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Paul Badde: Benedikt XVI. – Seine Papstjahre aus nächster Nähe

25. Jänner 2018 in Buchtipp, 2 Lesermeinungen
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Das neu herausgekommene Buch „hält Schritte des deutschen Papstes fest, durch die er in die Geschichte eingehen wird.“ Buchtipp von Hans Jakob Bürger


Rom (kath.net) Der verdutzte Bücherfreund wundert sich: noch ein Buch über Benedikt XVI.? Gerade jetzt, wo doch alle Welt längst Abschied genommen hat von einem Theologen, der Papst wurde und weichen musste für einen anderen, der das Amt das Papstes ganz anders verkörpert als der Theologenpapst Benedikt. Täuschen wir uns nicht.

Das vor uns liegende Buch des Historikers, Journalisten und Katholiken Paul Badde fasst einige seiner „Stücke“ zusammen, die er im Auftrag seines Arbeitgebers geschrieben hat, als er als Korrespondent für die „Welt“ in Rom und dem Vatikan arbeitete. So sind die Kapitel des Buches in den Jahren des Papstes Benedikt XVI. alle bereits zu lesen gewesen. Badde beschreibt in seiner Vorbemerkung, unter welchen Umständen diese Zeitungsartikel manchmal entstanden sind. Vor allem bezeichnet er sich selbst aufgrund mancher Krankheiten als „viel schwächer als der alte Papst“. Auch wenn nicht immer alle Badde-Texte in der „Welt“ veröffentlicht wurden, weil manches nicht ausgewählt wurde oder redaktionelle Notwendigkeiten etwas anderes vorsahen, so geben die 248 Seiten des von LangenMüller im Herbig-Verlag herausgegebenen Buches einen spannenden Einblick in das Pontifikat des Ratzinger-Papstes. Es bietet gewissermaßen historische Originalquellen.


Das aus nächster Nähe zum Papst entstandene Buch hält wie ein Bernstein Schritte des deutschen Papstes fest, durch die er in die Geschichte eingehen wird. Zwei Tage nach seiner Papstwahl schreibt Badde über Benedikt, indem er an den erst wenige Tage zurückliegenden Karfreitag erinnert, als Joseph Kardinal Ratzinger sagte: „Halten wir inne vor dem leidenden Gottessohn. Versuchen wir, sein Gesicht zu erkennen in denen, die wir verachten möchten. Lassen wir uns annageln an ihn und keiner Versuchung nachgeben, uns loszulösen und dem Spott zu folgen, der uns dies einreden will. Im Verwesungsgeruch der Ideologien sollte unser Glaube wie der Duft sein, der auf die Spur des Lebens führt.“

Ein bemerkenswerter Satz ist dem Rezensenten aufgefallen, der ihn sofort an das derzeitige Pontifikat erinnert und einen der großen Unterschiede zwischen den Päpsten Ratzinger und Bergoglio deutlich macht. Badde schrieb am 19. April 2012, zehn Monate vor dem Rücktritt Benedikts: „Strippen zu ziehen, Hausmächte um sich zu sammeln und Netzwerke zu seinem Vorteil zu knüpfen, all dies hat Joseph Ratzinger nie gelernt.“

Dem Buch „Paul Badde. Benedikt XVI. – Seine Papstjahre aus nächster Nähe“ ist ein Geleitwort vorangestellt: Gott ist Liebe. „Deus caritas est“ war die erste Enzyklika dieses Papstes. Nicht nur aus den Vorbemerkungen Baddes spürt der Leser die Wahrheit dieses Wortes. Zuletzt schreibt er den einfachen und schönen Satz: „Ich vermisse ihn, seit das Licht in seinem Zimmer über dem Petersplatz am 28. Februar 2013 erloschen ist.“

kath.net-Buchtipp
Papst Benedikt XVI.
Seine Papstjahre aus nächster Nähe
Von Paul Badde
Hardcover, 256 Seiten; m. farb. Abb.
2018 Langen/Müller
ISBN 978-3-7844-3434-6
Preis Österreich: 22.70 EUR

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Lesermeinungen

 Dottrina 25. Jänner 2018 
 

Ich gebe Paul Badde

und @serafina völlig Recht: Ja, ich vermisse unseren Benedikt schmerzlich. Wenn ich über den Petersplatz gehe und zum Apostolischen Palast heraufsehe, dann habe ich das wehe Gefühl, als fehle etwas/jemand ganz Wichtiges. Von Paul Badde weiß ich persönlich, dass er unseren Benedetto sehr schätzt und mag. Das Buch soll sich bereits von mir als gekauft betrachten und es sei ihm schon jetzt große Verbreitung vergönnt.


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 serafina 25. Jänner 2018 
 

Verschlüsselte Botschaft?

" ... der Papst wurde und weichen musste für einen anderen ..."

Will uns Paus Badde damit etwas sagen?

Ja, und auch ich vermisse meinen geliebten Papa Benedetto schmerzlich - jeden Tag aufs Neue! Mit dem Erlöschen des Lichts in seinem Zimmer über dem Petersplatz ist auch bei mir etwas erloschen.


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