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Schönborn: Österreich erlebt "Aufblühen" der unierten Kirchen

3. Dezember 2015 in Österreich, 9 Lesermeinungen
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Festakt und Gottesdienst am 4. Dezember in Wien zum 70-jährigen Bestehen des Ordinariats für die Katholiken des byzantinischen Ritus in Österreich - 10.000 unierte Gläubige in Österreich


Wien (kath.net/KAP) Mit einem Festakt im Wiener Erzbischöflichen Palais und einem Gottesdienst im Stephansdom begehen die Katholiken des byzantinischen Ritus ("Unierte" bzw. "Griechisch-katholische" Christen) am Freitag, 4. Dezember, das 70-jährige Bestehen eines eigenen Ordinariats in Österreich. Ordinarius für die griechisch-katholischen Gläubigen in Österreichs ist Kardinal Christoph Schönborn. Er betont in einem Grußwort zur Jubiläumsveranstaltung, dass Österreich derzeit ein neues "Aufblühen" der katholischen Ostkirchen erlebe; bedingt durch die Immigration von Menschen aus dem Nahen Osten und aus Osteuropa. "Möge uns diese Vielfalt noch mehr dazu ermutigen, täglich für den Frieden in der Welt und die Einheit der Christen zu beten", so Schönborn wörtlich.

Die Zahl der unierten Gläubigen in Österreich beträgt rund 10.000. Gemeinden gibt es in Wien, Graz, Klagenfurt, Linz, Salzburg und Innsbruck.

Der Wiener Erzbischof wird auch beim Festakt am Freitag (ab 15 Uhr) das Wort ergreifen. Zuvor werden Erzpriester Franz Schlegl und der Publizist Heinz Gstrein über die Geschichte der griechisch-katholischen Kirchen in Österreich berichten. Erzpriester Yuriy Kolasa, Generalvikar für die Unierten, informiert über aktuelle Herausforderungen für die griechisch-katholische Kirche in Österreich. Der Festakt wird um 14.30 Uhr mit einem Gebet im byzantinischen Ritus in der Andreaskapelle im Erzbischöflichen Palais eröffnet und mit einer Göttlichen Liturgie im Stephansdom (18 Uhr) beschlossen.


Eine päpstliche Pfarre in Wien

Die Geschichte der ukrainischen griechisch-katholischen Gläubigen in Österreich geht ins 18. Jahrhundert zurück, als sie sich um die Kirche bzw. Pfarre St. Barbara im ersten Wiener Bezirk organisierten. Damals gab es noch kaum Gläubige anderer katholischer Ostkirchen in Österreich. St. Barbara unterstand kirchenrechtlich bis 1935 dem Lemberger Metropoliten, als mit einem Dekret der Kongregation für die orientalischen Kirchen die Jurisdiktion auf den Wiener Erzbischof übertragen wurde. Allerdings übte sie dieser nur als Delegat der vatikanischen Ostkirchenkongregation aus. Damit wurde St. Barbara nicht in den Diözesanverband der Wiener Erzdiözese aufgenommen, sondern zu einer päpstlichen Pfarre. Zugleich wurde festgestellt, dass sich der Jurisdiktionsbereich des Erzbischofs von Wien als Delegat des Heiligen Stuhles auf alle Katholiken des byzantinischen Ritus beziehen sollte, die sich innerhalb der Grenzen Österreichs aufhalten.

Mit einem Dekret der Kongregation für die orientalischen Kirchen vom 3. Oktober 1945 wurde dem Wiener Erzbischof (damals Kardinal Theodor Innitzer) schließlich die selbstständige Jurisdiktionsgewalt über die Priester und Gläubigen des byzantinischen Ritus in Österreich übertragen. Am 1. November bestellte Innitzer mit Myron Hornykewytsch (1886-1959) den ersten Generalvikar für die Katholiken des byzantinischen Ritus in Österreich.

Seit dem Fall des Eisernen Vorhangs gibt es Katholiken aus nahezu allen osteuropäischen Ländern und damit aus fast allen byzantinischen Kirchen in Österreich. Der Großteil der unierten Gläubigen (86 Prozent) gehört aber immer noch der ukrainischen griechisch-katholischen Kirche an. Dahinter folgt die rumänische griechisch-katholische Kirche (elf Prozent).

22 Priester, die meisten verheiratet

In Österreich sind zwölf Priester der ukrainischen griechisch-katholischen Kirche, sechs der rumänischen und jeweils einer der ungarischen, slowakischen, serbischen und melkitischen griechisch-katholischen Kirche tätig. Die meisten davon sind verheiratet. Neben der Pfarrseelsorge (in unierten wie römisch-katholischen Pfarrgemeinden) sind viele unierte Priester auch in der Krankenhaus- oder Gefängnisseelsorge tätig.

Copyright 2015 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Foto Kardinal Schönborn (c) Erzdiözese Wien


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Lesermeinungen

 leibniz 9. Dezember 2015 
 

Gregor Hohmann

Die Liturgie dieses Augustiners und die Bücher eines Ratzinger haben bewirkt, dass ich mich von New Age abgewandt und dem katholischen Glauben zugewandt habe. Ich freue mich, dass Sie Pater Gregor kennen!


0
 
  7. Dezember 2015 
 

Schön, dass hier Kirchen "aufblühen",

aber wie ist das mit der katholischen Kirche? Warum darf sie nicht blühen? Stattdessen welkt sie so vor sich hin.


