Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Piusbruderschaft kritisiert ‚Doppelmoral‘ nach Verweigerung des Zutritts zur Basilika in Assisi
  2. Eine „Erzbischöfin“ stürzt die Anglikanische Kirche ins Chaos
  3. Tantum ergo Sacramentum
  4. Kardinal Burke: Sexuelle Unmoral heute erinnert an Sodom und Gomorrha
  5. Eine vergiftete Unterstützungserklärung
  6. Kardinal Müller: „Muslime respektieren kein schwaches Christentum, das sich des Kreuzes schämt“
  7. Was Charlie Kirk Friedrich Merz antworten würde
  8. Während Messfeier mit Erstklässlern: Bengalisches Feuer in katholische Kirche geworfen
  9. Katholische Cityseelsorge St. Gallen Mitveranstalter von ‚Drag-Show‘
  10. ‚Das Exil von Pater Edmund‘
  11. Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet
  12. Spannungen hinter den Kulissen: Papst lehnt gemeinsamen Auftritt mit Macron in Notre-Dame ab!
  13. 'Ich würde mir gerne Sorgen machen, aber ich mache mir keine'
  14. Die katholischen Bischöfe übernehmen die Schirmherrschaft zum Marsch für das Leben/Slowakei
  15. Papst Leo XIV. hebt Gehaltskürzungen im Vatikan auf

Papst: Journalismus ist eine "Berufung"

22. September 2016 in Weltkirche, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus in Audienz für den italienischen Journalistenverband: Journalisten sollen die Wahrheit lieben, die menschliche Würde achten und um Professionalität bemüht sein


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Papst Franziskus hat einen verantwortungsvollen Journalismus gefordert, der die Wahrheit liebt und die menschliche Würde achtet. Auch mit Worten könne man Personen töten, sagte er am Donnerstag im Vatikan vor über 400 Vertretern des Nationalen Journalistenverbands Italiens, darunter etliche Starjournalisten. "Der Journalismus darf keine Vernichtungswaffe werden, die Einzelpersonen und sogar Völker trifft", so der Papst. Klatsch und Gerede zu verbreiten, sei eine Form des Terrorismus.

Trotz dem Relevanzverlust von Print und Fernsehen gegenüber digitalen Medien seien kompetente Journalisten nach wie vor ein "Eckpfeiler" für das Leben und die Vitalität einer freien und pluralistischen Gesellschaft, bekannte Franziskus. Wenige Berufe hätten einen derart starken Einfluss auf die Gesellschaft wie jener der Journalisten, die deshalb auch große Verantwortung hätten. Journalismus sei eine "Berufung", bei der es um Wachstum der sozialen Dimension des Menschen und um einen Beitrag zur Erschaffung eines wahren Bürgertums gehe. Die Vertreter des Berufes seien somit Hüter einer der Säulen, auf denen die demokratische Gesellschaft aufgebaut sei.


Journalisten sollten "die Wahrheit lieben" und mit ihrer Arbeit "die Wahrheit bezeugen", schärfte Franziskus ein. Dabei gehe es nicht darum, ob man selbst gläubig sei oder nicht. Entscheidend sei vielmehr, das ein Journalist mit sich selbst und mit anderen redlich umgehe.

Den Tatsachen sollten Journalisten so nahe wie möglich kommen statt über Dinge zu schreiben, von denen man wisse, dass sie nicht stimmten, so der Papst. Wahrheitsgetreues und unabhängiges Berichten sei ein hoher Wert, zudem sollten sich Journalisten nie politischen oder wirtschaftlichen Interessen beugen. Alle Diktatoren hätten versucht, die Medien unter Kontrolle zu halten und neue Regeln für den Journalismus aufzustellen, erinnerte der Pontifex.

Weiter mahnte er, keine Ängste vor Migration zu schüren, die ja durch Hunger und Krieg erzwungen sei. Statt der "Versuchung" zu erliegen, durch das Mittel der Sprache schwelende Konflikte und Teilungen in der Gesellschaft anzuheizen, solle der Journalismus Versöhnungsprozesse beschleunigen und zu einer "Kultur der Begegnung" beitragen.

Außerdem legte der Papst seinen Zuhörer die Achtung der Würde des Menschen ans Herz. Dass Journalisten Kritik übten und Missstände anprangerten, sei "legitim". Doch werde ein Artikel "heute veröffentlicht und morgen durch einen anderen ersetzt". Aber eine zu Unrecht diffamierte Person "kann für immer zerstört werden". "Respekt für die menschliche Würde ist in jedem Beruf wichtig, im Journalismus aber ganz besonders, weil hinter jedem Bericht, hinter jedem Ereignis das Leben von Menschen steckt", betonte der Papst. Es gehe um "den anderen, dessen Leben und dessen Gefühle".

Copyright 2016 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Medien

  1. YouTube-Star "MrWissen2go" räumt Fehler bei Corona-Berichterstattung ein
  2. CSU-Generalsekretär Huber kritisiert den "Bayrischen Rundfunk" wegen Bericht über muslimische Mode
  3. Belgischer öffentlich-rechtlicher Sender lässt Moderatoren Marien- und Jesus-Statuen zertrümmern!
  4. Nach einseitig negativer Darstellung des Christentums – Programmbeschwerde an ZDF
  5. Welt: „Vorwurf der sexuellen Belästigung – ORF-Chef tritt mit sofortiger Wirkung zurück“
  6. Früherer Bundestagsvizepräsident Kubicki: „Der ZDF-Skandal muss politische Konsequenzen haben“
  7. Wenn das 'Drehbuch' schon vorher feststeht
  8. Gebetshaus Augsburg reagiert mit Stellungnahme auf ARD-Doku „Die hippen Missionare“
  9. Kardinal Müller: „Von Anfang an ist Radio Maryja zu einer Stimme in dieser modernen Wüste geworden“
  10. „Ich wünsche mir gebildete Laien!“ – Newman hätte Martin Lohmann als Beispiel genommen







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Robert Bellarmin SJ – De gemitu columbae
  3. Marsch fürs Läbe: Together for Life! – Männer übernehmen Verantwortung für das Leben
  4. Während Messfeier mit Erstklässlern: Bengalisches Feuer in katholische Kirche geworfen
  5. ‚Das Exil von Pater Edmund‘
  6. Gericht stoppt Zwang zur Suizidhilfe für katholische Nonnen in Illinois
  7. Slowakei: Aufrufe zu Lebensschutz und Dialog bei Nationalwallfahrt
  8. Damit die nächste Saat aufgehen kann
  9. Kardinal Müller: „Muslime respektieren kein schwaches Christentum, das sich des Kreuzes schämt“
  10. Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  11. Eine vergiftete Unterstützungserklärung
  12. „Manchmal ist es schwer, den Zusammenhang zwischen meinem Kreuz und dem Kreuz Christi zu erkennen“
  13. 'Ich würde mir gerne Sorgen machen, aber ich mache mir keine'
  14. Die Bibliothek als Herz des kirchlichen Gedächtnisses. ‚Nimm und lies!‘ - Die Unruhe der Wahrheit
  15. „Ich erwarte die Auferstehung der Toten und das Leben der kommenden Welt“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz