im kath. Sinne) ist eben keine Verhütung sondern ein Lebensstiel!
Auch ohne Wochenend-Beziehung muss man das Ehe-Leben nach dem Zyklus der Frau ausrichten. Da müssen schonmal Abendtermine ("da habe ich schon einen anderen wichtigen Termin") und Freizetbesch. angepasst werden... Denn Sexualität setzt ZEIT füreinander voraus! Nur so können alle Formen der Liebe mitschwingen.


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 SCHLEGL 2. März 2015 
 

@ Giovanni Bosco

Also, ich verstehe nicht, wieso sie so etwas aus meinem Posting herauslesen? Das habe ich NIEMALS geschrieben und ich protestierte gegen diese Unterstellung!
Ich habe eine Situation geschildert, die fast jeder Pfarrer und Beichtvater kennen gelernt hat, auch die Bischöfe! Die Entscheidung KANN niemand diesen Paaren abnehmen. Ich sage jetzt zum X-ten mal, dass ein solches Problem NUR dann auftritt, wenn ein Partner NICHT PRAKTIZIEREND ist. Warum der geheiratet wurde, habe ich auch nicht zu beurteilen! Ich bitte Sie eindringlich um Kenntnisnahme! Msgr. Franz Schlegl


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 Giovanni Bosco 2. März 2015 

Eheliche Liebe als Weg zur Heiligkeit (III)

sieht er keine Notwendigkeit etwas zu ändern. Das eigentliche Problem wird hier nur auf später verschoben.
Wenn man hier einfach billig nachgibt, verlieren beide den Glauben. Besser ist es standhaft zu bleiben, um beide für den Glauben zu gewinnen! Dass beide Gott im eigenen und im Leib des Partners verherrlicht werden kann (1 Kor. 6; 19-20)

Jetzt noch ganz kurz ein biologischer Blick:
Jede Frau, die nicht die Pille nimmt hat wohl unregelmäßige Zyklen. Nur mit Pille gibt es lehrbuchmäßig 28 Tage-Zyklen. sonst können diese schon mal 21-28 Tage variieren. Vielleicht kann auch mal eine Blutung ausbleiben.... Wenn man aber beobachtet (Selbstbeobachtung, Zerfixschleim, Muttermund, Temperatur,...) kann man sehr genau mögl. fruchtbare von sicher unfruchtbaren Tage unterscheiden. Je nach Zyklus gibt es hier zwischen 9 und 12 fruchtbare Tage. Mutter Teresa hat dieses Fertigkeit sogar Frauen in der 3. Welt vermittelt. So kompliziert ist das nicht. Dr. Rötzer spricht davon, dass 99,?% ...


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 Giovanni Bosco 2. März 2015 

Eheliche Liebe als Weg zur Heiligkeit (II)

... zu müssen. Und das mit der Begründung, dass der Mann sich sonst seine Befriedigung wo anders holt. (Ist der Leib hier auch noch Tempel Gottes, oder eines Götzen?)
Ein anderer Punkt in dem ich Ihnen aufs schärfste widersprechen muss, ist die Verwendung von Verhütungsmitteln. (Auch wenn Sie mich als "Hobbybastler" abtun werden, argumentiere ich jetzt erst mal religiös)
Im Trauritus haben wir versprochen, dass wir die Kinder, die Gott uns schenken wird annehmen ... Plump ausgedrückt heißt das für mich: wir verwenden keine Verhütungsmittel! (Sicher haben Sie in Ihrem 5-6 jährigen Theologiestudium eine andere Deutung dieser Worte gelernt?)
Mit Verlaub, dieses von Ihnen beschriebene Paar sollte diese Fragen vor der Hochzeit klären! Diese Probleme sind nicht neu und auch als Hobbybastler vorhersehbar. Jetzt gibt es aus meiner Sicht nur die Lösung, dass der Mann seinen Job wechselt. Das geht mit weniger Schaden, als wenn er die Frau wechselt! Wenn der Mann aber alles bekommt, ...


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 Giovanni Bosco 2. März 2015 

Eheliche Liebe als Weg zur Heiligkeit (I)

Werter Msgr. Schlegl,
ich bin bestürzt über Ihre Auffassung der ehelichen Sexualität. Wenn ich Sie recht verstehe, raten Sie als Seelsorger einem Paar, das sich nur 1-2 mal im Monat zu Gesicht bekommt ihre Triebe aneinander zu befriedigen, ohne im Alltag die Liebe leben zu können.
Mir hat ein Seelsorger, den ich sehr schätze erklärt, dass der eheliche Akt ein weg zur Heiligkeit ist, wenn man ihn so setzt, dass die sexuelle (triebhafte), die erotische (gegenseitige Anziehung durch äußere Schönheit), die geistige und die übernatürliche Liebe zusammen schwingen. Ich frage mich, wie in dem von Ihnen beschriebenen Fall die 3 letzt genannten Formen der Liebe berücksichtigt werden können? Wenn ich mir vorstelle, wie schwer es manchmal ist, selbst nach nur einem anstrengenden Arbeitstag sich aufeinander einzustimmen, kann ich mir das nach 2-3 wöchiger Abwesenheit kaum vorstellen.
Als Frau käme ich mir da verkauft vor, an solch einem Wochenende zur Triebbefriedigung des Mannes herhalten ...


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 marienkind 2. März 2015 
 

@ schlegl

ich bin mit einem agnostisch denkendem Mann verheiratet. Er musste den Bedingungen einer kath. Ehe zustimmen, ohne Kompromisse. Aber dann muss man wirklich konsequent sein und ggf. Eine Trennung in Kauf nehmen. Ich musste eine Zeit lang auf die Kommunion verzichten, aber mein Glaube und Wissen wuchs und meine seelische Qual wurde immer größer. Heute würde ich lieber Single bleiben, als diesen Weg noch einmal zu gehen.

Trotzdem bin ich gegen eine großzügige Verteilung der Kommunion.

Ich bedaure jede Frau, jeden Mann, der Verzichten muss, aber Gott zu beleidigen in dem man seine Gebote nicht hält und sich sein Geschenk an die Welt frech einverleibt ist ein Sakrileg.


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 SCHLEGL 28. Februar 2015 
 

@ Bentheim

Danke, dass Sie das gesagt haben! Obwohl ich Österreicher bin, kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, dass Kardinal Marx sich auf ein solches Glatteis begeben würde. Es zeigt sich wieder einmal, wie vorsichtig man im Umgang mit Journalisten formulieren muss! Nicht nur diese, sondern auch manche unserer lieben Christen reißen gerne einen Satz aus dem Zusammenhang und dann passiert so etwas!
Man könnte mit einer solchen Methode aus der Bibel beweisen, dass es keinen Gott gibt :). In den Psalmen lesen wir: "Der Unvernünftige sagt in seinem Herzen, es gibt keinen Gott!"Wenn sie den halben Satz vor dem Beistrich weglassen, Dann kommen sie zu einer solchen abstrusen Deutung, die natürlich der Bibel widerspricht! Ich kann jeder prominenten Persönlichkeit nur raten bei Interviews mit unseren sensationslüsternen Journalisten äußerst vorsichtig zu sein Msgr. Franz Schlegl


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 PBaldauf 28. Februar 2015 
 

Ach, wenn die Geduld zu schmächtig
wird manchmal man schon eigenmächtig
Man wartet nicht auf Reife-Frucht
langt hin, reißt ab und beißt mit Wucht
forsch hinein: „Es möge schmecken!“
Um dann, verdrießlich, zu entdecken:

„Dies war noch gar nicht ausgegoren…
Die Säure dringt aus allen Poren
Wo bleibt gesunde, frische Süße?“
Ob ich…, für Ungeduld…, schon büße…?“

In etwa so scheint ‘Marx-bis-Bode‘
mir just im Hinblick auf Synode:
Welch Gärtner, der nicht warten kann
bot jemals gute Früchte an?

www.kathshop.at/suche.php?sb=9783903028371


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 doda 28. Februar 2015 

@Schlegl

Sehr geehrter Monsignore Schlegel, ein letzter Gedanke von mir zu diesem wichtigen Nebenthema dieses Threads.
Die Realität ist meiner Erfahrung nach, daß Männer bereit sind Verantwortung zu übernehmen.
Leider nicht alle und Frauen (und Ungeborene) leiden darunter.
An Verhütung leidende Frauen werden gerne ausgeblendet.
Für sie gibt es hoffentlich wahrhaftige, gut ausgebildete Seelsorger und Beichtväter!


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 Stiller 28. Februar 2015 
 

@Suarez - Teil 1 verschütt' gegangen

Mein erster Teil ist weg – irgendwie. Also verkürzt:
Ratzinger äußerte sich mehrfach und sehr vorsichtig.

