Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Deutsche Bischofskonferenz beschließt: Man will in Rom um Erlaubnis für Laienpredigt bitten
  2. Brasilianischer Erzbischof droht Teilnehmern an der Alten Messe Exkommunikation an
  3. Ist die Zeit der Barmherzigkeit bald vorbei? Stehen wir kurz vor der Zeit des Gerichts?
  4. Möge die Versöhnung der Kirche in Deutschland gelingen
  5. "Alle Iraner feiern. Die schlimmsten Menschen der Welt weinen"
  6. Toni Faber und der Zölibat - Beschwerdewelle gegen Wiener Dompfarrer
  7. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  8. Die Wahl von Bischof Heiner Wilmer zum DBK-Vorsitzenden „ist ein echtes Hoffnungszeichen“
  9. „Gemeinnutz vor Eigennutz“: Bischof erntet Kritik für NS-Vergleich in Richtung AfD
  10. "Deutsche Kirchen" ersetzen spirituelle Dimension der Fastenzeit durch weltanschauliche Agitation
  11. Papst antwortet auf Leserbrief eines Atheisten
  12. 'Ein Katholizismus ohne Beichte ist wie ein Krankenhaus ohne Medikamente'
  13. Ein Gott, der nichts mehr verlangt
  14. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"
  15. Kärntner Ordinaritaskanzler: Rechthaberei in der Kirche überwinden

Kardinal Marx: Tempelberg-Auftritt war nicht gut vorbereitet gewesen

12. Dezember 2016 in Deutschland, 82 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Kardinal Marx sagte zur Kritik am Auftreten ohne Brustkreuz: er bedauere es sehr, dass die Entscheidung, das Kreuz abzulegen, auf diese Weise wahrgenommen worden sei. Doch der Vorwurf des Verrates sei beleidigend.


München (kath.net/KAP) Aus dem Wirbel um das Verhalten deutscher Bischöfe auf dem Jerusalemer Tempelberg müssen nach Ansicht von Kardinal Reinhard Marx alle Seiten Lehren ziehen. Evangelische und katholische Bischöfe waren zum Teil heftig kritisiert worden, weil sie dort während einer gemeinsamen Pilgerreise im Oktober ihre Brustkreuze zeitweise abgenommen hatten. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz sagte am Sonntag im Bayerischen Rundfunk, zur Zeit des Besuches habe auf dem Tempelberg und an der Klagemauer eine "sehr angespannte Situation" geherrscht: "Es ging darum, nicht zu provozieren." Marx fügte hinzu, vielleicht hätte man aufgrund der Brisanz auch darauf verzichten sollen, dort hinzugehen. Heute würde er sagen, das sei nicht gut vorbereitet gewesen.


Das Auftreten ohne sichtbare Brustkreuze hatte zu Kritik an Bischöfen geführt, auch am EKD-Ratsvorsitzenden Heinrich Bedford-Strohm. Kritiker werteten das Verhalten als Geste der Unterwerfung und der Feigheit. Sie erinnerten daran, dass anderswo Christen für ihren Glauben den Märtyrertod riskierten. Offenbar hatte es infolge des kreuzlosen Auftrittes auch Kirchenaustritte gegeben.

Marx sagte dazu, er sei traurig und bedauere es sehr, dass die Entscheidung, das Kreuz abzulegen, auf diese Weise wahrgenommen worden sei. Den Vorwurf jedoch, die Bischöfe hätten hier Unterwerfung und Verrat begangen, empfinde er als beleidigend. Er würde im Übrigen auch nicht wollen, dass die grüne Fahne des Propheten Mohammed in der Kirche ausgerollt werde.

Kreuz gilt als Zeichen der Dominanz

Nach den Worten des Kardinals lässt sich aus dem Vorgang lernen, wie sensibel der Umgang der Religionen untereinander nach wie vor sei. "Viele von uns wissen vom Islam wenig." Außerdem könne man davon ausgehen, dass besonders im Orient weder Muslime noch Juden eine Vorstellung vom Christentum und der Bedeutung des Kreuzes hätten. Dieses werde in erster Linie als Dominanz der Kreuzfahrer gesehen. Seine Hauptsorge für die Zukunft sei, dass Religion wieder instrumentalisiert werde als Mittel für Auseinandersetzungen, so Marx.

Archivfoto: Kardinal Marx mit Brustkreuz im Jahr 2012


Copyright 2016 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten
Archivfoto des Brustkreuzes von Kardinal Marx 2012 (c) kath.net


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Marx

  1. Viel Bla-Bla zum Neuen Jahr!
  2. Wenn der Münchner Erzbischof das unselige "Wir schaffen das" von Angela Merkel verteidigt...
  3. Wenn der Erzbischof von München das Trump-Bashing vom Spiegel nachplappert
  4. US-Bischof Strickland: "Marx hat den katholischen Glauben verlassen. Er sollte zurücktreten"!
  5. Kardinal Marx und die Anbiederung an die Münchner Gay-Community
  6. Der Angriff von Marx auf die Lebensform von Jesu
  7. 'Bruder Marx', bleib in München!
  8. Rundumschlag statt geistige Auseinandersetzung
  9. Marx-Kurs in München: Erstmals mehr als 10.000 Kirchenaustritte in 1 Jahr
  10. Marx-Bätzing-Kurs: Neuer Rekord an Kirchenaustritten in Deutschland!







Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND im SOMMER - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Deutsche Bischofskonferenz beschließt: Man will in Rom um Erlaubnis für Laienpredigt bitten
  4. "Alle Iraner feiern. Die schlimmsten Menschen der Welt weinen"
  5. Die Wahl von Bischof Heiner Wilmer zum DBK-Vorsitzenden „ist ein echtes Hoffnungszeichen“
  6. Toni Faber und der Zölibat - Beschwerdewelle gegen Wiener Dompfarrer
  7. "Europa hat die Gefahr der islamischen Republik Iran noch immer nicht begriffen"
  8. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"
  9. "Deutsche Kirchen" ersetzen spirituelle Dimension der Fastenzeit durch weltanschauliche Agitation
  10. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  11. Bischof Erik Varden bei Fastenexerzitien im Vatikan: „Tausende fallen“
  12. Ist die Zeit der Barmherzigkeit bald vorbei? Stehen wir kurz vor der Zeit des Gerichts?
  13. Möge die Versöhnung der Kirche in Deutschland gelingen
  14. Mexiko in Angst: Priester spenden auf einem Dach eucharistischen Segen
  15. 'Ein Katholizismus ohne Beichte ist wie ein Krankenhaus ohne Medikamente'

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz