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Homo-Aktivist unterstützt christliche Bäcker gegen Gerichtsurteil

4. Februar 2016 in Chronik, 2 Lesermeinungen
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Es sei eine Einschränkung der persönlichen Freiheit, wenn ein Unternehmer verpflichtet werde bei der Verbreitung von Ideen mitzuwirken, die er aus Gewissensgründen ablehne, schreibt Peter Tatchell.


Belfast (kath.net/jg)
Peter Tatchell, ein bekannter britischer Homo-Aktivist, hat den Prozess gegen ein christliches Ehepaar das eine Bäckerei betreibt als „einen Schritt zu weit“ gehend bezeichnet. Daniel und Amy McArthur sind im vergangenen Jahr wegen Diskriminierung verurteilt worden, weil sie sich geweigert hatten, eine Torte mit der Aufschrift „Support Gay Marriage“ (dt. „Unterstützt die Homo-Ehe“) zu verzieren. Kath.net hat berichtet.

Tatchell hat das Urteil zunächst begrüßt, nun aber in einem Artikel für die Zeitung The Guardian bekannt gegeben, dass er seine Meinung geändert hat. Er steht nach wie vor zu der Ansicht, dass niemand von einem Unternehmen wegen seiner Rasse, seines Geschlechts, seines Glaubens oder seiner Sexualität diskriminiert werden dürfe.


Das treffe aber im Fall der Familie McArthur nicht zu. Diese hätten den Auftrag nicht deshalb abgelehnt, weil der Kunde homosexuell sei sondern weil sie die gewünschte Aufschrift ablehnen würden. Es gebe keinen Hinweis, dass die homosexuelle Orientierung des Kunden etwas mit der Entscheidung der Bäckerei zu tun gehabt habe, schreibt Tatchell.

Das Gericht habe entschieden, dass ein Dienstleister jede legale Botschaft herzustellen habe auch wenn er diese aus Gewissensgründen ablehne. Dieses Prinzip werfe eine Reihe von Fragen auf: sollte eine muslimische Druckerei verpflichtet sein, Mohammed-Karikaturen zu drucken? Sollte eine jüdische Druckerei die Slogans eines Holocaustleugners drucken müssen? fragt Tatchell.

Er halte es für eine Einschränkung der Freiheit, wenn ein Unternehmer dazu verpflichtet werde bei der Verbreitung von Ideen mitzuwirken die er ablehne. Diskriminierung gegen Menschen sollte verboten sein, nicht aber Diskriminierung gegen Ideen, schreibt Tatchell.

Das Ehepaar McArthur hat gegen das Urteil Berufung eingelegt. Sie würden dies nicht nur wegen ihres eigenen Unternehmens sondern für alle Christen tun, die in der Wirtschaft tätig seien. Es müsse möglich sein, als Christ zu arbeiten ohne sich wegen seines Glaubens bedroht zu fühlen, sagen die beiden.


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Lesermeinungen

 ilomego 4. Februar 2016 

Tatchell: Homosexuality isn't natural

Peter Tatchell vertritt die Ansprüche von LGBT, was sein gutes Recht ist. Im Gegensatz zu vielen Vertretern der Homo-Lobby hat sich Peter Tatchell aber auch einen Sinn für beiderseitige Toleranz, für Logik und Wahrheit erhalten. Wenn es mehr solche Vertreter in der Homo-Lobby gäbe, wäre manches einfacher. Er ist auch der Autor der Artikel: "Homosexuality isn't natural": http://www.petertatchell.net/lgbt_rights/gay_gene/homosexualityisntnatural.htm
Dort spricht er sich auch gegen eine rein genetische bedingte Homosexualität aus, in dem er schreibt: "how do we explain bisexuality or people who, suddenly in mid-life, switch from heterosexuality to homosexuality (or vice versa)? We can't." Das ist einfach nur logisch.


2
 
 girsberg74 4. Februar 2016 
 

Dank und Anerkennung!

Peter Tatchell gebührt Dank und Anerkennung, dass er seine nachträglich bessere Meinung über Befindlichkeiten seiner Szene gestellt hat und dem richtigen Grundsatz aufhilft.

Dem Ehepaar McArthur Dank und Anerkennung für ihren persönlichen Mut in schwieriger Situation gegen ein ungerechtes Urteil anzukämpfen, das nicht nur ihnen hilft, sondern der Religionsfreiheit aller.


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