Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. IRRE! – „LifeSiteNews“ postet Papst-Bild mit Henkerstrick auf X
  2. BREAKING NEWS - Der Papst hat Lungen-Krebs!
  3. Kardinal Marx meint: "Die Kirche ist kein sinkendes Schiff, sie wird nur umgebaut"
  4. Vatikan: Bischöfe fordern langfristige Begleitung von Ehepaaren
  5. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  6. Deutsche Caritas-Präsidentin fordert CDU-Annäherung an 'Die Linke'
  7. „Warum bin ich Christ“
  8. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus
  9. Was auch immer Synodalität sein soll
  10. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  11. Was eine Messe wiegt
  12. Ohne Furcht und Heuchelei. Die Freiheit für das Gute ohne Kompromisse
  13. 'Christen können Todesstrafe in gutem Gewissen ablehnen'
  14. 'Wenn ich zurückkönnte, würde ich sie wieder wählen – genau wie sie sind'
  15. 'The Chosen': Sechste Staffel ab Dezember auf Netflix

Papst an altorientalische Kirchen: Euer Leid ist auch unseres

28. Jänner 2017 in Weltkirche, 9 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus äußerte sich vor der gemischten Theologenkommission der katholischen Kirche und der orientalisch-orthodoxen (altorientalischen) Kirchen zu Christenverfolgung durch Jihadisten.


Vatikanstadt (kath.net/ KAP)
Papst Franziskus hat Gewalt gegen Christen im Nahen Osten angeprangert. Viele Kirchen dort würden täglich Zeugen von "schrecklichen Gewaltakten durch fundamentalistischen Extremismus", sagte er am Freitag im Vatikan. Armut, Ungerechtigkeit und soziale Ausgrenzung hätten zu "erbärmlichen Lebensumständen, kultureller und spiritueller Verwüstung" geführt. Begünstigt würden dadurch Manipulationen und Hass. Als Ursachen für die Instabilität in der Region nannte Franziskus vor allem äußere Interessen und alte Konflikte. Der Papst sprach vor der gemischten Theologenkommission der katholischen Kirche und der orientalisch-orthodoxen (altorientalischen) Kirchen. Gemeinsam mit ihnen betete er für alle Geiseln und Opfer von Diskriminierung.

Die Kirchen im Nahen Osten seien gefordert, Eintracht und Hoffnung zu säen, sagte Franziskus weiter. "Trösten wir mit dem Frieden, der von Gott kommt, ein Frieden, den wir alle gemeinsam in eine verletzte und zerrissene Welt bringen müssen". Die christliche Antwort auf ein Umfeld, in dem "Gewalt wieder Gewalt hervorruft", könne nur die christliche Botschaft sein.


Der Papst bekundete den altorientalischen Christen im Nahen Osten seine Verbundenheit: "Euer Leid ist auch unser Leid." Er sagte weiter, im Tod für den Glauben sei die Einheit der Christen bereits erreicht: "Märtyrer und Heilige aller kirchlichen Traditionen sind in Christus bereits alle eins." Der Papst forderte seine Zuhörer zu einem stärkeren ökumenischen Engagement auf.

Salzburger Theologe Winkler ist Mitglied

Der internationalen Kommission für den offiziellen theologischen Dialog zwischen der katholischen Kirche und den orientalisch-orthodoxen Kirchen gehört auch der Ostkirchenexperte und Vorsitzende der Salzburger "Pro Oriente"-Sektion, Prof. Dietmar Winkler, an. Die orientalisch-orthodoxen Kirchen haben ihre Zentren in Nahost, Afrika und Südasien. Zu ihnen zählen die armenisch-apostolische, die syrisch-orthodoxe, die malankarisch-indisch-orthodoxe, die koptisch-orthodoxe, die äthiopisch-orthodoxe und die eritreisch-orthodoxe Kirche.

Die Kirchenfamilie ging nach dem 5. Jahrhundert ihren eigenen Weg. Nach Jahrhunderten der Polemiken und gegenseitigen Verurteilungen kam es im 20. Jahrhundert zu intensiven theologischen Dialogen zwischen ihnen und der katholischen Kirche, wobei die von der Wiener Stiftung "Pro Oriente" ab 1971 veranstalteten inoffiziellen Gespräche zwischen orientalisch-orthodoxen und katholischen Theologen von großer Bedeutung waren.

Wie "Pro Oriente" in einer Aussendung am Donnerstag erinnerte, sei schon bei der ersten Gesprächsrunde 1971 auf Initiative des damaligen jungen koptischen Bischofs und späteren Papst-Patriarchen Schenuda die "Wiener Christologische Formel" entwickelt worden. Herausgearbeitet worden sei, "dass der Glaube an Christus als wahrer Gott und wahrer Mensch gemeinsam ist und die unterschiedlichen theologischen Formulierungen auf kulturelle und sprachliche Prägungen zurückzuführen sind".

Copyright 2016 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Kirchen

  1. 131 Kirchenschließungen in Deutschland in 5 Jahren
  2. Kuba: Ricardos Traum. In Havanna entsteht eine dem hl. Johannes Paul II. geweihte Kirche
  3. „Kein Zolibät (sic) mehr, mehr Rechte für Laien und Frauen“
  4. Deutschland: Zahl der Kirchenaustritte steigt um 29 Prozent
  5. Papst will würdige Lösungen für nicht mehr benötigte Kirchen
  6. Gottesdienste zentral oder vor Ort?
  7. Arnold Schwarzenegger besuchte den Stephansdom
  8. Kirchenkreis Wuppertal warnt Gemeinden vor Brandstiftung
  9. 330.000 Besucher bei ‘Langer Nacht der Kirchen’







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Vatikan teilt mit: Papst nach Lungen-Eingriff wohlauf
  3. Papst wird noch am Dienstag-Nachmittag operiert
  4. Was eine Messe wiegt
  5. Eucharistischer Weltkongress 2028 in Sydney - 24. Sept. bis 1. Oktober 2028
  6. IRRE! – „LifeSiteNews“ postet Papst-Bild mit Henkerstrick auf X
  7. EU-Parlament beschließt Resolution gegen Islamismus - Gegenstimmen von Grünen und SPÖ
  8. 100. Stadt in den USA verbietet Abtreibungen
  9. „Taste the North“ - kulinarischen Reise durch den Norden Europas. Ein Kochbuch vom Bonifatiuswerk
  10. Vatikan sagt alle Papstaudienzen bis 20. Oktober ab
  11. Mexiko startet Jubeljahr der Guadalupe-Basilika mit Friedensappell
  12. Polen – ein Beispiel des christlichen Humanismus
  13. Papst ab Dienstag im Gemelli-Krankenhaus
  14. Müller kritisiert geplante öffentliche Hinrichtung in den USA scharf
  15. Die Bibel schweigt nicht zur Abtreibung. Es gibt die Zehn Gebote: Du sollst nicht töten!'

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz