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Schock(enhoff)

27. April 2010 in Aktuelles, 117 Lesermeinungen
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Freiburger Moraltheologe Eberhard Schockenhoff relativiert die Lehre der Kirche zur Homosexualität und möchte ein "positives Echo" der Kirche und "Rückhalt" für praktizierende Homos


Bonn (kath.net)
Der Freiburger Moraltheologe Eberhard Schockenhoff hat in einem Interview mit den Frankfurter Rundschau die Lehre der katholischen Kirche zur Homosexualität relativiert. So meint Schockenhoff, dass die "Unterscheidung zwischen Veranlagung und Handlung" vielen in der Tat zu abstrakt sei und diese der "Lebenserfahrung der Betroffenen" nicht gerecht werde.

Der Moraltheologe verlangt dann, dass die Kirche homosexuellen Menschen eine Antwort geben müsse, wie sie mit "ihrer Veranlagung" umgehen sollen. Wörtlich sagte Schockenhoff dann: "Und ich bezweifle, dass es das letzte Wort der Kirche sein kann, alle homosexuellen Handlungen gleich zu beurteilen, unabhängig vom Kontext. Wenn homosexuell empfindende Menschen eine feste, auf Solidarität und Dauer angelegte Beziehung eingehen, dann ist das ethisch wertvoll. Ihr Bemühen verdient Rückhalt und ein positives Echo der Kirche. Ich denke, in solchen Fällen muss das Urteil über homosexuelle Handlungen in den Hintergrund treten. Ich sage das auch, weil erkennbar immer mehr Gläubige auf Distanz zu einer kirchlichen Sexualmoral gehen, die ihnen insgesamt lebensfremd und lebensfeindlich vorkommt. Papst und Bischöfe sollten das ernst nehmen und nicht als Laxheit abtun."


Mit seinen Thesen stellt sich Schockenhoff klar gegen die Lehre der Kirche. Im Katechismus steht dazu unter 2357: "Gestützt auf die Heilige Schrift, die sie als schlimme Abirrung bezeichnet, hat die kirchliche Überlieferung stets erklärt, ‚dass die homosexuellen Handlungen in sich nicht in Ordnung sind’ (CDF, Erkl. ‚Persona humana’ 8). Sie verstoßen gegen das natürliche Gesetz, denn die Weitergabe des Lebens bleibt beim Geschlechtsakt ausgeschlossen. Sie entspringen nicht einer wahren affektiven und geschlechtlichen Ergänzungsbedürftigkeit. Sie sind in keinem Fall zu billigen.“

Im Katechismus wird auch nicht zwischen "Veranlagung und Handlung" sondern zwischen "Tendenz und Handlung" unterschieden. Im KKK 2358 heißt es dazu: "Eine nicht geringe Anzahl von Männern und Frauen haben tief sitzende homosexuelle Tendenzen. Diese Neigung, die objektiv ungeordnet ist, stellt für die meisten von ihnen eine Prüfung dar. Ihnen ist mit Achtung, Mitgefühl und Takt zu begegnen. Man hüte sich, sie in irgend einer Weise ungerecht zurückzusetzen. Auch diese Menschen sind berufen, in ihrem Leben den Willen Gottes zu erfüllen und, wenn sie Christen sind, die Schwierigkeiten, die ihnen aus ihrer Verfasstheit erwachsen können, mit dem Kreuzesopfer des Herrn zu vereinen."

Katechismus: Aussagen über Homosexualität

Eberhard Schockenhoff




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