0
 
  3. Dezember 2015 
 

Erfreulich

und bereichernd. Die Vielfalt bringt Anstöße.


1
 
 athanasius1957 3. Dezember 2015 
 

@schlegel

monsignore,
ich hab mich mit meinem titel nicht auf die katholiken des byzantinischen ritus bezogen, sondern auf die überschrift "des aufblühens der unierten" und unter dieses mäntelchen gehören auch die altorientalischen armenier, welche ebenso einen ungemeinen zugang v.a. durch die kryptoarmenier aus der türkischen gemeinde verzeichnen. viele armenische kinder wurden während des "AGHET" durch türken aufgenommen und als ihre eigenen ausgegeben. erst in den letzten jahren wurden viele nachkommen über ihre wahre herkunft aufgeklärt.


4
 
 SCHLEGL 3. Dezember 2015 
 

@athanasius1957

Die Mechitaristen gehören NICHT zum byzantinischen Ritus! Der armenische Ritus gehört zu den ALTORIENTALISCHEN Riten! Der Erzbischof von Wien ist seit 1945 auch zuständiger Ordinariusfür alle Katholiken des byzantinischen Ritus in ganz Österreich, weil diese eben zur Zentralpfarre St. Barbara in Wien gehören. Außerdem sind die Mechitaristen ein Kloster und keine Pfarrgemeinde und es gibt nur sehr wenige unierte Armenier in Wien.Infolge der Veränderungen 1989 in der Ukraine und Rumänien, sind sehr viele Griechisch Katholische Ukrainer, aber auch Rumänen zum Studium oder zur Arbeit nach Wien gekommen und haben sich hier sehr gut integriert.Msgr. Franz Schlegl


5
 
 christine.mm 3. Dezember 2015 
 

ff Konsekration - Spendung

Gerade w e i l jede der beiden Eucharistischen Gestalten der ganze Christus IST - und Christus IST DER HERR - m u ß jede der beiden Gestalten dem Hinzutretenden angeboten werden.
Allerdings sollte immer darauf hingewiesen werden daß wir uns prüfen m ü s s e n ob wir in ALLEM was Christus von uns fordert einverstanden sind und uns täglich mit Seiner Hilfe mühen, dem zu entsprechen. Kommunion heißt Vereinigung und nur Einheit hat Vereinigung zur Folge. Durch Gewissenserforschung und Vergleich mit den uns gegebenen Geboten, Umkehr, Reue und Empfang des Sakramentes der Barmherzigkeit, der mündlichen Beichte vor einem gültig geweihten Priester, soll uns die innere Sicherheit geben den Herrn leibhaftig und real empfangen zu dürfen, ja sogar zu sollen. Wir sind s o Sein in der Zeit lebender irdischer Leib.
Bemühen wir uns IHN n i c h t mit unseren Verfehlungen zu verunstalten.

Wir brauchen uns nicht vor anderen Religionen zu fürchten. Christus IST über allem und jedem !


1
 
 christine.mm 3. Dezember 2015 
 

Eucharistie - Einsetzungsritus - Spendung

Die meisten loben die wunderschönen Gesänge und die Feierlichkeit.
Über alles zu loben ist aber die hohe Stellung und Würdigung der Gottesgebärerin als d i e Fürsprecherin vor Gott (bei uns beschämend zurückgedrängt in der Liturgie), die korrekten Einsetzungsworte Jesu, und die Spendung beider Eucharistischen Gestalten von Leib und Blut Christi.
Bei uns, mit der Begründung daß jede der Gestalten der ganze Christus ist, aus pasroralen (Bequemlichkeitsgründen, so denke ich) Gründen behält sich der Priester das Blut Christi für sich alleine vor.
Ich werde nie begreifen wie eine Pastoral ü b e r Christus zu stehen sich anmaßen kann.
Das Tridentinum hat in unvergleichlicher Weise das Dogma über die Konsekration und deren Wirkung auf die Gaben von Brot und Wein definiert. Zugleich aber den Laienkelch per Exkommunikation dem hinzutretenden Glaubenden verweigert.
Das Zweite Vatikanum hat dies in gelegentliche Spendung mit Erlaubnis zaghaft verändert. Christi Auftrag lautet aber anders !!


3
 
 Waldi 3. Dezember 2015 
 

Vor Jahren wurden in Maria Eich...

in Planegg von Pater Dr. Gregor Hohmann Gottesdienste im byzantinischen Ritus abgehalten, die mich immer tief bewegt haben. Leider gibt es diese hoch feierlichen Gottesdienste seit dem Weggang von Pater Gregor Hohmann nicht mehr. Welch ein gewaltiger Unterschied besteht doch zwischen diesem byzantinischen Ritus und dem oft so seichten novus ordo, dass man den Eindruck gewinnt, in zwei grundverschiedenen Welten zu leben.


7
 
 athanasius1957 3. Dezember 2015 
 

und die armenisch-katholische kirche in Maria Schutz?

Die Mechitaristen sind seit gut 200 Jahren in Wien ansässig und der Ritus wurde als dritter katholischer noch in der Kaiserzeit angenommen und bestätigt. Seit 2000 sind die beiden Klöster in Wien und in San Lazaro, Venedig, wieder vereint.
Diese Kongregation hat aufgrund ihrer Gelehrsamkeit ungemein viel zur Entwicklung der neuarmenischen Sprache beigetragen, indem sie einerseits eine Grammatik aber auch ein Wörterbuch erstellt haben.


3
 

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