"Ich möchte die Grenze meiner oft zitierten Äußerung in : Einführung in das Christentum (München 1968) 225 deutlich herausstellen, wonach Jesu Gottessohnschaft das Herkommen aus einer normalen Ehe an sich nicht ausschließen würde. Ich wollte damit nur ganz deutlich den Unterschied der biologischen und ontologischen Ebene des Denkens herausstellen und klarmachen, dass die ontologischen Aussagen von Nizäa und Chalzedon als solche nicht mit den Aussagen über die jungfräuliche Geburt identisch sind. Dass zwischen beidem- der Personeinheit Jesu mit dem ewigen Sohn des ewigen Vaters und der irdischen Vaterlosigkeit Jesu - bei aller Unterschiedlichkeit der Ebenen eine tiefe, ja unlösbare Entsprechung beseht, sollte damit nicht bestritten werden, wurde aber - wie ich einräume

-- so jetzt passt's.


1
 
 Bentheim 28. Februar 2015 
 

Stiller

Gut Ihr Hinweis auf das für diesen Artikel zuständige Dekret.
Der hier kritisierte Satz von Kard.Marx:
"Wir sind keine Filialen von Rom." steht im Kontext des vorausgehenden und des nachfolgenden Satzes:
"Marx meint weiters, dass es nicht Aufgabe der Bischöfe sei, auf Erlaubnisse zu warten. „Wir sind keine Filialen von Rom. Jede Bischofskonferenz ist für die Pastoral in ihrem Kulturkreis zuständig und hat das Evangelium in ureigener Aufgabe selber zu verkünden."
Der Kontext spricht also von eigener Zuständigkeit der Bischöfe für die Pastoral und von der ureigenen Aufgabe der Verkündigung des Evangeliums. Nur auf diese Zuständigkeit und Aufgabe bezieht sich die Formulierung von den Filialen. Folglich ist mit dem Satz von den Filialen keine Verallgemeinerung und schon gar keine Spaltung gemeint.
Für die weitere Auslegung verweise ich auf das schon von @Stiller zitierte Dekret.


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 Suarez 28. Februar 2015 

GutenTag @Stiller,

was Ratzinger in seiner Einführung schreibt - ich kenne die Stelle - widerspricht dem von mir Gesagten nicht.

Es gehört zur feststehenden also unumstößlichen Lehre der Kirche, dass Jesus Christus sowohl ganz Mensch als auch ganz Sohn Gottes ist. Er ist eben nicht wesensähnlich sondern wesensgleich (homooúsios) mit dem Vater. Ich will hier nicht weiter auf die Auseinandersetzung mit dem Arianismus eingehen. Joseph Ratzinger macht aber in seiner "Einführung in das Christentum" überdeutlich, dass das Credo "geboren aus der Jungfrau Maria" keinen relativen Charakter hat, sondern Grundbestandteil des katholischen Glaubens ist.

Offenbar versucht man in progressiven Kreisen dieses Credo als überholt auszugeben. Dem ist aber ganz entschieden zu widersprechen. Ratzinger weist zu Recht darauf hin, dass es sich eben nicht um einen Zeugungsakt wie in der griechischen Mythologie handelt, woraus ein gottähnlicher Mensch entsteht,sondern um einen menschliche Erkenntnis überschreitenden Akt.


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 SCHLEGL 28. Februar 2015 
 

@ doda

wenn der, sagen wir, nicht praktizierende Ehemann mitmacht, was Sie vorgeschlagen haben, wäre das ganz wunderbar! Die Realität sieht leider anders aus, wobei die Spirale und die Pille eigentlich zum gesundheitlichen Schutz der Frau NICHT infrage kommen sollte.Msgr.Franz Schlegl


3
 
 SCHLEGL 28. Februar 2015 
 

@ThomasR

Auch wenn Sie es 100 mal schreiben, ist es dennoch falsch! Wer einer mit Rom NICHT UNIERTEN orientalischen Kirche beitritt, leugnet damit den Primat des Papstes und dessen OBERSTE Autorität. Er leugnet auch die katholische Lehre, dass die katholische Kirche die WAHRE KIRCHE CHRISTI IST!Dazu gibt es KEINE UNFEHLBARE Lehraussage eines Papstes, wie Sie das behaupten. Ein lateinischer Katholik kann aber einen Rituswechsel in eine katholische Ostkirche beantragen, beziehungsweise jederzeit in einer solchen Gottesdienste mitfeiern, Msgr. Franz Schlegl